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GRAMMATIK DER GRIECHISCHEN PAPYRI AUS DER PTOLEMÄERZEIT
MIT EINSCHLUSS DER GLEICHZEITIGEN OSTRAKA UND DER IN ÄGYPTEN VERFASSTEN [NSCHRIFTEN
BAND II *
8ATZLEHRE
ANALYTISCHER TEIL ERSTE HÄLFTE '
VON
DR. EDWIN MAYSER
PROFESSOR AM KARLSGYMNASIUM IN STUTTGART
BERLIN UND LEIPZIG 1926
WALTER DE GRUYTER & CO.
VORMALS G. J. GÜSCHEN'SCHE VERLAGSHANDLUNG / J. GUTTENTAG, VERLAGS- BUCHHANDLUNG / GEORG REIMER / KARL J. TRl'BNER / VEIT & COMP.
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Druck von Walter de Gruytcr & Co., Berlin W. 10
Germany
DEM ANDENKEN MEINEE LIEBEN FRAU
VORWORT.
Seit dem Erscheinen des ersten Bandes der Papyrusgrammatift (Laut- nnd Formenlehre) sind fast zwei Jahrzehnte vergangen. Die Schwierig- keiten, die sich der Fortsetzung entgegenstellten, waren groß und wuchsen von Jahr zu Jahr. Als die Sammlung der syntaktischen Erscheinungen aus allen bis 1914 erschienenen ptolemäischen Texten so gut wie abgeschlossen, das gesamte Beobachtungsmaterial gesichtet und geordnet war, brach der Weltkrieg aus, der dem Gymnasiallehrer doppelte dienstliche Belastung brachte und ihn von außerdienstlicher wissenschaftlicher Tätigkeit ferne hielt. Die Beschaffung der ausländischen Literatur wurde immer schwieriger, mit der Zeit unmöglich. Manche Neuerscheinungen, z. B. die umfangreichen Pubblicazioni della Societä Italiana, waren lange an deutschen Bibliotheken kaum erhältlich und nur durch persönliches Entgegenkommen der Heraus- geber zugänglich. Als endlich das Manuskript abgeschlossen vorlag, wurde die Herausgabe durch die infolge der Inflation herbeigeführte Stockung des deutschen Buchhandels ernstlich in Frage gestellt. Erst das dankenswerte Eintreten amerikanischer Gelehrter, die auf Anregung des um das neu- testamentliche Griechisch hochverdienten Professors A. T. Robertson in Louis ville, Ky . auf 40- 50 Exemplare subskribierten, ermöglichte die Druck- legung, die der Verlag von Walter de Gruyter & Co. unter Übernahme der Restbestände des bei Teubner gedruckten 1. Bandes vor einem Jahr begann und nunmehr glücklich zum Ziel geführt hat.
Besonderen Dank schulde ich dem Württembergischen Kult- ministerium, das mir zur Weiterführung meiner Arbeiten zweimal einen längeren Diensturlaub bewilligte. Weiterhin machte sich in hervorragender Weise um das Zustandekommen des Buches verdient mein treuer Mentor und lieber Freund Professor Dr. Wilhelm Schmid an der Universität Tübingen, der mir vielfache Anregungen, namentlich in der Anlage und Einteilung des Stoffes, gab und die Revision des Druckes mitlas. Endlich unterstützte mich bei den Korrekturen getreulich mein Schwiegersohn Eugen Staiger, Studienrat in Urach, der auch die Abfassung des Wort- registers übernahm. Allen sei auch hier mein herzlichster Dank gesagt.
VI Vorwort.
Ich benütze die erwünschte Gelegenheit, mich über Plan und Anlage des Werkes kurz auszusprechen. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, der Satzlehre eine vom Üblichen abweichende Stoffeinteilung zugrunde zu legen, und zwar nach dem Vorgang meines Freundes Prof. Dr. Wilh. Schmid, der seit 1906 die griechische Syntax in seinen Vor- lesungen wesentlich nach dieser Einteilung vorträgt. Die Gründe, die ihn dazu veranlagten und auch mich überzeugt haben, .sind etwa folgende.
Die Zerlegung der Satzlehre incinenanalytischenund einen synthe- tischen Teil, wie sie K.W. Krüger vorgenommen hat, bedarf keiner Recht- fertigung, und ohne weiteres klar ist auch Inhalt und Gliederung des syn- thetischen Teils. Schwierigkeiten macht nur der Inhalt und Aufbau des analytischen Teils, von dem in diesem Band die erste Hälfte abgeschlossen vorliegt. Bis in die neuesten Darstellungen der griechischen Syntax hinein wirkt hier auf die Gliederung des Stoffs die antike Lehre von den acht Hedeteilen, nirgends freilich in ganz unveränderter Gestalt und in vollem Umfang. In dieser Lehre sind die in der Sprache gegebenen Einzelformen, insofern sie in Einzelwörtern bestehen, also mit Ausschluß umschreibender Ersatzformen 1), nach ihrer Bedeutung im Satz in Gruppen zusammen- gefaßt, in denen aber das für die Satzlehre Wichtigste, die Funktion der Form im Satz, nicht rein zum Ausdruck kommt.
Denn tatsächlich funktioniert im Satz jeder einzelne Bestandteil ent- weder als Subjekt oder al s P r ä d i k a t oder als n ä h e r e B e s t i m m u n g zu einem dieser beiden Grundbestandteile des Satzes. Die alten Redeteile aber können nach ihrer Funktion im Satz keineswegs einander gleichgeordnet werden. Wesentlich für den Satz sind nur Subjekt und Prädikat, alles andere ist Zutat. Wenn Apollonios Dyskolos Nomen und Verbum als euvjjuxoTaxa uepn Tou \6fou bezeichnete, so liegt darin die Beobachtung, daß das Subjekt (bez. Objekt) in der Regel durch ein Nomen, daß Prädikat in der Regel durch ein Verbum gebildet wird. Aber das Nomen kann ebenso wie sein Ersatz (d'pepov, dvTuuvuuia) auch als Prädikat und (in den casus obliqui) als nähere Bestimmung beim Nomen oder Verbum funk- tionieren, wobei ihm die Präposition zur Verdeutlichung der Bedeutung des casus obliquus beigefügt werden kann; im übrigen ist Präposition (in Composition mit dem Verbum) wie Adverbium auch nähere Bestimmung zum Verbum. Die Konjunktion gehört in den synthetischen Teil. Die Lehre von den \x£pr\ Xö-rou verbindet und koordiniert also Dinge, die vom syntaktischen Standpunkt aus sehr verschiedenartig sind, sie nimmt
l) Nur eine Form des Nominalersatzes, die uvxwvuuia, ist, weil sie eben auch in einem Wmi besteht, unter die Redeteile aufgenommen.
Vorwort. VII
auf die syntaktische Funktion als solche keim' Rücksicht, d. h. sie steht überhaupt nicht unter streng syntaktischem Gesichtspunkt, sondern dient eigentlich nur dem Bestreben, alle Einzelwortformen der Sprache unter gewisse Bedeutuhgsgruppen einzuordnen, die sieh aber nicht mit einheitlich geschlossenen Funktionsgruppen decken. So fehlt den Rede- teilen /war keineswegs jede Eignung, im Aufbau der Syntax mitzuwirken, sie müssen aber in ein höheres und rein syntaktisch gedachtes System ein- geordnet werden.
Zergliedert man den einfachen Satz, so ergeben sich die zwei Grund- bestandteile Subjekt und Prädikat, bzw., wenn nähere Bestimmungen hinzutreten, Subjektsgruppe und Prädikatsgruppe. Damit ist für die reif struktive Analyse das Einteilungsprinzip gegeben. Der Syntaktiker hat im analytischen Teil folgende Fragen zu beantworten:
1) In welchen Formen wird das Subjekt bzw. das Prä- dikat dargestellt? Das Subjekt zunächst in der Pegel durch Sub- stantiva - das Substantiv kann aber auch durch Adjektiva, Pronomina oder durch Umschreibungsformen ersetzt werden, die sprachgeschichtlich oder stilgeschichtlich von Bedeutung, also zu buchen sind ; das Prädikat in der Pegel durch Verbum, unter Umständen aber auch durch Nomen. Möglieh endlich, daß das Subjekt oder das Prädikat sprachlich überhaupt nicht ausgedrückt wird.
2) In welchen Formen treten nähere Bestimmungen z u m S üb j ekt (als Attribut in Form von Adjektiven oder von Casus obliqui der Substantive, als Apposition) bzw. Prädikat (Adverbien, Casus obliqui mit oder ohne Präposition)?
3) Welche Normen gelten für die generelle und nume- rale Konkordanz zwischen Subjektsnomen und hinzu- tretenden Attributen oder Appositionen? (Die Konkordanz zwischen Subjekt und Prädikat gehört in den synthetischen Teil.)
4) Werden die näheren Bestimmungen vor das Subjekts- oder P r ä d i k a t s w ort o d e r n a c h ihm gestellt?
Wäre die Aufgabe der Syntax mit der öiaipeaiq d. h. der Darstellung der Satzgliederung, der Satzanatomie, erschöpft, so würde die hier gegebene Stoffanordnung genügen. Was Verwicklungen bringt, ist die durch die bekannte Schrift von J. Ries1) in Fluß gebrachte Frage, ob die Lehre von der Bedeutung der Wortformen zur Syntax gehöre oder zur Formenlehre oder ob sie in einem besonderen Kapitel zwischen Formen- lehre und Syntax abzuhandeln sei. Der letzte, von Ries vorgeschlagene
l) Was ist Syntax? Ein kritischer Versuch. Marburg 1894.
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Vorwort.
IX
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VI II Vorwort.
Weg ist meines Wissens von keinem Verfasser einer Syntax besehritten worden. Der Einschluß der Bedeutungslehre in die Formenlehre wäre nur dann gerechtfertigt, wenn jeder Form eine in allen Fällen festbleibende Bedeutung zukäme, sei es nun, daß die Grundbedeutung (wie bei den Personenformen des Verbum) sich durch alle Zeiten gehalten oder daß nach mancherlei Verschiebungen sich schließlich eine Bedeutung als wesent- liche durchgesetzt hätte (so zum Teil bei den Casus- und Modusformen). Tatsächlich gibt es aber Formen von so verschiedenartiger Bedeutung, daß sie nur durch Künstelei unter einen Bedeutungshauptnenner gebracht weiden können, wobei zu bemerken ist, daß derartige Subsumptionen vielfach lediglich logische Spielereien ohne allen geschichtlichen Wert sind. Geschichtlich erklärt sich die Vieldeutigkeit wohl meist aus Über- tragung der Bedeutungen untergegangener Formen auf erhalten gebliebene (synkretistische Formen). Solchen Formen kommt ihre bestimmte Be- deutung jeweils erst durch den Zusammenhang des Satzes zu, in den sie gestellt sind. So ist es bei den obliquen Casusformen. Was ein Genitiv, Dativ, Akkusativ im besonderen bedeutet, ist ihm nicht von vornherein anzusehen, ergibt sich vielmehr immer erst aus den Verbindungen dieser casus obliqui mit anderen Bestandteilen des Satzes. Es ist klar, daß in diesen Fällen die Bedeutungslehre von der Satzlehre nicht getrennt werden kann. Die Lehre von der Bedeutung der casus obliqui gehört also in das Kapitel von den näheren Bestimmungen, die zum Nomen oder Verbum treten. Sie muß in zwei Hälften geteilt werden : 1. die casus obliqui als nähere Bestimmungen zum Nomen (adnominaler Casusgebrauch); 2. die casus obliqui als nähere Bestimmungen zum Verbum (adverbaler Casusgebrauch). Und wenn hier ein wesentlicher Teil der Bedeutungslehre dem analytischen Kapitel der Satzlehre einzuverleiben ist, so erscheint es jedenfalls zweck- mäßig, auch den Best der Bedeutungslehre nicht von der analytischen Syntax auszuschließen, wiewohl die Bedeutung der übrigen Wortformen nicht in demselben Maß wie die der casus obliqui erst vom Satz aus be- stimmt wird. Der Platz, an den die Lehre von den casus obliqui gehört, ist damit klar bezeichnet.
Es handelt sich nunmehr nur noch um die Feststellung des Platzes, an dem die Lehre von der Bedeutung der übrigen Wertformen in der Syntax stehen soll. Diese unterscheiden sich wesentlich von den Casus obliqui dadurch, daß sie bedeutungsfest bzw. daß sie dies in weit höherem Maß sind als die casus obliqui. Auch formell unterscheiden sie sich meist von diesen, und zwar dadurch, daß bei ihnen die Bedeutung im Wortstamm, nicht in der Endung liegt (dies trifft allerdings für die Personenformen nicht zu). Jedenfalls ist durch diese eingreifenden Unterschiede gerecht-
Vorwort. IX
fertigt, daß die Bedeutungslehre für die casus obliqui von der Bedeutungs- lehre für die übrigen Wortformen getrennt behandell wird.
Es seilend deshalb richtig, den analytischen Teil zu beginnen mit einem Kapitel über die Bedeutung der verhältnismäßig bedeutungsfesten, d. h. vom jeweiligen Satzzusammenhang wenig oder gar nicht beeinflußten Wortformen. Diese sind die Geschlechts- und Zahlformen des Nomen, die Steigerungstormen, der Rufekasus, die Genus-, Tempus- und Modus- formen des Verbum. Ausschließlich der Bedeutungslehre dient also nur das Kapitel von den bedeutungsfesten Wortformen, die mit dem Satz- gefüge als solchem nichts zu tun haben. Dieses Kapitel wird aus dem Zu- sammenhang mit der Lehre von den Wortgruppen herausgenommen und ihr im analytischen Teil vorangestellt. Die Lehre von der Bedeutung aller übrigen Formen ist, weil sie vom Satzzusammenhang aus bestimmt wird. in die lediglich unter formalem Gesichtspunkt stehenden Kapitel von den Wortgruppen einbezogen.
So ist die ganze Lehre von der Bedeutung der Wortformen organisch in den. analytischen Teil der Syntax eingegliedert. Dieser entlastet zugleich. indem er auch die Konkordanz der Wortformen innerhalb der Wortgruppen behandelt, den synthetischen Teil, der sich nun nur noch mit der Verbindung von Subjekt und Prädikat, den Satzarten und der Satzverbindung zu beschäftigen hat.
Man kann sich auf den Standpunkt stellen, die Verpackungsfrage in der Syntax sei von untergeordneter Bedeutung; es komme hauptsächlich darauf an, daß alle wichtigen Erscheinungen irgendwo untergebracht seien, und daß ein alphabetisches Register die Schädlichkeiten einer mangel- haften Stoff gliederung ausgleiche. Ich glaube aber gezeigt zu haben, nicht nur daß eine im wesentlichen durchgreifende rationale Ordnung auch auf diesem Gebiet möglich ist, sondern auch, daß sie zu neuen, nicht unwichtigen Fragestellungen dem Sprachstoff gegenüber führt, und ich denke, daß mein Buch die Brauchbarkeit des hier gekennzeichneten Systems recht- fertigen wird.
Stuttgart, im April 1925.
Edwin Mayser.
INHALT.
Seite
Vorwort V
Inhaltsangabe X
Iiteraturübersichl . : X i\
Erklärnns; einiger Abkürzungen und Zeichen XIX
Berichtigungen und Nachträge XX
ERSTES KAPITEL. Ausdrucksformen für nominales Subjekt, Objekt und Prä- dikat. Fehlen der Substantiva in diesen Satzteilen.
T. Ersatz von Substantiven durch nichtsubstantivische neu- tral c Ausdrücke 1 13
§ 1. Substantivierte neutrale Adjektiva und Partizipia 1
§ •_'. Substantiversatz und -Umschreibung durch neutralen Artikel mit
folgendem Genitiv 7
§ 3. Her neutrale Artikel mit Präpositionalausdruck als Substantiv- ersatz 9
§ 4. Der neutrale Artikel mit attributiven Adverbien als Substantiv-
ersa fcz 13
IL Ersatz einfacher maskulinischer und femininischer Bezie- hungs-und Zugehörigkeitsausdrücke durch Umschreibungs- formen mit Artikel und Präpositionen 14 — 20
§5. Der persönliche Artikel mit Präpositionalausdruck 14
III. Fehlen des Nomen regens in attributiv zusammengesetzten
Ausdrücken 20—27
§ 6. Gelegentlicher Wegfall des Substantivs mit naheliegender Ergän- zung aus Zusammenhang und Situation 20
§ 7. Gewohnheitsmäßige Nominalellipsen 21
c^ 8. Nominalellipsen im Tabellenstil 25
ZWEITES KAPITEL: ANALYTISCHER TEIL.
Bedeutung und Gebrauch der einzelnen semasiologisch autonomen Stammformen von Nomen und Verbuni.
I. Das Nomen 28-56
§ 9. Genera 28
§ 10. Numeri 34
§ 11. Komparation 15
§ 12. Der Vokativ 55
Inlii.lt. XI
Seite
II. Artikel un<l, Pronomen in substantivischer Funktion ... 56—80
§ L3. Der Artikel 56
§ 14. Das Pronomen personale 62
§ 15. Das substantivische Reflexivpronomen 65
§ Kl. Das Pronomen reeiprocum 73
§ 17. Das Pronomen demonstrativum 73
§ L8. Das Pronomen relativum 7<>
§ 18a. Das Pronomen interrogativum 78
III. Das Verhuin 80—360
A. Absoluter, transitiver bzw. intransitiver, kausativer < lebrauch 80—89
§19. Verba absoluta (neutra) 80
§ 20. Verba transitiva und intransitiva 82
§21. Kausativer (faktitiver) Verbalgebrauch 89
B. ( Jenera verbi ' 89-130
§ 22. Aktivum 89
§ 23. Media tantu.m 91
§ 24. .Media, die sich in der Bedeutung wesentlich vom Aktivumunter-
scheiden 93
§ 25. I »as reflexive Medium 94
§ 26. I >as reziproke .Medium 103
§ 27. Das dynamische Medium 107
§ 28. Das kausative Medium L09
§ 29. Aktivum und Medium promiscue gebraucht und mißbräuchlich
vertauscht 109
§ 30. Media passiva 116
§ 31 . Passivum .118
§ 32. Umschreibende Ausdrucksformell für Aktivum und Passivum 123
C. Gebrauch der Zeitformen 130—226
§ 33. Indikativ des Präsens 130
§ 34. Imperfektum 134
§ 35. Indikativ des Aorist 139
§ 36. Die Modi des .Präsens und Aorist nach ihrer temporalen Bedeutung
(Zeitstufen und Aktionsarten) 145 — 17G
a) Imperativ nebst dem Conitmctivus prohibitivus 145
b) Infinitiv 150
c) Partizipium 168
§ 37. Der Indikativ des Perfektum 176
§ 38. Die Modi des Perfektstamms nach ihrer temporalen Bedeutung 185 — 207
a) Imperativ 185
b) Infinitiv 186
c) Partizipium 192
§ 39. Plusquamperfektum 207
§ 40. Futurum 211
§ 41. Umschriebene Tempusformen 223
D. Gebrauch der Modusformen 226 — 360
Modi finiti.
§ 42. Der Indikativ in Hauptsätzen x) 226
§ 43. Der Imperativ und andere Befehlsformen 229
2) Über den Indikativ in Nebensätzen an Stelle des geläufigeren Konjunktiv bzw. Optativ vgl. §§ 46-49.
XII Inhalt.
Seite
§ 44. Der Konjunktiv in Hauptsätzen 232
§ 45. Der Konjunktiv in Absichtssätzen 236
§ 46. Der Konjunktiv in Relativsätzen 261
§ 47. Der Konjunktiv in Zeitsätzen 268
§ 48. Der Konjunktiv in Bedingungssätzen 275
§ 49. Der Optativ 288
Modi infinit i.
§ 50. Der Infinitiv 296
§ 51. Das Partizipium 339
§ 52. Das Adiectivum verbale 357
1 ndices
I. Sachregister 361
II. Wortregister 367
ERGÄNZENDER NACHTRAG ZU DER DI I. BAND AUFGEFÜHRTEN LITERATURÜBERSICHT.
I. Ptolemilische Urkunden.
Die Siglen stimmen überein mit den von U. Wilcken im Archiv für Papyrus- lorschung I 25. 122. 544 ff. ; II 117. 385 ff. ; III 113. 300 ff. ; IV 173. 526 ff. ; V 198. 424 lt. ; VI 269. 363 ff.; VII 67 ff. eingeführten Abkürzungen. Das P. (Papyrus) ist der Kürze wegen in den meisten Fällen weggelassen, da Mißverständnisse ausgeschlossen sind. P. Artem. = Klage der Artemisia (IV. Jahrh. v. Chr.) in der Neuausgabe von
U. Wilcken, UPZ (1922) Nr. 1. BGU oder BU = Ägyptische Urkunden aus den königlichen Museen zu Berlin.
herausgegeben von der Generalverwaltung. Griechische Urkunden. Berlin
1895 ff. I-V. Der VI. Band führt den Titel: Papyri und Ostraka der Ptole-
mäerzeit, bearbeitet von Wilhelm Sehn bar t und Ernst Kühn. Berlin
1922. Cair. Zen. = Selected Papyri from the Archives of Zenon by C. C. Edgar, Annales
du Service des Antiquites de V figypte, tom. XVIII 159 ff. (Nr. 1-10): 225 ff.
(Nr. 11-20); XIX 13 ff. (Nr. 21-36); 81 ff . (Nr. 37-48); NX 19 ff. (Nr. 49
-54); 181 ff. (Nr. 55-64); XXI 87 ff. (Nr. 65-66). 1918-21. P. Eleph. = Elephantine-Papyri bearbeitet von 0. Rubensohn mit Beiträgen
von W. SchubartundW. Spiegelberg. Berlinl907. Sonderheft der Berliner
Urkunden. P. Frankf. I = Hans Lewald, Griech. Papyri aus dem Besitz des Rechts-
wissenschaftlichen Seminars der Universität Frankfurt. Sitzungsber. der
Heidelb. Ak. d. W., ph.4iistor. Kl. 1920, 14. Abhandlung. P. Frankf. II = Hans Lewald, Aus der Frankfurter Papyrussammlung.
Zeitschr. d. Sav.-Stift. für Rechtsgeschichte. Romanist. Abt. Weimar 1921,
S. 115-23. P. Freib. = Mitteilungen aus der Freiburger Papyrussammlung. 1. Literarische
Stücke, herausgegeben von Wolf Aly. 2. Ptolemäische Kleruch^nurkunde
(251 v. Chr.), herausgegeben von Matthias Geizer. Vorgelegt von 0.
Gradenwitz. Sitzungsber. der Heidelb. Ak. d. W., phil.-histor. Kl. 1914,
2. Abt. Vgl. Preisigke, Sammelbuch I Nr. 5942. P. Giss. = Griechische Papyri im Museum des Oberhessischen Geschichts Vereins
zu Gießen, im Verein mit 0. Eger herausgegeben und erklärt von Ernst
XIV Ergänzender Nachtrag zu der im I. Band aufgeführten Literaturübersicht.
Kornemann und Paul M. Meyer, ßd. I Heft 1—3 (Nr. 1—126). Leipzig- Berlin 1910-12.
P. Grad. = Griechische Papyri in der Sammlung Gradenwitz, herausgegeben von Gerhard Plaumann. Sitzungsber. der Heidell). Ak. d. W.. phil.-histor. Kl. 1904, 15. Abh. Heidelberg 1014.
P. Gurob = J. Gilbart Smyly . Greek Papyri from ( hirob. Royal Irish Academy Cunningham Memoirs Nr. XII. Dublin 1921.
P. Hai. = Dikaioniata, Auszüge aus alexandrinischen Gesetzen und Verord- nungen in einem Papyrus des philol. Seminars der Universität Halle, heraus- gegeben von der Graeca Halensis. Berlin 10 IM.
P. Hamb. I == Griechische Papyrusurkunden der Hamburger Stadtbibliothek, herausgegeben von P. Meyer: Heft 1 (Nr. 1— 23 röm.-byzant.) Leipzig-Berlin 1011: Heft 2 (Nr. 24 56, vom 3. vorehristl. Jahrh. bis in die bvzant. Zeit) 1913.
P. Heid. 1280 == G. A. Gerhard, Ein gräko-ägyptischer Erbstreit aus dem II. Jahrh. v. Chr. Sitzungsber. d. Heidelb. Ak. d. W.. phil.-histor. Abt. 1911, 8. Abh.
P. Hib. I = The Hibeh Papyii Pari I edited by B. P. Grenfell and Arthur S. Hunt. London 1900.
P. Lille I = Institut papyrologique de l'Universite de Lille: Papyrus grecs publies sous la direction de Pierre Jouguet avec la collaboration de Paul Collarr, Jean Lesquier, Maurice Xoual. Tome I fasc. l(Paris 1907 ) ; läse. 2 (1908). Tome II fasc. 1 (1913); fasc. 2-4 (1912) = Papyrus Magdola, IL edition par Jean Lesquier.
P. Lips. I = Griechische Urkunden der Papyrussammlung zu Leipzig. 1. Band. Mit Beiträgen von ü. Wilcken herausgegeben von Ludwig Mitteis.
P. Lond. I. II. III. IV == F. G. Kenyon, Greek papyri in the British Museum. 1. Catalogue with texts. 2. Facsimiles. I Lond. 1893: II 1898: III by Kenyon and H. J. Bell 1907; IV=The Aphrodito-Pap. ed. by H. J. Bei 11910 (byzant- arab. Zeit).
P. Magd. == Neuausgabe der Magdola-Papyri, s. P. lalle 11. läse. 2-4.
P.Meyer, Jur. Pap. = P. M. Meyer, Juristische Papyri: Erklärung von Ur- kunden zur Einführung in die juristische Papyruskunde. Berlin 1920.
P. Meyer = Königseid von vier Flottensoldaten der Nesiotenlandsmannschafl aus dem Jahr 159 v. Chr. Klio XV (1918) 376 ff.
Milligan = George Milligan, Selections from the greek Papyri, edited witl translations and notes. Cambridge 1912.
Mitt. Gr. u. Chr., W. Gr. u. Chr. = Ludwig Mitteis und Ulrich Wilcken Grundzüge und Chrestomathie der Papyruskunde. Leipzig 1912. 1. Bd.: Histo- rischer Teil. 1. Hälfte: Grundzüge. 2. Hälfte: Chrestomathie. 2. Band: Juri- stischer Teil. 1. Hälfte: Grundzüge; 2. Hälfte: Chrestomathie.
P. Neutest. == P. M. Meyer. Griechische Texte ans Ägypten. I. Papyri des ueutestamentlichen Seminars ^n- Universität Berlin. II. Ostraka der Samm- lung Deißma im. Berlin 1916.
Ergänzender Nachtrag zu der im I. Band aufgeführten Literaturübersicht. XV
P. Oxy. 1 XV The Oxyrhynchos-Papyri ed. by Grenfell-Hunt. Oxford
1898—1922. P. Petr. I, II, (App.) III = John Mahaffy, The Flinders Petrie Papyri with transcriptions, commentaries etc. Royal [rish Äcademy Cunningham Memoirs Nr. VIII and IX. Part I Dublin L891 ; Pari II L893; Appendix L894; Part III. (by Mahaffy and Smyly) 1.9,05.
PSI = Pubblicazioni dclla Societa Italiana: l'apyri greci c latini. Firenze 1912 IT. Vol. 1: Nr. 1—112 (darunter Nr. 64 der einzige ptolemäische, ein „Fraueneid", vgl. Aren. f. P. V S. 280, nach Wilcken L16/5a); vol. II enthält nur literarische Stücke; vol. III (1914); IV (1917); V (1918); VI (1920). Leiter der Publikation Girolamo Vitelli in Florenz.
P. Ryland II = Catalogue of the Greek papyri in the .lohn Rylands library, ed.byj.de Johnson. V. Martin. A. S. II mit. Manchester L915 (Nr. 65— 69 ptolemäisch). ■
SB = Sammelbuch griechischer Urkunden aus Ägypten, herausgegeben von Friedrich Preisigke. Bd. I: Nr. 1—6000. Straßburg 1915. Bd. II: Wörter- listen zum 1. Band. Berlin-Leipzig 1922.
Schub. Tab. = Willi. Sehn hart, Papyri graecae Berolinenses (Tabulae in usum scholarum editae sub cura loh. Lietzmann 2). Bonn 1911.
P. Straßb. I, II = Friedr. Preisigke, Griech. Papyrus der Universitäts- und Landesbibliothek zu Straßburg. Bd. I (1906 ff.) enthält nur römisch-byzantm. Stücke. Bd. II (1920): Nr. 81-125, darunter 81-115 ptolemäisch.
P. Tebt. oder Teb. I, II = The Tebtunis Papyri partled. by B. P. Grenfell, A. S. Hunt and J. Gilbart Smyly. London 1902. Part II ed. by Grenfell, Hunt, Goodspeed. London 1907.
UPZ = Ulrich Wilcken, Urkunden der Ptolemäerzeit (Ältere Funde). Bd I. Lieferung 1 (1922) und 2 (1923) 1).
Wessely,Stud. Pal. = C. Wessely, Studien zur Paläögraphie und Papyrus- kunde. Leipzig 1901 ff.
Witk. ep. pr.2 — Epistulae privatae graecae, quae in papyris aetatis Lagidarum servantur ed. Stanislaus Witkowski. Lips. 1911. Für alle Publikationen griechischer Urkunden kommt in Betracht:
BL = Fr. Preisigke, Berichtigüngsliste der griechischen Papyrusurkunden aus Ägypten. Berlin und Leipzig 1922.
IL Zeitschriften und Abhandlungen.
Annales du Service des Antiquites de 1' Egypte. Le Caire 1901 ff. I— XXII. Archiv = Archiv für Papyrusforschung und verwandte Gebiete, herausgegeben von U. Wilcken. Leipzig 1901 ff . Bd. I— VI: VII 1-2.
a) Die 2. Lieferung dieser abschließenden Publikation wurde mir vor deren Heraus- gabe durch Herrn Geh. Pult Professor Dr. U. Wil cken in Aushängebogen zur Verfügung gestellt, wofür ich auch an dieser Stelle verbindlichsten Dank sage.
XVI Ergänzender Nachtrag zu der im I. Band aufgeführten Literaturübersicht.
Ä ö )■) v d : auYTP«M|ua TrepiobiKÖv Trjg ev ÄGrjvaig emcrrriiuoviKfic; eiai-
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Ergänzender „Nachtrag zu der im I. Band aufgeführten Liüeraturübersicht. WTI
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Kühner, in neuer Bearbeitung von Friedrich Blaß. I 1890. 11 1892; Kühner-Gerth I, II = Ausführliche Grammatik der griechischen Sprache von
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ERKLÄRUNG EINIGER ABKÜRZUNGEN UND ZEICHEN.
Die nach einer Stellenangabe in runde Klammer gesetzte Zahl bedeutet, je nachdem a oder p dahintersteht, die Jahre vor oder nacli Christi Geburt: also il64a) = geschrieben im Jahr 164 vor Christi Geb.: (175p,) = im Jahr 175 nach Christi Geb.: P, IIa. IIP oder Ip, IIP, IUP etc. = im ersten, zweiten, dritten Jahrhundert vor bzw. nach Christi Geb. Der Zusatz von i (z. B. lai. Ip») bezeichnet den Anfang, m (z. B. Kam. iipm) die Mitte, f (z. B. IIP1. IIIi'O das Ende des betreffenden Jahrhunderts.
Eine eckige Klammer | ] kennzeichnet eine Lücke im Text, die ergänzt wird: eine runde Klammer ( ) schließt die zur Ergänzung abgekürzter Wörter beigefügten Buchstaben ein: zwischen stumpfe Winkel () wird ein entweder durch Schreib- versehen oder infolge eines lautphysiologischen Vorgangs ausgefallener und zu ergänzender Buchstabe bzw. eine derartige Buchstabengruppe oder Silbe gesetzt. Der stumpfe üoppelwinkel ({ )) schließt überflüssige, vom Herausgeber getilgte Buch- staben oder Dittographien ein: was vom Schreiber selbst getilgt ist. wird zwischen eckige Doppelklammern [[]] gesetzt.
XX Berichtigungen und Nachträge.
BERICHTIGUNGEN UND NACHTRÄGE.
S. 2 unter a) im letzten Beispiel statt PS : PSI.
S. 12 Fußnote 1 ist die Klammer nach anab. zu tilgen.
S. 31 Anmerk. 1 Z. 2 v. oben: 364f.
S. 32 Z. 9 v. unten statt § 10 II 3 : § 10 B 3.
S. 34 A im kleinen Druck Z. 4 ist die Klammer vor epia zu tilgen.
S. 39 Z. 18 v. ob. ist TTToXeuaieia ebenda IV 364. 3 (251a) zu tilgen,
weil das Zitat 25 lp geschrieben, also nicht ptolemäisch ist. S. 53, 3 kleiner Druck Z. 5 statt TrXnYais: TiXirfai?- S. 63 Z. 1 v. ob. statt cru: o~u. S. 78 Dach Z. 2 v. ob. ist einzufügen: Über öaoi in der Bedeutung
.alle' (öo"at r)|uepai, öo~ou vuktcc;) vgl. unten S. 345. S. 92 Z. 12 v. ob. ist 9euupeo|uai als med. taut, zu tilgen. S. 115 Text Z. 2 v. unten fehlt nach xiOrnui ein Doppelpunkt. S. 115 Fußnote 2 nicht Par. 36, 13, 5, sondern Par. 63, 13, 5. S. 176 b) Z. 4 v. unten Korrnrio) xiva statt Kaxnxiw xivd. S. 177 Überschrift statt Indications: Indicativus. S. 187 c) kleiner Druck Z. 9 von ob. ist das Beispiel Trepi ujv etc.
zu streichen. S. 196 Text Z. 3 v. unten und Fußnote 3 Z. 6 ist ein 1 in manchen
Exemplaren abgesprungen. S. 223 a.) Z. 4 von oben nicht be(i)ov, sondern be«i))ov. S. 246 P'ußnote 1 zu ergänzen: Schniid Attic. II 59 f. findet tva dv
mit Konj. im corp. inscr. Att. III 1 Nr. 48, 25 f. (305p).- S. 247 statt V. Absichtssätze mit örruug: IV. Absichtssätze mit öttujc;. S. 258 statt VI. Absichtssätze mit ibc;: V. Absichtssätze mit wq. S. 260 statt VII. Rückblick: VI. Rückblick. S. 299 Z. 7 v. ob. statt rpYoXaßriö'ao'i : epYoXaßriaaö'i. S. 305, 5 Z. 9 v. ob. statt dvaypaujdeiuvoc; : dvorfpai|jd|uevoc;. S. 308 Z. 14 v. ob. statt dvr) — KeiKa6r|Kei: dvn.Kei — Ka8n.K€i. S. 311 Z. 12 v. unt. statt eupeiv: eupeiv.
ERSTES KAPITEL.
AUSDRUCKSFORMEN FÜR NOMINALES SUBJEKT,
OBJEKT UND PRÄDIKAT. FEHLEN DER SUBSTAN-
TIVA IN DIESEN SATZTEILEN.
Die herkömmlichen nominalen Ausdrucksformen, vor allem die mit Substantivum, dauern in der Papyrussprache unverändert fort. Besondere Erwähnung verdienen folgende für die Koine meist charakteristischeil Erscheinungen.
I. ERSATZ VON SUBSTANTIVEN DURCH NICHTSUBSTANTIVISCHE NEUTRALE AUSDRÜCKE1).
§ 1. Substantivierte neutrale Adjektiva und Partizipia2).
1. Im Singular.
a) zur Bezeichnung abstrakter Begriffe:
tu avorfKotiov (Notwendigkeit): kutü tö avorfKaiov P. Heidelb. = SB 4638, 12 (nach 147 oder 136a). Tor. I = Mitt. Chr. 31, 3, 6 (116a). aüxö tö avar- kcuov PSI IV 418, 9 (IIIam); VI 566,7 (254a). — auTeYYUOv (Bürgschaft, die man selbst leistet) Cair. Zen. 30, 9. 12. 18. 21 (255a). -tö beivöv (Schrecken): toö beivoö Ka6' ö\nv in[frao\v ßapüva]vToq ri)v x<hpav Or. gr. 194, 15 (42a). — tö biov (Ge- bühr): kcttü beov PSI VI 552, 5(269 oder 221a). tu irapd tö W((i))ov xexeipio-ueva Teb. I 27,41 (113a). — tö biKouov I Recht: stehend in Bittschriften in der Formel i'va toO biKaiou tüxw -/ebenso tö bixmov ü-rroaxeiv, onrobouvai, z.B. Magd. 3, 11 (222a); Petr. III 20 col. 2,13 (246a). uittxew Kai Xaußdveiv tö b. PSI VI 599,4
») Krüger § 43, 4. Kühner-GerthI266ff. Brugmann-Thumb 473. Gilders- leeve Svnt. I §36. Schmid Attic. IV 608. Blaß-Debmnner N. T. §263. Rader- macher N. T. 168 (substantiviertes Partizip). K. Wolf, Studien zur Sprache des Malalas II S. 10 ff.
"-) Von den überaus zahlreichen Beispielen soll nur eine Auswahl des Bemerkens- werten geboten werden. Für Präpositionalausdrücke mit neutralem Adjektiv oder Partizipium sei teils auf die Lehre vom Artikel, teils auf die einzelnen Präpositionen verwiesen.
M ;i \ srr. Papyrusgrammatik. It.
2 Substantivierte neutrale Adjektiva und Partizipien. § 1.
(IIP); Teb.15, 213 (118a). II Rechtsanspruch: tö bucaiov xf|q öUYYpacpn«; Tor. XIII = Mitt. Chr. 29, 12 (147a). Kard tö biKaiov Cair. Zen. 26,21 (255a). — tö buvctTÖv (Möglichkeit): koto tö 6. PSI V 549, 1 (42a); Leid. P 1 (IIa). — tö eiuj6ö<; (Ge- wohnheit) PSI V 488, 18 (258a). — lv tum ^uqpavei (in der Öffentlichkeit) Hib. 93, 3 (nach 250a). — tö öetov (Gottheit): eöaeßiD«; biaKeiuevo«; Trpö; tö 6. Or. gr. 737, 8 (IP); Lond. I Nr. 21 (p. 13) 11 (162a); Nro 40 verso (p. 29) 4 (161a); Par. 29, 9 (160a); Dresd. I (Wessely) 6 = Par. 30, 14 - Leid. D. E (um 160a); Leid. B 2, 7 (164a); Fay. S. 48 - SB 5219 (Inschr.) 13 (69— 68a); Inschr. von Batn-Herit = W. Chr. 70, 14. 23 (57 — 56a). — tö KaXux; l\ov (Ehre, Anstand): ouveko. toö ßeoö Kai toö KaXiIx; £xovto<; Petr. II 19 (1) 3 (IIP); Par. 35, 27 (163a); 40, 47 (156a); 63, 8, 11 (165a); Fay. 11, 21 (nach 115a). In prädikativer Verwendiuig Cair. Zen. 8, 6 öttuj«; YevujvTcu tö aTeY«o"uaTa toi«; ttXoiok; xpr\OTd xe Kai toö koXujc; ex0VT°S = m gutem Zustand (257a). In konkretem Sinn 29, 3 öirwq Trpa9f|i (ö oivoq) toö KaXüX Jxovtoi; d. h. zu annehmbarem Preis (255a). — tö XuaiTeX^c (Vorteil) Teb. I 24, 71 (117a). Ebenso tö XuaiTeXouv PS. IV 435, 22 (258a). — tö uapöv (Gegen- wart) oft in Präpositionalausdrücken wie ^tri toö TrapövTo;, z. B. Petr. II 11, 1 (IIP); 13 (18a) 10 (258— 53a): 14 (1*>) 5 = III 46 (1) 18 (IIP). Lond. I N. 45 (p. 36) 22 (160a). Thb. Bk. XII 9 (Ilaf). Rein. 18, 23 = 19, 5 (108a) etc. KaTd tö irapöv Thb. Bk. VIII 13 (130a). ■ — KUTä tö anjuTTüJuevov (stillschweigend, ohne weiteres) P. Heidelb. = SB 4638 (147 oder 136a). — TÖouucp^pov (Nutzen) PSI IV 440, 15 (IIPm). Teb. I 24, 54; 25, 6. 11 (117a). BGU VI 1301, 5 (II— P). — tö öutt^iköv (Familien- recht) Grenf. I 17, 6 (nach 147 oder 136a). — tö xpntfipov (Interesse): irpö; tö Mr) TiveoGai tuu ßaciXeT tö xpnaiMov Alexandr. 4, 3 (IIP); PS. IV 441, 23 (IIP m).
b) Sammelnamen in Form substantivierter Adjektiva1):
toö irap' rm[üjv ireCou] Kai i-rnri[Koö auv]KpouadvTUJv [tuu 7re£üJi] Kai iir- ttik[üm aü]TUjv P. Cairo = W. Chr. 11 A col. 1, 25 (123a). — tovc, d<; tö voutiköv KaTaKexujpia|Li^vou<; (in die Matrosenliste aufgenommen) Par. 66 = W. Chr. 385, 30 (IIP). — Tüjv lv tuji OTpaTiujTiKUji TeTaYucvujv (die Angehörigen des Krieger- standes) Hai. 1, 156 f.; 161 oi ev tum OTpaTiuiTiKtlu övre? (IIP), tüjv ev tuji aTpa- TiujTiKüji (Kriegerliste) qpepoju^vujv Par. 63 = Petr. III Einl. p. 26, 103 (164a). öttulx; qpepnrai ev tum aTpaTiuuTiKüji Vat. E = UPZ 15,10 (156a)2).
c) Zahl- und Quantitätsbegriffe:
bid tö |ur| d6poö v (große Portion) f|ud<; Xajußdveiv Petr. II 11 (1) = Witk. ep. pr.2 3, 7 (um 252a). — ert ßpaxö (kurze Lebensdauer) exw Par- 51> 17 = Wilcken. Arch. VI 204 (159a). — tö rjiuiau (n.Muau) Petr. II 11 (1) 5; III 19 (c) - 20 (2) 28 (225a) u. o. toö nuiöou? Hib. 51, 6 (245a). Teb. I 5, 176 (118a). toö dXXou r)u{- oovq BGU (III) 993 III 2 (127a) etc. tö f^iattov BGU (VI) 1292, 5 (80a). — tö i k a v ö v (das genügende Quantum) PSI VI 554, 23 (259a). — t ö rr X e T o v Kai t ö £ X a a - aov (Überschuß und Abgang) Rev. L. 29,16; 50, 12 (258a). -tö xoXkoöv (die be- stehende Kupferwährung) P. Gizeh Mus. Arch. II 80, 12 (22f>a). Amh. II 43, 10 upö«; tö ßaöiXiKÖv xoXkoöv (173a) u. oft.
Multiplicativa: bnrXd<nov PSI IV 392, 10 (242a). oittX oö v SB 294 (In- schr.) 5 (unb. ptol.). tpittXoöv Rev. L. 19, 14; [ttc v]Tr|KOVTaTrXoö v 11, 2 (258a) etc. iroXXaTTXdaiov Cair. Zen. 5, 8 (257a). Über Bruchzahlen wie tö tpitov, tc- TapTov, niuiöXiov. ^Tiib^KaTov etc., bei denen uepo? vorschweben mochte, s. unten § 7 S. 24.
*) Kühner-Gerth I 14,3.
2) Bei letzterem Ausdruck könnte man auch an die Ellipse von \6foq denken, worüber unten § 7 S. 21.
§ 1. Substantivierte neutrale Adjektiva und Partizipien. 3
d) Konkrete Ausdrücke1):
Adjektiva: to äf\ov (Heiligtum) Kanop. Dekr. 59; ebenda tu dbuTov (Allerheiligstes, eigentlich unzugänglicher, unterirdischer Raum) v. Jihr 236a; ebenso Rosettast. 6 (196a). — tö ÜKpov (Spitze) Tf\q oxidc Inschr. einer Sonnenuhr SB 358, 4. 8. 16. 23 (IIP). Cair. Zen. !», 7. 17 von der Spitze eines Schattendachs (267a). — tö äEiov (das (iel)ührende, Dienstentsc hiidiirun;:) Ifib. 110, 63 (nach 255a). Vgl. Preisigke, Klio VII 247 2). — dpYbv (unbearbeitetes .Material): Petr. 114 (2) 8 iLfpayd o"oi 8 bei bo9r|vai €i<; e<ao"TOv dpYoü Kai tö xdTepYov (255 — 54a) 3). — tö apxaiov (Kapital) Hib. 30, 19 (300— 271a); 92, 15 (263a). — dauXov (Frei- stätte) SB 5827, 1 (69a). Inschr. v. Batn-Herit - W. Chr. 70, 1 (57— 56a). — ßaai- kiov (Diadem) Rosettast. 45 (196a). — ßacnXiKÖv (königliche Kasse, Bank) Eleph. 14, 2. 14; 19, 15 (223a). Hib. 47, 23 (256a). Magd. 1, 5. 7 (222a); 5, 14; 36, 5 (Illaf). Lille 26, 7 (IIP). Petr. III 12 (= 1 11) 10 (235a) u. oft (s. Indices). — TÖbnuöaiov (Staatsarchiv) SB 3926 (Inschr.) 7 (76— Z5a). Vgl. Petr. III 7, 14 (238a). Preisigke, Girowesen, Index S. 563. — tö btdcpopov (Posten bei Berechnungen): bidepopov ^Tfißo\f|c (für Zuschlagsteuer) Teb. I 99, 51 (nach 148a). b. toü TTpoxeiu-evou dpYu- piou (Differenz bei der Kursberechnung) T^b. I 120, 115 (97 oder 64a); 121, 7. 23 (94 oder 61a). P Meyer Gr. T. Nr. 1, 7 (144a). tö bidqpopov tüjv ^XarrovoüvTiDv K€püu.iujv Magd. 26, 12 und verso -rrepi biaqpöpou oi'vou (218a). Ähnlich Teb. I 60, 60; 61 (b) 50 (118a) u. o. tö bidqpopov irapd Tdq b (bpaxM-dc;) büo ößoXoi Petr. II 4 (3) 9 (255a) scheint zu bedeuten „der Zins von 4 Dr."; s. auch 20 col. 2, 13 (252a); III 69 verso (IIIa). Oft ist bidqpopov allgemein = Summe Geldes, auch Kaufpreis: trepi biaqpöpou oü biaXerouai PSI IV 330," 8 (258a); 398, 9 (239a); VI 567, 9 (254a). Par. 24 = UPZ Nr. 3 recto 7 Xaßwv Trapd tivujv bidqpopov (164a). Über den ebenso häufigen Plural bid- qpopas. unten. — gYTparrTov (Schriftsatz, Schriftstück) Rein. 18, 31 = Mitt. Chr. 26 boüvai tö<; maTeic; bi* i^fpdnrwv (108a). Magd. 18, 5 ÖTroaTaXn.vai AiOYevr|v jaeTd tujv ^YTpä'TTUJv (220a). — eiriTiuiov (Strafansatz im Zivilprozeß) Hai. 1, 208 (IIP). -eiriTinovl Vertragsstrafe: Cair. Zen. 53, 10 (246a). Hib. 29, 11 (nach 265a); 19, 19 (222a); 91, 7 (244 oder 219a). Tebt. 1 105, 35. 37. 44 (103a); 110, 11 (92 oder 59a) u. o.
II Schmugglergut: Petr. II 30 (f) 2 (IIP). Tebt. I 38, 7 (113a); 39, 9 (114a). — ipfd- öiuov I Arbeitslohn: Par. 60 (bis) = W. Chr. 30, 20. 25 (um 200a). II Ackerland: Hai. 1, 103 £Euj toü [epY]ao~iuou, |ur|be idv tu; tv tuji ^p[Yaaiu.]uui öpüEr)i (IIP). — i&iov (Eigentum): häufig eK tou ib'.ov, z. B. Lille 5,23 (260—59*). Petr. III 100 (b) col. 1, 22. 25. 27; col. 2, 1. 3. 5. 14. 17 (IIP). Teb. I 10, 6 (119a); 75, 7 (112a); 105, 3. 19. 24 (103a). P. Louvre = W. Chr. 167, 23 (131a) etc. ei<; tö i'biov KOTaxujp^eiv Rev. L. 16, 13 (258a). — iepöv passim. — koivöv I Staatskasse: dTTOTeiödTUj ei<; tö koivöv Petr. II 44, 21. 24 (IIP). II Verein, Kollegium: beböxöai tuji koivuji tujv irepl töv Aiövuaov TexviTüJv Or.gr. 51, 14 (239a). — ^tö Xoittöv (Rest): if\c, Xeia«; Petr.
III 64 (c) 11 (258— 53a); toü KXnpo» Tebt. I 61 (a) 54. 59. 62 (118a); rf\<; obeias BGU (III) 999 I 7 (99a); thv Tiuriv toü Xomoü Tebt. I 459 - Witk. ep. pr.2 68 (5a) u. o. - u.<!Xav (Tinte) Sakk. 30 (IIP). Tebt. I 112 col. 2, 37 (112a). Grenf. II 38, 8 (Pm).
') Von den überaus zahlreichen, ' zu allen Zeiten geläufigen Substantivierungen sollen nur typische Beispiele aufgezählt werden.
2) Statt dEiov vermutet Schubart Einf. S. 61 dE(öv)iov und denkt dabei an den Rollenstab.
3) Wilcken GGA 1895, 147 erklärt die Stelle überzeugend: „was einem jeden an unbearbeitetem Material als Pensum zugewiesen werden soll sowie auch die Übersicht über die fertiggestellten Arbeiten (tö kot' £pyov analog zu tö kot' dvbpa, oder auch tö xdTepYOv = das Fertiggestellte, das Arbeitsquantum)". Mahaffy App. zu Petr. II S. 4 verstand öfYoü = resting-time unter Berufung auf Rev. L. 46, 12. Vgl. auch K. Fitzler, Steinbrüche 31. Fr. Oertel, Liturgie 19.
1*
4 Substantivierte neutrale Adjektiva und Partizipien. § 1.
Oxy. II 326 (etwa 45 p.). Lond. I p. 92, 231 (IIP). — |ue aibio v (eine bei einer Ver- trauensperson niedergelegte Urkunde) PSI VI 551, 9 eböGr) f\ 0uyyp<x<P>1 .ueaibiov (Vi- telli: „in consegna") (JxxpdTrp (272a). Vgl. Magd. 30, 3 (218a) und Jouguet zur Stelle S. 166. — ev tüji |u £ o uu i dfrrobiboaOai (auf dem Weg emer öffentlichen Versteigerung verkaufen) PSI IV 434, 11 (261a). Vgl. auch IV 351, 1 toi epY« xä Iv tüji jaeauui bia- iruuXei (254a). — traxpiKÖv (Erbgut) Par. 22, 33 (um 165a). twv pe|iuo"Guj|uevujv eig tö TrarpiKÖv (Erbpächter) Teb. I 512 (118a). — rrepi toü CKioirpujipou Kai axio- irpüiuvou (Schattendach auf dem Vorder- und Hinterdeck) PSI V 533, 15 (IIP1). — öTepeöv (Gnmd imd Boden) BU (III) 994 III 1 (113a). Grenf. I 25 col. 1, 3 (114a) u. sonst. — Te\ujviai|uov (Zollgut) Cair. Zen. 46, 8 (249a). — xeTpdTuivov (Vier- eck) Rosettast. 45 (196a). — öuaiBpov (stativa) Amh. II 36, 7 (135a). Grenf. I 42, 3. 13 = W. Chr. 447 (IIa). Vgl. Polyb. 1 12, 4; 40, 6. 9. Nach S c hl age te r 58 ein Ionis- mus. — üirepGupov (Oberschwelle) PSI V 496, 4 (258a). — tö üttöXoyov (Land, dessen Ertrag wegen mangelhafter Ergiebigkeit bei der Berechnung abzuziehen ist)1): stehend als landwirtschaftlicher t. t., z. B. Tebt. I 10, 3 Tf|<; ev üttoXöyuu yh? (H9a); 28, 7 tö üttöXoyov (nach 114a); 36 ty\v iepdv e'xövTwv ev uttoXöywi (IIaf); 60, 7 üttoXöyou dcpöpou toö eKTÖ<; niaGibaeun; (118a); 67 ev üttoXöyuu; 61 (a) 157; (b) 104. 110. 129. 198 etc. Vgl. Index Tebt, Is. v. — xeipiOTiKÖv (Handlangerlohn) Tebt. I 121, 49 (94a oder 64a). Später, z. B. Cair. Goodsp. 30 S. 31 (191— 92P) in der Bedeu- tung Tagebuch, Merkbuch.
Partizipien: tö dirriYluevov in den Tebt. Pap. = das ertragfähige Land und seine Erträge (Pr eisigke, Fachw. s. v.), z. B. 60, 98; 61 (a) 203. 210. 217. 221; (b)-249; 67, 36. 47. 55.' 60. 78 (118— 117a); 68, 40, 45. 58 (117a); 70, 27. 33. 47. 59 (IIP); 72, 223. 309. 310 (114a). S. Index Tebt. I. tö Yivöuevov (Betrag, Summe): tö
Yivö|uevov toö Meoopri Sakk. 51 (IIP), tö Ylvöpevov «utüji irapä OiXuuvibou Petr. II 16, 11 (IIP). e'KOeivai f}piv tö Yw(öuevov) Lond. I Nr. 22 (p. 7) 8 (164— 63a); Nr. 41 recto = UPZ 57, 1 (16P). PSI IV 440, 9 direXciToupYnaajxev tö Y>vodevov rpuiv = die ims zukommende Leistung (IIP). — tö biöTaZöpevov (Streitpunkt) Par. 63 = Petr. III Einl. p. 22,57 (165a). — tö e'vocp ei Xö uevo v (Schuld) Rev. L. 19, 2. 10 (258a) u. o. - tö eirißdXXov (der zufallende Teil) vgl. §20 s.v. — tö eiTiKXri0ev (Gegenstand der Klage) Frankf. II Nr. I 17 (214a). — uapü TÖKaGfiKov (wider Gebühr) Tor. I = Mitt. Chr. 31 col. 4, 4 (116a). - tö KaTdKpiBevaÜTüJv (der über sie gefällte Schiedspruch) Cair. Zen. 12, 3 (256a). — tö |LieTeveYX0^v (Übertrag, d. h. der von einer Steuerkasse auf eine andere über- tragene Überschuß) Rev. L. 17, 16 (258a). — tö irepiöv (Überschuß) Rev. L. 16, 16.18; 17, 14 (258a). — tö TrXeovdZov (Mehrbetrag, Mehrertrag) ebenda 57,. 13 = 59, 15 (258a). — tö TrpoboGe'v (Vorschuß) Eleph. 28, 6 (IIIa *). — tö tt p o k e i u e - vov (die jetzige Ordnung, Praxis): ebr)Xou? biaaaqpn.o'ai aoi, dirö rivoc, xpävou tö trpo- xeiuevov ovviaTryav Par. 65, 8 (146— 35a). Tebt, I 14, 7 (114a). Grenf. II 23, 20 (108a) u. o. — t ö Trpoqiteoöv (Nachricht) Tebt, 1 39, 6 (114a). — t ö izpoqx er ay-' uevov (Verfügung) Heidelb. = Preis. Samm. 3926 (Inschr.) 4 (76— 5a); ebenda 5827, 25 (69a) u. oft. — tö 7rpoTeivö|uevov (die gestellte Aufgabe) Par. 63 = Petr. III Einl. p. 32, 160 (164a). — TÖöuvKexpipevov (die Entscheidung) BGU VI 1214, 18 (IP). - tö TeTaYuevov (Garnison): r|vaY><d00r|v dvaXöaou eiq tö TeTcrfM^vov Tor. I 2, 16 (116a). dq Trjv AeEeiXdou ariM^av (Kompagnie), r\ tö TeTcrfM^vov exet e"v Me'uqpei Lond. I nr. 23 (p. 38) 24 (158a). BGU VI 1247, 4 (149a); 1297, 7 (248a). Preis. Samm. 623 (Inschr.) 4 (80— 69a).
*) Vgl. die Definition Amh. II 68,7 £t oö oubev dTrXw? de, tö br)|uöoiov irepi- reiveTai (I p. C). Zur Sache weiterhin die Herausg. v. Tebt, I S. 540. Wilcken Grdz. 273.
§ 1. Substantivierte neutrale Adjektiva und Partizipien. 5
2. Neutrale Adjektiva und Partizipia im Plural mit meist konkreter Bedeutung.
a) Bemerkenswert sind folgende Adjektiva: &fp aq>a (nicht einzeln aufge- führte Posten in Rechnungen): eic, t\(\.iy\v) dYp(dqpwv) Tel). I 112, 104 (112*). db^aTTOTü (herrenlos gewordener Besitz; Preisigke, Fachw. s.v.) Till). Bk. III l', 13 (131a); IV 2, 9 (130").' BGU VI 1218, 9; 1219, 10. 24 (IP). — dvuTKuiu (Bedürf- nisse) Magd. 18, 6 (221a). Preis. Samm. 5942 (Pap.) 7 (25P). PSI IV 392,4(242a); 416, 7 (IIP); VI 552, 41 (269 oder 231a) etc. — dvay v uuari xd (Dinge zum Lesen?) in einer Aufzählung deponierter Gegenstände: Grenf. I 14, 10 (150 oder 139a). — toi diraiTr|0i|bia (Forderungsliste) Tel). 1 61 (b) 190 (118— 17a); 72, 106. 218 (114— 13a) etc. — dpaKÖatropa (Arakossaat) BGU VI 1292, 54 (80a). — dp Yupixd (Geld) Lille 28, 14 (IIP). — ß airid (gefärbte Stoffe) Par. 52, 8. 10 (163a); 53, 5; 54, 5. 39. 59. 75 (um 160a). — oi t d ß a a i X i x d TrpaY|naTeuö,uevot (Verwalter der königl. Kasse) Rev. L. 20, 15 (258a). tüjv xd ßaaiXixÖt xai irpoc;obtxd xai ibiuiriKd xpivöv- tudv xpri|LiaTiOTüjv (die in Prozessen entscheiden, welche die königl. Kasse, die Ein- künfte und das Privateigentum betreffen, d. h. Königs-, Finanz- und Zivilgericht) Amh. 1133,9 (nach 157a). Tor. XIII 6 (147a). irpovoeiaöai tüjv ßaaiXixüjv (für die Interessen der Krone sorgen) Teb. I 40, 12 (117*). üjot' äv . . . dXdTTUJua TrapaxoXou- GeTv xoTq ßaaiXixoiq (nicht Y^wpYou;, wie Vitelli meint) PSI III 168, 25 (118a). rove, tipöq xp£iai? Tlüv Te ßaaiXixüjv xai ttoXitixüjv xai iepeuTixüjv (Be- amte, die dem Königshaus, dem Staat und religiösen Interessen dienen) Teb. I 5, 255 (118a). rrpö? ßaaiXixd in Gerichtsentscheidungen: nach den königlichen Bestimmun- gen, so PSI IV 321, 16 (274— 73a); V 509, 17 (256a). Hib. 93, 10 (nach 250a); 94, 15 (258a); 95, 14 (256a); 124 u. 126 (nach 250a). Cair. Zen. 36, 12 (254a) etc. — ß ü a a i va (Byssusstoffe) Eleph. 17 (a) 12; aber 16 ßuaeivujv ööoviujv (223a). — bidqpopa (vgl. oben S. 3) = Posten, Summen, Gelder: Td irpöi; töv berfuxmajuöv bidqpopa = die für die Prüfung der gelieferten Waren ausgelegten oder berechneten Gelder Rosettast. 30 (196a) !). rd bidcpopct xf\c; &icnrpd<reujs PSI IV 434, 8 (261a). Rein. 7, 18 (141a). Tebt. I 24, 50 (117a); 74, 67 (114a); 78, 83 (112a) = Posten. Die Bedeutung „Zinsen" liegt vor Par. 63 = Petr. III Einl. p. 26, 108 baveiZoiuevouq fjeiZövwv biaqpöpujv (164a). Grenf. 137, 7 (IIa>). eßXaipav tu bi' auToü bidqpopa Grenf. I 17, 15 (nach 147 oder 136a). Rückstände, Ausfälle: bidepopa ouk öXiYa P. Cairo = W. Chr. 11 B 8 (123a). — Td bixaia (ein gerechtes Urteil): tüjv bixaiuuv TeüSD|uai Magd. 7, 9 (218a); 25, 10 (221a). PSI IV 383, 16 (248a). Trdvra Td xaO' iyiäq bixaia (alle Rechtsansprüche an uns) PSI IV 360, 11 (252a). Td bixaia noieiv tivi (einem sein Recht widerfahren lassen) Hamb. I Nr. 27, 2 (250a). Konkret: Berechtigungsausweise BGU (III) 1002, 14 (55a). Vgl. Preisigke, Fachw. s. v. — eYYOua (Grundstücke) xai vauTixd (Schtffsge- räte) Eleph. 1, 13 (311a). tujv iraTpixüjv eYYaiujv Lond. II Nr. 401 (p. 13) '8 (116— llla). — Td 4SrjKoveriMepiaia (Grünfutter, das in 60 Tagen wächst) Cair. Zen. 54 (b)5(246a). — eTrdpbia (bewässertes Land) Amh. II 36, 11 (nach 135a). — embe- x a t a (Extrazehnten) Hib. 92, 19 (263a). Td eiribexaTa xai eTriTrevTexaibexara Hai. 1, 141 ; 149 (IIP). Der Bruchteil in mehreren Fällen. — Td e-rriXonra (Restb 'träge) Tebt. I 58, 36 (IIP). — t d £ u ( ff r\\i a rr\q iepdq YP<WaTix?|<; (die Zeichen der hei- ligen Schreibweise) Kanop. Dekr. 64 (236a). — diriaTcopa („after-crops", Gemüse; Hesych. Td Xdxava) : tüjv xXwpüüv xai tüjv dXXiuv ernöTröpurv Tebt. I 27, 37. 55. 73 (113a)-)- — Td eiriöTaTixd (Vorstandschaft) Teb. I 5, 63 (H8a). - Td e tri Tri - b e i a (Lebensmittel) Hib. 110, 10 (nach 270a). Lond. I Nro 23 (p. 38) 16 ^mTnbnai Wilcken (158a). — dq Td eaxaxa (in die äußerste Not) (?XnXue6TO<; Vat. A 12 (168a). — i'va tüjv euYvwuövwv (Gnade) tuxuj Magd. 31, 11 (218a). — Td e qp u -
') P. Meyer, Gr. T. S. 6, 24 erklärt: „Zuschlagsteuer für die Prüfung". -) Über die Bedeutung von erriOTropa (schon bei Theophrast) vgl. Plaumann zu Pap. Grad. 8 (Sitzungsb. d. Heidelb. Ak. phil.-hist. Kl. 1914, Nr. 15, S. 50).
6 Substantivierte neutrale Adjektiva und Partizipien. § 1.
uepu (wohl Obergeschoß, vgl. ÜTrepüjov) t?\c, oMac, BGU VI 1247, 11 (149a). — eic, tö rju^Tepa (in unser Haus) Magd. 2, 5 (221a). — tüjv axa9,uüjv Kai tüjv irepi- ßöXuuv tu uev r|uiar| (jedesmal die Hälfte) toüc; eTTi0Tä0uou<; exeiv, tu oe f|uian. toöc; Kupfou? Petr. III 20 verso col. 3, 3 - W. Chr. 450 (262a). PSI IV 433, 6 (261a). Lond. 117a = UPZ 23, 21 (162a). — xa tbio (Eigentum): tö ibia biaBeuevo«; (über sein Eigentum testamentarisch verfügen) PSI IV 424, 5 (IIP), tüjv ibiwv aTepn.er|vai Tor. II 5 (116a). diroKaTaöT^aiu toic; ibioi? (= joxq ibioiq dvaXüJuaaiv) Amh. II 48, 11 (106a). toi? ibio(i)<; eEr|o8evr|KÖTa? (im Vermögen heruntergekommen) P. Meyer Gr. T. Nr. 1, 16 (144a). dvf|X9ov uv dq rä ibiä uou (in meine Heimat) PSI VI 591, 16 (IIP). — TüJi irp /.KTopi tüjv ibiujTiKuiv (private Abgaben) Ilib. 34, 7 (243a). Vgl. auch oben unter ßuaiXiKd. — TuxeTv 0e udvTeuv tiüv KaXüJv (Glück) Petr. II 13 (19) 6 (um 252a). — Td KaTaurjvia (monatliche Reinigung der Frau) SB 3451 (Tempelinschr.) 13 duö KaTa,uriviwv, d. h. nach der Reinigung (Preis. KaTUur)viüJv) ; Zeit unbestimmt ptol. — tö koivö I Gemeinsame Mittel: bÖTwaav ex tüjv koivüjv (opp. ibiwv) Grenf. I 21, 20 (126a). II Die üblichen Formeln in den Präskripten bei Aufzählung der eponymen Priester: Teb. I 61 (a) verso (p. 182) descr. ecp' iepeuuq TTto- Xeuuiou tou eiriKaXouuevou ÄXeEdvbpou Kai tüjv dXXaiv koivüjv (und den üblichen betreffenden Eponymen) tüjv -rpcqpou^vujv £v ä\ £avbpeiui (107 — 01a). Leid. 0 6 (89a). BU (III) 1002, 2 (55a). Oxy. II 236 b. c (P). uerü tu koiv i Lond. I Nr. 3 (p. 46) 3 (146a). Leid. M col. 1, 2 (114a) = nach den üblichen Eingangsformeln. Ver- kürzter Ausdruck, da die Aufzählungen immer länger wurden. Ähnlich Giss. I 36, 9 Kai TdXXa Td koivü (135a); 37 col. 2, 4 (136a). koivüjv tüjv övtuuv ev ÄXetavbpdui Rein. 22, 2 (107a). ■ — xä Xonrd (Rest) Tf|<; Ttuf|<; Rein. 7, 13 (141a). — Td urj TpiKÜ (Muttererbe) SB 4512, 85 (167 — 134a). — vauiiKa s. oben unter erYcua- — ^T v e w v (von irischer Frucht) Hib. 85, 27 (26P). Tebt. I 61 (b) 315 (118a); 120, 139 (97 oder 64a). — tö vöuiua (Gebräuche) Dresd. recto = UPZ 43, 7 (162a). — Eev ikö (aus- ländische Abgaben): tüü tüjv EeviKüjv -rrpÜKTopi Tor. XIII 15 (147a). Tebt. I 5, 221 (118a)u. o. — tö EüXiva (Zeltpflöcke) PSI V 533, 6 (IIP m). — dpcpaviKd (Wai- sengüter) P. Heidelb. + Grenf. I 17 = SB 4638, 7 (147 oder 136a). — iraTpuna (väterliches Erbe) Eleph. 5 verso 3 (284 — 83a). — iretpaiü (in der Nähe der Felsen lebende Fische) Cair. Zen. 15, 1 (256a) ')• — tt i ot d (Pfänder) Petr. II 19 (1) 4 (IIP). — ttXüöi uu (Wäsche) Sakk. 59. 60. 94. verso (IIP). — iroXuuiTa (buntge- musterte Stoffe) Petr. III 120, 4 (IIP). Zur Sache Reil, Hellenist. Gewerbe 94. 113 ff. 119. — TrüEiva (Gefäße aus Buchsbaum) Grenf. I 14, 14 (150 oder 139a). — ouj- püuia („a kind of cloth used for burials") Hib. I 67, 14. 21; 68, 8. 18. 19 (pap. oo- püjiu) v. J. 228a. — - t i u t a (Wertgegenstände) tüjv iepüjv Rosettastein 33. 35 (196a) 2). — (piXdvOpujTTa (Gnadenerlaß, Amnestie) PSI V 502, 18 (257a); VI 554, 35 (259a). kutü tö eKKei.uevov tüjv qpiXavGpu'jTTUjv -rrpöcTaYua Tib. I 73, 3 (113 — llla); 124, 7 (nach 118a). Tor. I 5, 21; 7, 17 (116a). SB 620 (Inschr.) 3 (97— 96a). P. Meyer Gr. T. -X r. 1, 24 (144a). tüjv Td cpiXdvBpuuira ex"VTwv SB 59, 9 (Personalliste auf Stern)
60 (unb. ptol.). - x^ujpd (Grünfutter) PSI IV 372, 11 (250a); V 510, 7 (254a). Teb. I
61 (a) 206. 218 (118a); 66, 47. 54 (121a); 67, 41. 57 (118a) etc. — X P H o" i ua (die Inter- essen): iva ui")8ev irupa\eiTTr|Tai tüjv tüji ßaaiXei xP'löiwwv Hib- 82, 21 (239a). — üjpu iu (Früchte der Jahreszeit) PSI V 535, 44; VI 594, 12 (IIP-»).
b) Besonders zahlreich sind neutrale Partizipien im Plural. Es seien nur folgende angeführt: tu dEioüuevu (unsere Bitte) Leid. B = UPZ 20, 47 (163a). — Td dTToXeiTTovTu (der Minderertrag) Teb. I 61 (b) 377 (118— 117a); 72, 379 (114— 113a). Td diroXeiiyovTu (die künftigen Ausfälle) Teb. I 10, 5 (119a). — tu ötto- uapTupn.9^ vt u (die Zeugenaussagen) Magd. 18 = .Mit f. dir. 11,4 (221a). — tu
!) Vgl. Theop. Com. bei Ath. XIV 649.
a) Eleph. 11, 7 [•mip'ilYpuqpe rjpiv ü-rröxeipu (was Rubensohn erklärt: „eigen- händige Beglaubigungen") hat Crönert, Lit. Zentr. 1908, 270 in üttö xeiPa = sogleich berichtigt (223a). Vgl. Petr. JI 20 col. 2 = III 36 (b) col. 2, 7 (252a). Tebt, I 71, 15 (114a).
§ 2. Substantiversatz durch neutralen Artikel mit Genitiv. 7
Tivöu.eva (Kosten, Gebühren) Hib. 92, l'.i (263a); 111, :;i (nach 250»), PS] 1\ 2. 13 (248a); VI 554, 25 (25!)") = Ernte. rä Trotpd aou YP aqxfvxa (deine Zu- schrift) Teb. I 19,3 (114a.) tu Tpatpöueva (Briefschaften) BU (III) Kill II 24 MI'». xd bvaYpaqp^vxa (vorgeschriebene Beiträge) PS] V 614, 4 = 8x6 i-niaraKivxa (252a). tu TrpoqoiaYpaqpöpeva (Zuschlagszahlungen in Geld) Amh. II 31,22 (112a); xd tt polier poÜMev a (Zuschlagszahlungen in Frucht) Teb. I 92, 9(II*f). — xä ^ovto (Bedürfnisse) Petr. II 11 (1)5 (IIP); eic, b^ovxa äpudxwv Petr. II 25 (e) 8 (226a); dagegen (d) 8 = III Gl S. 178 beovxa üttoZuyi'ok;. PSI IV 407, 6. in (III""). - öttujc; tüxujöi xüjv ^EaKoXou6oiivTUJv (ihre Strafe) Kein. 17, 15 (109*1); PST III 108. 32 (118a). -v Td ^Y^eiTTovxa (die Lücken, schadhaften Stellen) xfj? ati- rri? PSI V 546, 11 (IIP), tu eWiTrovTu 547, 12 (IIP). — xd fcveaxriKöxa (die Zukunft) Leid. U 2, 5(11"). — xd 4. <p e \ k 6 u € v a (rückständige Beträge) Gurob 13, 25(111"). — xd exöueva (angrenzende Landstücke) Petr. III 1 = I 21 col. 2, 16. 22 (237a). — xd nvexup«cfMeva (Pfänder) Ted. I 57,9 (114a). - xd r|Eiuni<!va (Gesuch) Inschr. aus Batn-Herit = W. Cur. 70, 26 (57—56"). — xd xaxriToprj- peva (Klagepunktc) Cair. Zen. 35, 13 (254"). — xexe paneu u.e va (Töpfergeschirr) PSI IV 420, 23 (III"); ebenso xwv KepapeuGfevxujv V 517, 2 (251"). — xd vo \xilo- liieva (die stehenden Gebräuche) Inschr. aus Batn-Herit = W. Chr. 70, 12(57 56a). — xd oiKoboprip^vcc (der Bau) Straßb. II 100, 13 (II"). — xd öqpeiXöuev« (die schuldigen Posten) Par. 31 = UPZ 32, 20 (162/61"); Par. 26 = UPZ 42, 27 (162a) l). — €K xüjv -rrpon. "f voiipe'vuuv (aus Unkenntnis) Teb. I 23, 12 (119 oder 114"). — xd TrpooivoTroir)0evxa Kai ottot patpevia (der zuvor gekelterte und im Verzeich- nis berechnete Weinertrag) Rev. L. 27, 9 (258"). — xd TriTrxovxa (die anfallenden Gelder) P. Gradenw. 4 = SB 5680, 9 (229"). xd tt p'o q-a i xr xo vxa (die anfallenden Prozesse) Kpiveiv Petr. III 25 = Mitt. Chr. 30, 3. 46 (IP). xd TceTrxujKÖxa (Bei- träge, Gefälle) Eleph. 10, 2. 8 (223"). — xd -rrpo^oqpeiXöpeva upö? xrjv auvxcxEiv (die Gehaltrückstände) Leid. B = UPZ 20, 35 (162"). — xd Trpo^xexayi^eva (Ver- ordnungen, Vorschriften) Teb. I 32 — W. Chr. 448, 12 (um 145") und sehr oft. xd uTroxaaaöp.eva (Verpflichtungen) PSI V 548, 7 (42"). — ■ xd auYK€Kpip.eva (richterliche Entscheidungen) Grenf. I 11 col. 1, 9 = col. 2, 8 (153"). — xd auyKü- p o v x a (Zubehör) Lille 9, 5 (IIP). Hib. 82, 18 (239"). Rev. L. 20, 15 (258") u. o. — x d Trepi aou auußeßn.KÖxa (deine Erlebnisse) Par. 48,5 (153"). — xd xexpirrr)- u^va (der Ertrag der Weinernte) Gurob 8, 14 (210"). — xd uTfdpxovxa (Vermögen) Petr. III, 2 = I 15, 18 (237"). xd ÜTrdpxovxd uou Petr. III 18 = I 18 (1) 9 (234"). Amh. II 33, 35 (nach 157). Eleph. 2. 3 (285—249"). xüjv KcxxaAeicpedvxujv imapxöv- xwv Magd. 13, 4 (218") und so oft in Testamenten. — ■ xd Ott ok e { ,ue v a (die aus- geworfenen Summen) Teb. I 5, 79 (118"). dKo\o60iu<; xor; ^xri xüjv xoioüxwv ütto- Kei(uevoi<; (entsprechend den für solche Zwecke gemachten Bewilligungen) Vat. C = UPZ 51, 14 (161").
§ 2. Substantiversatz und -Umschreibung durch neutralen Artikel mit folgendem Genitiv2).
Daß diese Erscheinung für den Stil der Koinc besonders charakte- ristisch ist, wurde von mehreren Seiten beobachtet 3). Der rein peri-
*) Auch Vat. C = UPZ 51,5 (161") ist inrep xwv öq>ei\oue'vujv npöc, tx\v ovvratw neutral = Rückstände zu fassen und nicht mit öXupwv zu verbinden; also: die Rückstände, die von den 160 Artaben Gehalt geschuldet werden.
2) Krüger § 43, 4. Kühner-Gerth I 268 f. Gildersleeve Synt. II § 581. Wilamowitz-Moellendorff, Piaton II 424 Anm. 1.
3) Radermacher N.T. 94. Johannessohn, Der Gebrauch der Casus und der Präpositionen in der Septuaginta S. 23. Schmid Attic. III 54; IV 612.
8 Substantiversatz durch neutralen Artikel mit Genitiv. § 2.
phrastische Gebrauch ohne Bedeutungsänderung gehört überwiegend der Kanzleisprache an und bringt eine gewisse feierliche Umständlichkeit zum Ausdruck.
1. Der neutrale Artikel im Singular kommt nur mit persön- lichem Genitiv vor und bedeutet „Wohnsitz, Eigentum, Heimat, Haus".
ÜTrdpxovTO<; toi'xou dvd |ueaov tou re TTouipioc; Kai tou toü ävbpöq pou (zwischen dem Eigentum des Pooris und dem meines Manns) Magd. 2, 3 = W. Chr. 101 (222a). ibov |uiav aÜTwv £pxouevr]v irpö? t ö tivo; (zum Haus irgendeines Mannes) Par. 51, 19 = Wilcken Arch. VI 205 (159a). toö ev tüji "Qpou (in der Kanzlei des H.) ßaoiXiKoö YP'WOiTe'ux; Teb. I 27, 27 (113a). ev tüji Mdya (im Haus des M.) Teb. I 58, 3 (IIP), ev tüji TTpujTdpxou Par. 34, 11 (157a).
2. Der pluralische Artikel gen. neutr. mit einem persönlichen Genitiv bedeutet entweder ebenfalls 'Haus' oder 'Besitz, Eigentum1; in Verbindung mit einem sächlichen Genitiv ist er meist periphrastisch, d. h. er umschreibt ohne besondere Bedeutungsnüance, höchstens mit einer gewissen Umständlichkeit, den im Genitiv enthaltenen Begriff.
a) Mit persönlichem Genitiv = Haus: biuup9ujadu.e0a tvToi^ÄiroWuuviou (m der Kanzlei des A.) Rev. L. 38 (258a). Ebenso iv tou; IipapioTou Cair. Zen. 63, 14 (239a). ei<; Td TTpujTdpxou KaTaXüaw Par. 49, 35 (164 — 158a). iax\ be tö otittttuov (= crrÜTTTnov, Werg) eppi,upevov e'v toic; (im Haus) TTaTatKiujvo? PSI IV 404, 8 (IIP), ev toxc, TTüeiuvoq Kai NeoTtToXe'.uou PSI IV 434, 9 (261a) scheint 'das Grundstück, den Weinberg' des P. zu bedeuten. BGU VI 1267, 9 de, rä NeoTrro\e>ou (IIP); 1268, 17 (IIIa f). Straßb. II 111, 20 oie-rropeuö|ur|v ei<; Td Äpoeu.6ewc; (IIP), tou irpoeaTnKÖ- toc; tüjv TTeiGoXdou (,,the Superintendent of the property of P.") Gurob 8, 3. 7 (210a). e'v Toiq TTeTexüjvaio? Lond. I nr. 3 (p. 46) 21 (146a). üjv ev to'k; Äpeweiju? Teb. I 12, 3 (118a). eiqnXOev dq tu TTeTeapevbüJTou Leid. K 12 (99a). eV Toü;"Epuw(vo<;) Teb. I 208 descr. (95 oder 62a). — Eigentum: Td epauToö ist stehender Ausdruck in den Testa- menten. Z. B. KaTaXei-rruj tu £pauToö Petr. III 11, 19 (235aj. ein M^d M-01 Td euauTou biomeiv Petr. III 7 = II p. 23, 9 (237a); III 18 = I 18 (1) links 8 (235a); III 19 = I 19 (a) 24 (225a). tiü v ^ihutou kuPiov elvai Lond. II nr. 219 (p. 3) 5 (IP). TdaÜToö bioiKetv Petr. 1112= 1 15, 17 ; III 4 (2) = 1 13 (3) 21 ; III 14 = 1 17 (1) 19 (237a). t ä a ü t o 0 exei Magd. 29, 6 (218a). edv pn. Tive<; tu a ü t üj v (ihre eigenen Liindereicn) üjou yeYeuupYiT<ÖTe<; Par. 63 = Petr. III Einl. p. 36, 210 (164a). Kopiaa- Iu^vujv Td eauTUJv Par. 26, 13 (163a). tüjv e k e i v r) q epoi KaGqKÖvTUJv Kai peTd TaüTa be Kai (sc. tüjv) toö 'laibujpou Par. 13, 17 (157a). eVi tu tüjv TeTeXeu- TnKÖTUJv eTTiTropeüeoOai (das Erbe der Verstorbenen antreten) Tor. I 7, 12 (116a). eujq av Td eauTOÖ ^k TrXr|pou<; Kopiarrrai Teb. I 105, 51 (103<a). i'va e^fib pev ko- uiawpai tö epauTOö Teb. I 45, 33 = 46, 29 (113a). Zweifelhaft eÜYvuj,uwv (= ov) ouv eoTi dqpeXTv tüj[v t]ou ßuKÖXou (sie) d.h. es ist billig, (die Asklepiosspende) von den Einkünften des Hirten abzuziehen Lond. I nr. 41 (p. 28) 19 (161a) J).
b) Mit sächlichem Genitiv periphrastisch: Td Tf|<; XP*0? (= XPeia?) °"uv- TTXnpoOv (seine Pflicht erfüllen) Par. 63 = Petr. III Einl. p. 22, 56 (164a); ähnlich rd Tp|q xPe'a? eKuXripoüv Teb. I 43, 39 (118a). embexeoOai tu Tf|? jew pf iaq (die Feldarbeiten) Par. 63 = Petr. III Einl. p. 26, 90; ebenda p. 32, 166 diribeHaoGai Td
') Wilcken übersetzt UPZ ATr. 57, 18 (S. 284): „so ist es recht und billig, die Brote des Stierwarts (also mit Ergänzung von dpTiov) wegzunehmen", wobei es mir fraglich ist, ob der Gcnit. tiüv als direktes Objekt von dqpeXiv abhängen kann. Der Text ist nicht s;anz sicher.
§ 3. Neutraler Artikel mit Präpositionalansdruck. 9
Tf\c, äaxoKiaq (das Geschäft) (104). tu tx\c, t vk\ r) rre wc; (die Anklage, dei Klageanspruch) eiq ^thymuciv y\kto tüji Vivraei Tor. XIII = Mit!. Chr. 29, L6 (1 17:'j. uapaßeßr)KÖTo? tu xf)q XeiP OYpaqpiac; (den Eid) Audi. 35, 31 (132;'j. rppövTiaov üjq Td Tf|c; vjttoöx^o"€uj<; (die übernommenen Verpflichtungen) e\Tr\r]puj0r|aeTai Teb. I 10, 7 (119a). KaTaraxnaaq tu Ti]q €i qa yuj ff\ c, (die Sammlung) Teb. I L9, 14 (114a). ÖTruuq KaTaTaxH^H1 T(X TH? rrp aYpareiu c; (das Geschäft) Teb. I 24,29; ebenda 55 Td T?\q (popoAoyiac; (117a). |uexpi öv Trpovor|8f|i tu tt)c, b\ayvü>- oeuu«; tüjv ypr\^mwv Teb. I 27, 102 (113a). Trepi tüjv t?\<; |iuo"0Ujo"euj? (übei die Pachtbcdingungpn) Giss. I 37 col. 2, 4 (13Ga). IV eibwe; Troioöiuevov (sc. pe) tu Tfi? d v[i epdiöe w]c; Trpovon.o"n, Or. gr. 736, 17 (Iil). Td x?\q \a|UTrübapxia<; (die Pflichten der Lampadarchie) xopnjnoai BGU VI 1256, 15 (IIa). — Nicht periphrastisch mit der Bedeutung 'Posten, Einnahme': muc evebe"K£Tun ( = evebexero) e'v tüji if\ (erei) toi toö iö (houi;) Xaßeiv (sc. tck; bibupa«;), Er)TÜJt Lond. I nr. 17 (p. 11) 44 = nr. 19 (p. 16) 8 (162a) l).
§ 3. Der neutrale Artikel mit Präpositionalausdruck als Sub-
stanti versatz 2).
Außerordentlich weitgreifend im Vergleich mit der klassischen Literatur- sprache ist in der Koine die Umschreibung mit dem neutralen Artikel (tö und ja) und einer Präposition. Die dazu verwendeten Präpositionen sind drrö, öid c. gen., eig, <ek, cktöc;, ev, insbesondere Korrd c. acc, auch Trapd c. gen. und acc, Trepi c. gen. und acc, rrpo^ c acc. Alle möglichen Vorstellungen abstrakter und konkreter Art werden in diese allgemeinste Form des Ausdrucks gekleidet, dessen bestimmte Beziehung auf Person oder Gegenstand oft nur aus dem Zusammenhang erschlossen werden kann. Die phraseologisch mehr oder weniger fest gewordenen, vielfach aus Partizipialkonstruktionen verkürzten Ausdrücke, die namentlich im Stil amtlicher Urkunden und Korrespondenzen, aber auch im Vulgärton privater Mitteilungen sich zahlreich vorfinden, sind folgende 3) :
Mit drrö: Himmelsrichtung. oiKia, f| ecmv ck toö &ttö vötou Kai \ißö^ Tf)C AiocTtö\euu<; (südwestlieh von D.) Tor. I 1, 27 (H6a). 4)
Mitbid c. gen.: toi btd Tf|<; eVreöSewc; (der Inhalt der Bittschrift) Magd. 3, 10; 4, 7; 21, 9 (221a). Voller Ausdruck t6 biet t. 4. onpawöueva Tor. IV 21 (117a). So Td bid toö ÜTrouv^paTo; Tor. I 3, 22 (116a). e'YYu°i €k ektciotv tüjv bid toö ba-
a) Rein. 1<, 9 (109a) verbessert Crönert (Rev. Etudes gr. XX 359) überzeugend in rd Tfj q e'TriGeaeujc; (der Angriff) Y£Yov^val (bid) KuivviüToq.
2) Krüger §43,4. Kühner-Gerth I 271. Radermacher N. T. 94.
3) Es kann sich hier nur um eine Zusammenstellung typischer Beispiele, nicht um eingehende Besprechung und Erklärung der präpositionalen Bedeutungen handeln: vgl. hierüber die Lehre von den einzelnen Präpositionen.
4) Bei dem in Ackertabellen häufigen neutralen Ausdruck ev öttoXöywi toö dird toö u (erou?) Teb. I 60, 67 (118a) ist nach 61 (b) 110 ein Begriff wie dvacpepopevou oder nach 61 (b) 55 TrpoqriYpevcu (angemeldet) zu ergänzen. Ebenso yivovtcu toö ew<; toö vß~ (erous) 60, 75; Kai toö ewe, toö X8 (Ixouq) 90. 94 = 61 (b) 219. Vgl. auch 61 (a) 193 = 67, 26 (118a) YivovTai toö eic, Td eKcpöpia (dpTdßai).
10 Neutraler Artikel mit Präpositionalausdruck. § 3.
veiou tclitcu (dessen, worauf das Darlehen lautet) Amh. 50, 21 (106a). Grenf. I 18, 23 (132a); 26, 8 (113a); II 27, 20 (103a).
Mit ei? : A usgaben, Auf wand, Be dürf ni sse. tdei; xf|v xacp^v xoü'ättio? Tel). I 5, 77 (118a). Voller Ausdruck xd eic xd? xaqpd? Ka6»V<ovxa Rosettast. 32 (196a). lv xfjt ypo(pf|i xüjv ei? xä iepd („im Verzeichnis der Bewilligungen für den Tempel" Wilcken) Par. 25 = UPZ 21, 4; Leid. D = UPZ 36, 30; Lond. I nr. 34 (p. 18) = UPZ 37, 5 (durchweg 162a) *). xd ei? xr)v mTTiKnv (die Reitersteuer) P. Meyer, Gr. T. Pap. Nr. 1, 25 (144a). xüjv ei? xnv vaüv (Schiffsgeräte) PSI V 533, 12 (IIP). u\r|v xüjv ei? [xd?] xpoqpd? xüjv YewjpYiKiDv Kxr)vüjv Teb. I 27, 56 (113a). xd ei? ix\r\pwa\v xr|? Ttepum- vfj? 6YArm.eujc P. Louvre = W. Chr. 167, 17 (131a). xd ei? xöv xf|? au\f|? Kaxapxiü- Möv Teb. I 33 = W. Chr. 3, 12 (112a) etc.
Mit ck: Produkte, Erzeugnisse, Gewinn, Zinsen, Renten, xd e k xr,c Y»"ic Hib. 27, 72. 78. 87 (301— 240a). PSI IV 344, 17 (256a). xd <?k xüjv dcppo- bioiuuv (Einkünfte aus den Bordellen) Teb. I 6, 28 (140 — 139a). xd ex xüjv dviepo- ILie'vuuv (sie) e'baqpüjv Teb. I 5, 73 (118a). xwv et öqpetXn,u.dxujv (-rrupoü) M Teb. 99, 1 (nach 14,s;l).
Mit £ktöc: xd e k x ö c xüjv auvaXXaYudTwv (was nicht in den Verträgen steht) Petr. III 36 (a) recto 11 (IIP).
Mit £v: 1. allgemein von Gegenständen im Raum: xd ev Ä\e£avbpeim (meine Besitzungen in A.) Petr. I 12, 6 (237a). Kai xd e"v NeaviöKoi? be (die in N. lagern- den Vorräte) irpobiaXeYno'ölueBa aüxoi? PSI IV 360, 14 (252a). xüjv ev xüji kööuuji dpxouoa Leid. IT col. 2, 18; ebenda col. 3, 7 xd e'v'xuu dbüxuji (IP) etc. 2. von einem Schuldverhältnis: to ev TTdoixi (die auf den Namen des P. laufende, auf sein Konto gesetzte Schuld) Hib. 113, 8 (nach 260a). Voller Ausdruck xö ev ooi öqpei\öuevov Lille 3, 64 (nach 241a). Teb. I 27, 99. 110(113a); 72,332 (114— 13a)2). Vgl. Roßberg 29. 6.
Mit Kaxd c. accus: 1. in distributivem Sinn: xö Kax' dvbpa (Verzeich- nis nach Köpfen) Belege s. Bd. I S. 485. eiri xou Kaxd YewPYÖv (in der Pächterliste) Teb. I 61 (b) 190 (118— 17a) = 72, 105 (114— 13a). xö kux' elbo? (Detail) Teb. I 61 (b) 350 = 72, 340 (114— 13a). xö Ka9' ev (Liste) Belege s. Bd. I S. 485. Zu xö Kax' e"pYov vgl. oben S. 3 Note 3. xö Kax' exo? Kai xö Kax' elbo? (Aufzählung nach Jahren und Arten) Teb. I 60, 116 (118a). xö Kaxd Kuuiuriv Kai xö Kax' dvbpa Teb. 61 (b) 40 (118a). xö KaO' riue'pav (der tägliche Bedarf) P. Sakk. 5 (IIP), xö Kax' dvbpa Kai xö Kaxd o-rröpov Teb. I 72, 17 (114a). xö Kaxd Xöyov (das entsprechende Maß) BGU VI 1270, 21 (III— IP). Rein. 9, 25 (112a). eK xou icaxd Xöyov (nach dem Verhältnis) xüjv imapxouaüjv (ujvüjv) Par. 62 col. 4, 7 (IP). xd Kaxd yiepoc, xüjv irapr)Ko\ou6ri- köxujv €'u.Trobio"u.ojv (die Einzelheiten) Teb. I 28, 2 (114a).
2. Im Anschluß an den klassischen Sprachgebrauch, doch in größerer Ausdehnung bezeichnet xd Kaxd xiva mit Bezug auf Personen oder Sachen allgemeine Zustände, Verhaltnisse und Situationen, die im Deutschen je nach dem Zusammenhang durch verschiedene substantivische Ausdrücke wiederzugeben sind. Nicht selten vertritt die Präposition einen einfachen Genitiv 3).
a) bei Personen: xd Kax' e'u-auxöv (meine Pflicht) ireTroiriKa PSI VI 577, 7 (248a). or|u.t'-|va? xd Kaxd (die Affäre mit . . .) xou? d\daxopa? Par. 42, 4 (156a). öe'uuvo? . . eTreoxaXfu.e'vou] xrepi xüjv kox' aüxöv (über seine Sache) Teb. I 24, 44 (117a). ixr\Qtv bioiKiiarj? irepi xüjv Kaxd xoü? iepei? (in der Angelegenheit der Priester) Eleph. 29, 9 (lllaf). u.exä xö Trpo?av[eveYKeIv] irepi xüjv Kax' [ÄfroWöbuipov] Teb.
J) Der volle Ausdruck xüjv ÜTroKeiuevuuv ei? xd iepd vgl. Lond. 17a = UPZ 23, 21 (162a).
2) Zu der unsicheren Deutung des Ausdrucks xd? be irpdEei? xüjv ev aüxoT? vgl. unten S. 16 Fußnote.
:i) Über den Ersatz des Genitiv durch Kaxd c. accus, vgl. W. Schmidt, De Tos. eloc. 361. Schmid Attic. IV 100. Christ-Schmid, Griech. Lit. II6 972, 1. Roßberg 12.
§ 3. Neutraler Artikel mit Präpositionalausdruck. 1 1
I 15, 21; 16, 5 (114a). eav xi xüjv kot övGpunTov (etwas Menschliches) '(ivr\TOi Petr.
II 13 (19) 5 (um 252a). Besonders häufig ist die Bedeutung Rechtssache, Prozeß, die manchmal ebenso gut durch den bloßen Genitiv ausgedrückt werden könnte: -fi- vujok€ 'AXeEiv oi'Gev -rrtTroiriKÖTa tö kotü jy\v TiaibioKr|v (in der Sache der Dirne) Cair. Zen. 12, 1 (256a). Trepi xwv Kaxä TTexrioiv ävxiYpacpov ÜTTÖKeixai Leid. II 2 (99a). eav xd Kaxä xoö? it. £6ou<; YewpYoOvxac; xqv ßaaiXiKnv Kai xrjv xouxujv ^tti- Yovtiv . . . ßpaßeuGfj Par. 63 = Petr. III Einl. p. 32, 155 (164il). ?jor| x<öv k (9' fjuäc ei^aYou-evujv (als unsere Sache schon vor Gericht gebracht werden sollte) Amh. II 33, 14 (nach 157a). xwv be Kax' auxoöc; irpoxte^vxujv Tor. XIII 18 (147il). xä KaO' r\\xäc, bieEa^aYeTv (unseren Prozeß entscheiden) Grenf. 115, 8 (146 oder 135a). xä kcu3' eau- xoü<; (unsere Sache) eKxeGemevujv yyxüiv P. Meyer, Gr. T. Nr. 1, 13 (144a). u.e"xpi toü xä Ka©' f]fJ.äc, oieEaxöf|vcn Tor. I 2, 30; 32 xö uirö|uvnu.a imep xüjv kccx' olvtovc, (meine Eingabe betreffend ihre Sache); 34 önwq bieEaxOni xä kuG' nMä; (116a). xä Kax' dui PSI III 166, 20 (118!l). xä Koxd oe (deine Angelegenheit) Eleph. 13, 3 (223a). eav tivoc, xüjv Ka6' r)f.iä<; ypdav exn'? = unseres Beistandes bedarfst PSI IV 333. L6 (257a); xä Ka6' r)|uäe; äxajfeXti V -184, 8 (258a). eV xüjv koG' r||uä: (aus unserem Beispiel) aicenaei Cair. Zen. 63, 34 (239a). Trape-maxeTv xä Ka0' f\i.iäq (unsere Sache verschleppen) Teb. 29, 17 (nach 110a). die; iv oöbevi xüjv Ka9' ti\Jiäc, -rrapaixto«; fi- Yovev Par. 64, 43 (IIam). xoioöxwv övxwv xüjv k(ox') aöxoüc; (da es so um ihre Sache steht) Par. 15, 67 (120a). öttuji; äTroXoYio"W|uai uirep xiüv kux' eu.auxöv (meine An- klage) Leid. A 31; 37 urrep xüjv Kax' ^jue (um 150a). KecpdXaiov eViGen/ n xoic: Ka9' r\näc, (unserer Sache die Krone aufsetzen) Par. 33, 23 = Lond. I nr. 33 (p. 20) 31 = UPZ 39. 40 (161a). i'va Yeivujp.e6a irpöc; xoiq Ka0' eauxoüc; (bei unseren Geschäften) Tor. V 25 (177 oder 165a) = VI 25= VII 14.
b) bei Sachen: eYpanjd aoi x ä Kaxä xöv äYpöv Petr. II 23 (1) 1 (IIP), öttujc; <?mxeX<iöUJuev [irdvxa xä] Kaxä xnv vr\v Eleph. 18, 4 (223a); ebenso PSI V 500, 3 (257a). trapiXriqpöxa xä Kaxä ttöXiv Trdvxa (die gesamte Stadtverwaltung) Cair. Zen. 44, 4 (251a). ewc; dv irdvxa xä Kaxä xrjv u.io0ujoiv (alle Bedingungen) o"uvxeXeö6r|i Teb. I 105, 47 (103a). r\ TTpdEic eaxuj AiorKoupibei xüjv Kaxä xnv auYYpacpnv (dessen, was im Vertrag steht) Rein. 8, 18; 9, 26 (112a); 10, 22 (llla); 15, 25; 16, 30 (109a); 26, 30 (104a). In einer Rechnung BU (III) 1008, 8 (IIP) XdpoTn xö Kaxä xr)v trapä Ziu[|Lia] Ypöcp>iv (was ich nach der Zusclrrift v. S. schuldig bin).
3. Am häufigsten abersteht xd Kaxd xi rein periphrastisch in verallgemeinern- dem Sinn, ohne im übrigen den abhängigen Begriff wesentlich zu alterieren. Bsp. ev xoiq Kaxd xä? äYcpdq (in der Natural Verpflegung) Grenf. I 42 = W. Chr. 447, 10 (Ila). jevouevoq rzpöq xoiq Kaxd xrjv Y£OJPY'«v (bei der Feldarbeit) Teb. I 210 descr. (107 — 106a). i'va eEdYnxai xd Kaxd xnv fpayi^aröav (die Amtsschreiberei) Hib. 82, 19 (239 — 8a). lux; xoö aioOeaGai xä Kaxä xnv e'TnoxoXnv (den Inhalt des Briefs) PSI VI 552, 29 (269 oder 231a). £v xoic; Kaxd räc, eiriaKexpei? (im Zusammenhang mit den Visitationen) Teb. I 28, 20 (114a). xiiit bieEdYovxi xd Kaxd xnv eTnaxaxeiav xf|<; KÜjpn? (— efriöxdxni xfjc; Küjpnc) d. h. betraut mit den Dienstgeschäften eines Ortsvor- stehers Teb. I 13, 17; 15, 18; 16, 6 (114a); 43, 9 (118a); 61 (b) 287 (118a); II 283, 1 (93 oder 60a). Ebenso xoö bieEdYovxoc; xd Kaxd (xr))v axpaxnY'«v K«i Td? Trpo^öbou? Tebt. I 72, 25 (114a). beiiaei auvxeXeToGai xd Kaxä xö Kpi,ua (die Verfügung muß vollstreckt werden) Petr. III 36 (a) verso 18 (IIP). Xöyujv xivüjv GpuXnaGevxujv (sie) rniep tüjv Kaxä xrjv af\v Kpiaiv Par. 63, 9, 45. (165a). xou dvxrrpaqpou.evou xä Kaxä Mepcpeiv (der ävxiYpaqpeüc; v. Memphis) Lond. I nr. 19 (p. 16) 3 (162a) 1). xd i<axä xäc vaöc (die Schiffe) Petr. II 45 = W. Chr. 1 col. 2, 17 (um 246a). t>TrobiG6r|vai ev xoT? Kaxä
1) In Verbindimgen wie Kaxä xnv rrapä TTpujxdpxou xoö ein xüjv Kaxä rr\v Gnßaiba bmYpocpnv EU (III) 992 I 3 (162a) ist rrpoqöbujv zu ergänzen, das Wilcken Arch. II 387 geradezu einsetzt. Ebenso bei oikovö.uoc; xüjv Kaxd NaÜKpaxiv Or. gr. 89, 6 (221— 05a).
12 Neutraler Artikel mit Träpositionalausdruck. § 3.
tviv irapdboaiv xüjv ^xqpopiujv (bei der Ablieferung der Abgaben) Teb. I 48, 27 (nach 113a). ouk ä-jvoeic, old lanv xd Kaxä xä irXripüJuaxa (wie es mit den Mannschaften steht) Petr. 11143(3) 18(241 — 39a). ex xoD TnocjebpeuKevai r|uä? e'v xoT<; Kaxä xä irpocaYT^M«T« TH? ßeßpeTM^v)-)? (weil ich auf die Berichterstattimg über das bewässerte Land mein Augenmerk gerichtet hatte) Teb. I 24, 31 (117a). r\ -rrepi xüjv Kaxä xöv airöpov cppovTic (die Sorge für die Saat) Par. 63 = Petr. III Einl. p. 18, 9; p. 20, 41: p. 32, 163. 167 (164a). \ir\ irapaßaiveiv xä Kaxä xä? ouv6r|Ka<; Par. 63, 8, 27 (165a). xüjv Kaxä xr|v xr)prjoiv xüjv Kapirüjv . . oiKovour|9evxujv Teb. I 27, 22 (113a). xou etTiaxdxou xüjv Kaxä xr]v xdjpav (fast = xf|C xüjpac) Petr. II 25 (a) 6 (226a). edv xi eYKaXeauJöiv xoi? e'inXoYeüaaaiv . . ürrep xüjv kutü xrjv üjvr|v (betreffs der Steuer- pacht) Pvev. L. 8, 5 (258a). Sehr oft formelhaft irpoTtujXr|xri<; Kai ßeßaiwxr|<; xüjv Kaxä xr]v ujvr|v (für alle aus dem Kaufvertrag entspringenden Punkte) Grenf. I 34, 8 (102a); II 15 col. 2, 10 (139a); 23 (a) col. 3 (107a); 32, 9 (101a); 35, 10 (98a). Lond. III nr. 879 (p. 8) 24 (123a); nr. 882 (p. 13) 17 (101a). Straßb. II 81, 30 (115a); 87, 16 (107a): 88, 29 (105a); 89, 11 (99a); 90, 21 (99a). Par. 5 col. 2, 5 (114a). Leid. M II 6 (114a); N II 13 (103a). BU (III) 996 III 10 (106a); 997 II 10 (103a); 998 I 12 (101a); 999 I 10 (99a); 1000 18 (98a). Amh. 51, 28 (88a). P. Copenh. 11 (99a). irepi xüjv Kaxä xä epx« PSI IV 429, 33 rein periphrastisch = irepi xüüv ep^ijuv (IIIa).
Mit irapd c. gen.: 1. xö irapd xivo<; = die von jemand zu leistende oder geleistete Geldsumme, namentlich Steuerschuld: Ar)wvibr|<; (der Überbringer) xö irapä OeoqpiXou Kai TTuppiou Petr. II 28 col. 8, 4; ebenso III 66 (b) col. 4 tAtXac, xö rrapa ndaitoq (IIP); II 43 (a) 6. 9. 17; III 112 (a) col. 1, 4. 37. 38 (IIP), xö irap,c,Qpou PSI VI 626, 34 (IIPm). xö irap' auxüjv Kai xwv uexöxwv Hib. 109, 2. 9 (247a); 112, 52. 92 (nach 260a). Voller Ausdruck xä ireTrxwKÖxa irapä xüjv £v xüji vojuüji (eKaxovxa- poüpuiv) Petr. III 112 (b) 2 (IIP). — 2. xäTrapdxivoc = Sendung, Antwort. Auftrag, Schickung, Botschaft etc. '). eiXecpev (sie) xä irapä aou (Sendung) Alexandr. 4, 15 (IIP), emaxövxec; ue"xpi toö xä irapä xou 'Epuiou rrpöi; xaöxa (Ant- wort) ävxicpu>vr|6?|vai Theb. Bk. VIII 14 (130a). äirobexo,uai xä irapä aou (Weisungen) Teb. 1 12, 23 (118a). erraKoXouef|aai toxc, irapä aou irepi xoüxujv Petr. I 25 (2) = III 126. 7 (250a). äKOuaa? xä irap' 'Exedpxou (Botschaft) PSI VI 598, 2 (IIPm). d xä irapä xüjv 0eüjv (Schickungen, Weissagungen) Kaxä Xöyov aoi xpnuaffcexai Par. 46, 2 (153a)2). euxo^iai xä [irapä] xoü ßaaiXeux (Gnade) eüu.evf| mä iravxöc; eivai Par. 63, 11, 53(165a). PSI IV 392, 10 (242a).
Mit irapd c. acc: xö irapä xouto = der Unterschied Teb. I 99, 10 (nach 148a); 72, 425 (114— 13:1).
IM i t irepi c. gen.: xä irepi aou au,ußeßr|KÖxa Par. 48, 4= Witkowski ep. pr.2 Nr. 49 (153a) ist Kontamination aus xä irepi aou und xä aot auußeßnt<öxa Am Schluß eines Ausgabenverzeichnisses stellt von einer anderen Hand geschrieben xä be irepei Td-fnToq Apirar)Gi, TTToXeuaiuji, ÄvGpdKUJi Par. 55 (bis), 56 (159a). Sinn wohl = das was auf Tages' Rechnung steht für Harp., Pt., A.
Mit irepi c. accus.: 1. räumlich: xä irepi K^pKeooipiv (die Arbeiten in K.) Teb. 121,3 (115a). — 2. ähnlich wie Kaxd c. acc. verallgemeinernd und oft peri- phrastisch: x ä ir e p i xöv Aiövuaov (der Kult des D.) Hai. 1, 262 (IIP). äKr|Ko£vai xä irepi xöv fußeßXruuevov eiq xö xöXk!ov (Witkowski) = den Vorfall, die Affäre betref- fend . . . Par. 34, 15 (157a). biaodqpriaöv poi xä irepi ättoXXüjviov i<ai xä irepi aauröv Par. 44, 7 (153a). xä irepi xö aüjua (körperliche Bedürfnisse) Teb. 52, 13 (nach 114a).
') xä irapd xivoq (sc. e'TreaxaXueva. KeXeuoBe'vTa etc.) weist Crönert, Rh. M. 65 (1910) 159 namentlich aus Xen. (anab. (II 3, 4), Polyb. (5, 23; 3, 33, 1) nach und erklärt demnach in dem alten Brief von Olbia (A. Wilhelm. Österr. Jahresh. XII 119 ff.) xä irapä Ke'pbujvoi; = die Aufträge des K.
2) Vgl. zu dem Verhältnis der küxoxoi zu ihrem Gott, das sich u. a. in prophetischen Träumen äußert. Wilcken Arch. VI 196 f.
§ 4. Neutraler Artikel mit Adverbien. 13
Periphrastisch: tu. Trepi töv Aujtöv | töv A.i oiKovo,uei<; PS! IV 346, I cS>.y'j. Trecpü- Teurai tu Ttepi tü.v dvabevbpdbu ( r\ dvubevbpua Petr. I 29, I (IIIa). biunKn/rai tu -rrepi tö oiKÖTcebov Petr. I 16, 8 (IIP), e'uuq uv KaTuo"Tn.i tu -rrepi rf\v K\rjpouxtav (die Lehenfrage) Frei!). 7 = Preis. Samm. 5942, L2 (251a).
Mit Trpöqc. acc: 1. räumlic li von der I [immelsrichtung: oikIo i'i cotiv tKioö Ttpö q vötov Kai Aißu if\<; Aio?TT6\euj<; Tor. II 21 (116a). 2. von allen möglichen Be- ziehungen auf Personen und Gegenstände: tu upöc; töv ökut^ü. (die Angelegenheit mit dem Schuster) Petr. [132 (1), von Wilcken Ostr. 294, 1 bergestelll (III"). tu TTpö; QeöboTov (der Brief an Th.) Teb. 1 27, 28 (113a). Sehr häufig von Prozessen, Rechtssachen (cf. tu Korrd): tu itpöc, Me\dvBiov (der Prozeß gegen M.) Ttepi ßia; eVi Ai"||LiriTpiav Hib. 111, 1; 7 tu rrpö«; TTToXeuuTov. 11 tu Trpö<; TTö\ujvu, 20 tu irpöq NiKÖXaov etc. (um 25Üa). tu npöq Oripujva Cair. Zen. 12, I (256a). tu "rrpöc; töv 'Epf.iiav e'TbebiKriKe'vai (habe den Prozeß gegen H. ausgeiochten) Tor. I 6, 27 (116a). tu rrpöe; tö lf\v (Lebensbedürfnisse) Par. 63 = Petr. III p. 26, 102 (164a). Periphra- stisch: dveveTi<eTv Td upöe; Tainac, (über diese, sc. Armen, Bericht erstatten) Teb. 30, 25 (115a). tu Trpöe; tvjv YewpYiKriv KUTaaKeunv (landwirtschaftliche Geräte) Rein. 17, 7 (110 — 9a). tu Trpöi; 0eoü<; euepfeTiKdx; biaxeiuevoc; Rosettast. 10 (196a). Vva boKfji qpi\iKüj<; e'xeiv Td Trpö? uutoüc; Par. 64, 34 (IIam). tö -rrpöq uepo? uütoü ff|? (scm Anteil am Land) BU (III) 993 111 7; ebenda 1 tö rtpöi; u.epoc; ¥\\xiav uutoü (die ihm zugehörige Hälfte), 8 tö -rrpöe; iiiepoc; tüjv cuutoü ueTÖxuiv (127a). tu rrpö? ae (= o~e allein) e'v toi<; dvuYKUioTÜTOK; TeGeiuevoi PS1 IV 392, 7 (242a).
§ 4. Der neutrale Artikel mit attributiven Adverbien als Sub-
stanti versatz1).
Der Gebrauch erstreckt sich gleichmäßig auf Singular wie Plural und findet sich in allen Stilgattungen.
a) Singular, ttuv tö e£r\c, (alle weiteren Beträge) Par. 24, 6 (164a); 26, I1- (163a); 29, 22 (160a). — tö ecpaupiov (die Rechnung von morgen) Teb. I 119, 17 (105— 101a). — ev t üj i ,u e t u = ü (in der Zwischenzeit) Pap. Mil. = UPZ 46, 9. Par. 13, 15; 27, 13; 28, 12 (um 160a). Teb. I 24, 42 (117a); 72, 190 (114— 113a). — dreö toö vö v Kanop. Dekr. 29, 44 (236a). eine; to0 vOv PSI IV 443, 6 (IIP); V 495, 16 (258a). Cair. Zen. 58, 3 (243a). Petr. II 16, 11 (IIP). Magd. 6, 10 (222a). Par. 12, 16 (157a). Leid. U col. 3, 1 (lla). Vat. F (Witkowski) 7 (IP). u.expi ™ö vOv Par. 22, 16 (um 165a); 26, 7 (163— 62a); 115, 56 (120a). Theb. Bk. II 5 (130a). PSI III 173,6 (IP). Tor. I 5, 20 (116a). Teb. I 50, 26 (112a); 124, 37 (um 118a); 183 descr. (IIa*) etc. — uttö tou tt\ ei(uj) = vom Überschuß Teb. 60, 53 (118a). Nach Crönert wäre TrAeiuj ein Adver- bium (vgl. Bd. I S. 299 f.), doch ist eher an ein fossil gewordenes neutr. plur. zu denken. Der volle Ausdruck lautete uttö tou TfXeiuj(i) ouvuYojueVou, z. B. Teb. 61 (a) 210. 217; 67, 56. 61. 78 (118a); 70, 27. 47. 53. 58 (111— 110a). — tö irpÖTepov (adv. = frü- her) Cair. Zen. 25, 3 (255a). Teb. 86, 3. 8 CHaf) u. o. - tö upun PSI IV 402, 10 (IIP). -- tö TnviKuÖTü (dann) Vat. E = UPZ 15, 25 (156a).
b) Plural, tö dvin (die oberen Teile) Cair. Zen. 30, 3 (255a). — tu evTaöGu PSI V 500, 8 (257a). ev to!<; [€v]6uütu (1. eVruüBu) Teb. I 66, 91 (121— 120a). - TfdvTu tu [ d 2 n] <; Teb. I 51, 9 (nach 113a). Ergänzung sicher nach Oxy. II 282. — rd e'Trdvuj (die oberhalb gelegenen Teile) r?\c, 'Hcpuicrrou KpiiTriboq Kai tu üttokütu) PSI V 488, 10 (258a). irpö«; tu eirdvuj (in einer Rechnung: zu den obigen Posten) Petr. III 111, 2. 11 (IIP). — eiq Tä udXiöxa Petr. II 32 (i) 32 (IIP). — tu vuv (adv. = jetzt) Oxy. (IV) 743. 30 (2a). — eKTibvÖTtiauj Petr. .II 18 (2b) 2 - III 23 (246a).
x) Krüger §43, 1. Kühner- Gerth 1269 c; 594, 6. Gildersleeve Synt. II §575.
14 Artikel mit Präpositionalausdruck.
IL ERSATZ EINFACHER MASKULINISCHER UND FEMININISCHER BEZIEHUNGS- UND ZUGEHÖRIGKEITSAUSDRÜCKE DURCH UM- SCHREIBUNGSFORMEN MIT ARTIKEL UND PRÄPOSITIONEN.
§5. Artikel mit Präpositionalausdruck1),
[Die attributiv adnominale Verwendung der Präpositionen wird unter den Präpositionen abgehandelt.]
Präpositionen, die in dieser Weise gebraucht werden, sinddrrö, otanvo«;, 6K, (fciO, ev, erri tivoc;, Kaxct nva, uerd Tivog, -rrapd Tivoq, Trapd nva, rrepi Tiva, -rrpö, Trpo^ tivi, Otto nva. Manche dieser Umschreibungen sind nach- weislich durch Verkürzung aus dem attributiven Gebrauch mit einem Nomen substantivum oder Participium entstanden, was im einzelnen Fall an- gemerkt wird; aber in der Regel ist zweifellos keinerlei Gefühl für Ausfall eines Nomen vorhanden, und der Präpositionalausdruck hat ganz die Bedeutung eines Substantivum.
oi du 6 bezeichnet
1. Herkunft, Heimat, Wohnsitz: oi änö -rf\q ttö\€w<; Weihinschr. bei Preis. Samm. 4980, 6 (60— 59a); ebenda 5216 (Pap.) 11 oi dir' AXeEav&peia? (P). oi äirö toO töttou (Ortsbewohner) Grenf. I 11 (c) col. 1, 19 (157a). tüjv öttö rr\c, AioqiröXcuut; Theb. Bk. I 1, 1; 2, 2; III 1, 1 (131— 30a). Par. 15, 6 (120»). Tor. VIII 3 (119a). Lond. II nr. 401 (p. 14) 18 (116— 111») etc. \erei fv^f] tüjv d<p' 'EpMOUTröXew? BU (III) 1002, 2(55a). tüjv dTTÖ lopujv Ktbms P. Berol. 11641, 2 (P), publiz. v.W. Schubart, Einführung in die Papyruskunde S. 507 = BGU VI 1282. tüjv änö OiüXBeuuc; Td övöuaTa Hib. 52, 2 (245a). tüjv dirö KXeoirdTpc«; (Dorf) Rein. 14, 33 (110a). tüjv duö M^cpeujq Lond. I nr. 24 (p. 32) 5 (163a) usw.
2. Zugehörigkeit zu einer Klasse oder einem Stand: oi dirö tou Yu^vaoiou (veaviOKoi) = Mitglieder des Gymn. (vgl. oi <!k tou Yuu.vaaiou) Petr. II 45 = W. Chr. 1 col. 3, 22 (um 246a) 2). Vgl. Kuhring S. 19, 1. tüjv dirö Tf|<; 0n.(paO tüjv d\e(pdvTuuv (die Elephantenjäger als militärische Abteilung) Petr. III 114, 5. 16. 20 (IIP). 'Epuä-rnrun Tun dirfö toü] Tr\r|püj|uaTo<; („member of the staff of workmen?") Hib. 110, 94 (nach 225a). 'Pwuaioc tüjv uttö ouvKXnrou (Senator) Teb. I 33 = W. Chr. 3, 3 (112a). Trapd tüjv dirö tüjv xuXKuupuxiwv (von den in den Erzgruben Ange- stellten) Petr. III 130, 2 (IIP), oi dirö rf\<; Tpair^nq (die Bankbeamten) PSI IV 383, 8; ebenda 11 in derselben Bedeutung oi dnö tou TeXujviou (248a).
oi bid Ttvo^ = die unter dem Kommando eines Führers stehenden, eigentlich von ihm aufgenommenen Truppen (vgl. Kuhring 15 f.; Roßberg 38; Wilcken, Chr. Nr. 451 Einl.). Der volle Ausdruck lautet oi bid tou beivot irpo<;ei\r)|U|uevoi, upo<;\r|U.q>e<!vTe<;, wie Teb. I 61 (a) 52. 107. 130 (118a); 62, 8 (119a); 63, 19. 189 (116 — 15a); 64 (a) 62 (116a) etc. Auch oi bid tou beiva irpö^Ypotcpoi : so auf einer
*) Krüger § 43, 2, 1. Kühner-Gerth I 269 d. Zu den einzelnen Präpositionen vgl. Kuhring, namentlich § 5 ff.; Roßberg 11 f. Blaß-Debr. N. T. § 203—40. Gildersleeve Synt. II § 577.
2) Zur Sache vgl. San Nicolö, Ägypt. Vereinswesen I 43 ff . Wilcken, Chrest. Grundzüge 138 ff.
§ 5. Artikel mit Piäposiüonalausdruck. 15
Weihinschr. SB 1436, 5 ol bi* 'lepwvü|.iou . . TrpöcjYpacpoi rpirr\<; af\uiuc, (IP P). Daraus verkürzt: xüjv bi' 'EpnaqnXou Teb. I 62, 39 (119*). xüjv biä Kpixwvo«; Gl (a) 10; 62, 117 (119a); 63, 96; 64 (a) 57 (116— 15a). xoiq bid TTxoX€u.aiou Kai Ee"vujvo<; 61 (a) 141 (118a); 62, 286 (H9a); 63, 210 (116a). xüjv bid Xopnvioc; 60, LI; 61 (a) 105; (b) 116; 62, 261. 284. 295 (118*); 63, 215 (116— 15*). tiöv bi' Avxdvbpou Preis. Samm. 1685 (Asehenurne) (IIP). Vgl. auch Radermacher N.T. 118.
ö ei<; begegnet nur Inder viel umstrittenen Stelle auf dem Rosettastein 17 -rcpo«;- txaEev bi Kai xnv aüXXrmnv xüjv eiq xr)v vauxeiav pn. irouiaBai. d.h. die zum Matrosendienst gezwungenen Mannschaften heranzuziehen (196a): Vgl. Ditten- berger Or.gr. 90 z. Stelle undörtel, Liturgie 24.
ö (r\) 6k:
1. Nachkomme, Sohn, Tochter (Kuhring § (>). TTxo\t|Liaiov xöv ij ßaffiX^u»? nxoXeMaiou Eleph. 23, 9 (223*). P. Gradenwitz == SB 5680, 4 (229*?). Rosettast. 9 (196*). AriM-oT xrp il Eipr>r|S Petr. III 7, 20 (237*). xöv if ßaaiXeuj<; TTxoXeinaiou Kai ßaaiXiöariq KXeoudxpac; Or. gr. 106, 2 (172*). xfp eauxoö öufaxpi Taarjuei xrp ek Taewriaioc; BIT (III) 993 II 12 (127*). xaiq il <?uoü Kai il AtroXXujviüq Crenf. I 21, 12 (126*). Nie wird so üttö gebraucht.
2. Angehörige einer Gemeinschaft (Familie, Klasse, Stand): oi ek xou Yupvaaiou (vgl. oi drcö xou y ). ursprünglich = die jeweiligen Angehörigen des Gym- nasiums, dann eine Standesbezeichnung = die Honoratioren, die Gebildeten (Wilcken, Chr. Grdz. 139) Ptol. Inschr. v. Strack, Arch. II 548 nr. 26, 6 (185-81*); SB 1106 Weihinschr. (unb. ptol.) x). xoüq <k xüjv iepüjv £6vwv (die zu den Priesterklassen Ge- hörigen) Rosettast. 16 (196*). xoü<; ek xüjv Trpujxujv iepüJv (Priester der erstklassigen Heiligtümer) Kanop. Dekr. 51 (236*). üttö xüjv ek xou Kttikoü) Teb. I 62, 123 (119—18*). xoT? öc xnq Kaxomiaq Teb. I 61 (b) 231 (118—17*) = 72, 166 (114—13*). xou«; ek xf|c; ire|UTrxr|c; qpuXf|; Kanop. Dekr. 31 (236*). xiüv ek t?\c, ar\<; oiKiaq (Mit- glieder deines Hauses, deiner Familie) Teb. I 54, 4 (86*); vgl. •rrpoGuiuoüpevoc; eivai ^k Tfte oiKiaq 40, 10 (117*). oi ek xf)? ueYÖXri«; öuvöbou SB 1269 (Inschr.) 5 (104*). oi e'k xf|<; 'EöeYXnßiaxfic; auvöbou Ptol. Inschr. Arch. III 131 nr. 8 (78*) = Preis. Samm. 4211.-) Kaxavxr)aavxoq de, xnv ttöXiv . . . "ßnrew<; xüjv il üpüjv = viri vestri collegii Teb. I 59, 3 (99*). omö xüjv ck xou ev TTxoXe,uaibi ima.'Gpou (Standlager) Amh. 36, 7 (nach 135*). Danach xoi«; ^k xou aüxoö fpaTv [uiraiBpou] = Lager- Genossen Grenf. I 42 = W. Chr. 447, 8 (II*).
3. Zur Bezeichnung des Wohnsitzes, der Herkunft und Heimat (vgl. dirö). Oeöbujpoc; xüjv il ÄYKupüjv tröXeujq Hib. 117, 15 (239 oder 214*). TToXeuuJvot; xou CK TaXdoui; Hib. 157 (264*). dbiKOüpai üttö [AnM-nxpi°u] Tlöv ^K Kapaviboc; Magd. 27, 2 (218*). xüjv iK xf|<; AXeEdvbpou vnaou Magd. 20, 2 (221*). xüjv il 'EpM-ÖJvÖeuj? emauvaYaYÖvxujv xöv ek xüjv TtXrioiov kujuüjv Xaöv P. Cairo = W. Chr. 11 A col. 1, 5 (123*). xüjv ck rf)? küjuik (Dorfbewohner) Teb. I 14, 3; 15, 6 (114*); 29, 5 (110*); 38, 16 (113*). Leid. A 23 (um 150*) etc. xüjv ek rfV; ainf\q (KÜJiiriS) Teb- 44> & (114a); 45, 6. 16; 46, 5. 12; 47, 1. 10; 49, 3 (113*); 50, 2; 51, 4 f.; 62, 4 (114*); 53, 4 (110*). Rein. 18, 7; 19, 8 (108*). Teb. II 283, 8 (93 oder 60*). oü pövov bi ouxo«;, dXXd Kai dXXoi xuv ek xou Zapameiou (im Sarapeum ansässige Beamte) Kai exepoi xüjv iK xou AaKXrjiTieiou Par. 26, 32 (163*). xüjv ek xou 'HpaKXeoTtoXixou Lond. I nr. 23 (p. 38) 6 (158*). xüjv ek xou 'Opßixou Par. 15, 5 (120*) etc. xüjv il
J) Dieser Ausdruck für gymnasialen Verband kommt auch sonst in der helleni- stischen Welt vor: z. B. IG IV 754 (IIP); vgl. auch IV 45 u. 46 (IIP), sowie die Weiß- brodtische Inschr., heransg. v. Wilcken Arch. V 415, 13. 17 mit den Bemerkungen v. Wilcken.
'*) Zu diesem Kultverein vgl. SanNicolö, Vereinswesen I 17. Statt iK begegnet in diesem Ausdruck auch iv, z. B. auf einer ptol. Inschrift des IL Jahrh. v. Chr. (173/2*) herausg. v. O. Rüben söhn Arch. III 356 oi ev xfp öuvöbun xoö 'HpaKXeiou«;. S. N i- colö21.
16 Artikel mit Präpositionalausdruck. § 5.
AXaßavGibo? Petr. III 37 (b) verso col. 4, 25 (IIPm). tüjv ex 0apßa{0ou — <h< TTepcrea? Petr. II 10 (1) 5. 9 (nach 240a). tujv <?x Geabe^eia? Fay. 12, 4; ebenda 6 und 11 tüjv e'x Tf|? auTf|? (um 103a). Inschr. : oi er Aiovuaidbo? SB 4627 (II— P). oi ev bezeichnet
1. sehr häufig den Aufenthalt, Wohnsitz: oi e'v Aiyütttuji kui oi ev Tf|i Xomfu ßaaiXeiou Rosettastein 13. 53 (196a). toi? ev tüji vohuji (den Gau- bewohnern) Petr. III 53 (n) 5 (IIP), oi iv oixwi (Hausbewohner) Cair. Zen. 14, 10 (256a). Lond. I nr. 42 (p. 30) 5 (168a); nr. 33 (b) 6 (161a). Teb. I 58, 62 (llla). Lips. I 104, 12 (96 — 95a). tö? cmoaxeuä? tüjv iv xf|i iröXei (der nach Alexandria Komman- dierten) -rrepiaTTäv Par. 63 = Petr. III Einl. p. 26, 91 (164a). tüjv e'v toi? iepoT? (Tempelinsassen) Kanop. Dekr. 16 (236a). Or. gr. 736, 7 (P). Dresd. I (AYessely) 13 = Par. 30, 27 = Leid. D (162a). tou? ev toi; eXdcraooiv iepoT? Teb. I 5, 70 (118a); eben- da 98 tou? e'v Tfp ÄXeEaivbpe'uiv) xwpa (die Alexandriner), tou? ev xfp xdipai Rev. L. 47, 17 (258a). Kanop. Dekr. 12, 14 (236a).
2. Zugehörigkeit zu einer Klasse. Kategorie, Berufsart: tüjv ev üpxrii (die Behörde) PSI IV 425, 18 (IIP). TTejiivä? 6 ev toi? 'HpaxXeibou (einer von der Cömpagnie des H.) Petr. III 28 (e) verso 8 (221a). tujv e'v toi? OTpaTeuou.evoi? (Mitglieder der Truppe) Amh. 32, 1 (IP). trepi tüjv ev Tf)i xctToixicu (Katöken) Teb. 61 (b) 227 (118— 17a) = 72, 161 (114— 13a), identisch mit tüjv ex Tn? xcn-oixict? (s. oben). TTöpTei? riYe.uwv tüjv ev -rrpoxeipiauün („captain of a chosen band of youths" Grenf.-Hunt), Führer eines Elitecorps Amh. II 39, 1 (103a). oi ev xfy Im- OTaTeiai (die Mannschaften des Bezirks) P. Freib. 7 = SB 5942, 6 (251a). tou e'v Tai; irpo?öboi? ralc, Auaiudxou („who controls the revenues of Lysimachus" Ed.) Petr. I 22 (1) 4 (249a)1). Über oi ev Tfp dTroaxeuf|i (Troß) vgl. unten § 10 Anm. 1.
3. Einen Zustand, sei es religiöser Gebundenheit an einen Ort, sei es religiöser Besessenheit, bezeichnet der Ausdruck ö ev xaToxfj Par. 23, 29 (165a). Vgl. zur Sache U. Wilcken, Zu den xötoxoi des Serapeums Arch. VI 184 ff., wo (üe v. K. Sethe (Abhdlg. d. Kgl. GcseQsch. d. Wiss. zu Göttingen, phil.-hist. Kl. N. F. XIX Nr. 5, 1913) vorgetragene These, daß xctToxn „Schuldhaft" bedeute, widerlegt und dafür „Gotteshaft", d. h. Festgehaltenwerden an einem geweihten Ort, angenommen wird. Jetzt zusammen- fassend UPZ I S. 52 ff.; d. zu L. Wenger, D. Lit.-Z. N. F.;1924) Heft 4 S. 303 ff.
ö e'-rri tivo? bezeichnet die Stellung eines Aufsehers, Vorstands über Per- sonen und Sachen (Kuhring 17; Roßberg 11): töv eVi Tf|? oixia? („the Steward of the household") Cair. Zen. 26, 16 (255a). ö im Tf\<; XiGnYou ebenda 30, 6 (255a). tüji eiti tüjv oixobouixüjv epYwv PSI IV 371, 9 (250a). ö em tüjv Trao~Toqpöpujv Par. 35, 12. 31 = 37, 14. 43 (163a). irpö? toi? im xf)? xüjpa? Teb. I 5, 97 (118a). tüji eiri tou TTepiGrißa? Tor. I 3, 9 (116a). tüjv im tou 'HcpcuaTieiou Leid. K 13 (99a). toi? im tujv ttXoiujv (Schiffsbefehlshaber) Grenf. II 23, 5. 13. 17 (108a). Häufig von der amtlichen Aufsicht über die verschiedensten Ressorts: volle Form tüji im rf)q bioixnaeuu? xexaY.uevuui Rev. L. 51, 23 (258a) u. oft; ö eiri tüjv ßaaiXixüjv irpocöbujv xeTCtYMevo? Petr. II 22 = III 26, 15 (IIP). Daraus verkürzt ö eVi tüjv TTpo?6bujv Amh. 31, 3 (112a); 35, 2 (132a). Teb. I 5, 88 (118a); 27, 18. 98 (113a); 61 (b) 265 (118— 17a); 64 (b)
17 (116— 15a); 72, 263 (114— 13a). Tor. I 1, 3 (116a). Leid. G 3 (99a). Or. gr. 179, 5 (95a); 194, 4 (42a) etc. Neben tou? eiri TrpaYudTUJv TeTorfudvou? Teb. I 5, 248 (118a) und tou? e'rri xpeiwv xeTa{Y)|^evou? ebenda 144 = 162, begegnet tou? im TrpaY.udTUJv Teb. 39, 13 (114a) und toi? eiri xpeiüjv Tor. VI 31 (177 — 165a). tüjv eiri tujv xpm-|piujv Teb. 7, 1 (114:l). 6 eiri tP|? Xißavujxixri? (Aufseher über die Weihrauchsteuer) PSI VI
x) Unsicher ist die Bedeutung von tu? be updEei? tüjv ev aüToi? yevioQai ex tüjv äXXuuv ÜTrapxövTUjv Teb. 15, 226 (118a): entweder = die Zwangsvollstreckungen derer, die unter ihre (der TrpdxTopec) Jurisdiktion fallen, oder dessen, was auf ihren (der YewpYof) Namen läuft (cf. oben S. 10 Fußnote ■>). Die von den Herausgebern vor- ereschlasrene Auffassunsr .dessen was in ihrem Hause ist" möchte ich nicht annehmen.
§ 5. Artikel mit Präpositionalausdruck. 17
628, 3 (IIP). 6 <-tt'i tPic i\aiKf\q (Verwalter der Ölsteuer) Par. 22, 27 (um I66a). oi im OTdaewv Sl> 1106 Lnschr. (unb. ptol.). toO f-rri ouvxdSeuic: (Aufseher über d. Zuweisung der Katökenlehen) Lille 4, 24 (218 I7a)1). oi Kaxd Tiva:
1. räumlich vom Aufenthalt und Tätigseirj an einem Orte. tiDv koltA xqv XLÜpav irdvxujv (alle Landesbewohnef) Kanop. Dekr. 50 (236a). ttuii toi? Kuxnv (sie) XÜJpav Par. 63 = Petr. 111 Binl. p. 26, 93 (l(54a). oi Kaxd ttöXiv (Stadtbewohner) Cair. Zen. 5, 29 (257a). tu öipibvia (die Gehälter) xoic; Kaxd xqv oiKiav (den im Haus- halt tätigen Arbeitern, genannt nachher ßouKÖXoc,, ucpopßöc; etc.) Petr. II 33 (a) 27 (IIIa). Ebenso vielleicht auch in der Aufschrift XdYoc,Tra[pa.]o"KaTo<;(?) tujv Kaxd xqv oiKiav. während Smyly in der Korrektur Petr. 111 143 hinter oiKiav noch d[vqXuj|udxujv einsetzen möchte. Aber es kommen zuersl (1 7) die Einnahmen, erst von 8 an [dv]nXwua. *
2. vom Gegenstand beruflicher Tätigkeit: -rrapövTUJV xüjv Kaxd xdc; Trp(oc,öbouci = die bei der Steuererhebung Beteiligten Teb. I 5, 89 (118a).
3. Der distributiven Bedeutung nähert sieh der Ausdruck oi Kaxd uepoc, in der Verbindung errdv Tic; e'£e\e-fX0f|l XeXuTrr)KUj<; Tiva tüjv Kaxd uepoq, d. h. von denen, die entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit nach einer Auswahl zur Steuerlast herangezogen sind Par. 61, 14; 17 rrdoi toic, Kaxd uepocj (156<a). Vgl. den vollen Ausdruck bid tüjv Kaxd uepoc, YewpYüJV Teb. 61 (b) 50 (118 — I7a); 139 xoT<; Kaxd ue"po<; YewpYoiq. Ebenso Teb. 66, 9 (121- 20a); 72, 14. 43. 52. 60. 62. 67 (114a). Rostowzew, Kolonat p. 55 erklärt den Ausdruck = Kaxd uepiouöv (entsprechend der Leistimgsfähigkeit ausgewählt) nach Stellen wie Par. 63, 47 öttujc. eKdaxoiq Kaxd büvauiv uepiaBfn xd YewpYta oder ebenda 66. 118. 150 (164a). Schließlich könnte man auch einfach erklären: ,Die Betreffenden, Einzelnen', womit auf die ausführliche Aufzählung der Pächter verzichtet würde.
4. Rangbezeichnung: oi Kai' dEiwua = die Chargen. So P. Meyer, Gr. T. .Nr. 1, 24 (.in, qpepouevwv [quüjv e'v xo!]cj Kax' dEiwua (144a). Der volle Ausdruck e'v xoic; Kax' dEiujua KXqpouxoic; Teb. I 124, 34 (nach 118a).
oi uexd xivocj = omnes qui aliquo modo alicui iuncti sunt (Kuhring 161). Ob Hausgenosse, Verwandter, Begleiter, vielleicht auch Beamter (?), muß der Zusammenhang entscheiden. eppd)unv °^ KOtl auxöc, Kai oi uex' eVoö Petr. III 53 (q) 4 (IIP), udvxac, xoüc, ue0' quüjv (Begleiter, Leute) Petr. II 45 = W. Chr. 1 col. 3, 10 (um 246a). xüjv uexd aou xi? (einer von deinen, des Archisomatophylax, Begleitern, Beamten?) Par. 12, 12 (157a). ö drrobiboücj ooi xqv eTrio"xoXr|v e'cmv OiXuuvoc; dbeXqpöc xoö uexd Aüöiboq e'TriaxoXoYpdqpou (Freund, Genosse, Beamter (?) des Sekre- tärs L.) P. Passal. - Witk. ep. pr.2 34, 2 (IIP). Vgl. Witkowski z. Stehe.
ö Trapd tivoi; :
1. Gewöhnlich und überaus häufig = stellvertretender Beamter, Unter- beamter, Agent, Gehilfe (vgl. Kuhring 14 f. ; Roßberg 11; Krebs, d. Präp. bei Polyb. 52 ff.; Radermacher Philol. 63, 11). Die volle Form ö Trap' aüxoö Ka0eaxn.Kuu<; Rev. L. 45, 7; 47, 10 (259a); 6 Trapd xoö vouoqpüXaKoc, Kae(e)axuO? Hai. 1, 42 (IIP). Daraus meist verkürzt: xdn Trapd Äpxeuibdbpou PSI VI 551, 20 (272a)2). Möa, im xuji xrap' eVoö — Aißdvun tüji Trapd TeXeaxou ebenda VI 569, 11 (253a). ö Trapd Ni- kujvoc; Lille 13, 2 (244a). 6 Trapd Xxpaxiou Lille 14, 2 (243a). £vavxiov xoö oikovöuou Kai xou dvxrfpaqpewq q xoö irapä xouxuuv Rev. L. 25, 6; 49, 14; 55, 20. 22 (258a) u. oft.
x) Ohne Artikel begegnet der Titel e-rri iuTpüJv (Ärzteaufseher) Ditt. Or. Gr. I 104 Xpüaepuov . . . e'EqYqxqv Kai eVi tüjv iaxpüjv Kai e'Triöxdxqv xoü Mouaeiou (190— 181a).
2) So wird in den von C. C. Edgar in den Annal. du service des Antiq. de l'Egypte XVIII ff. publizierten Kairener Zenonpapyri Zenon meist als 6 Trap' ÄTroXXwvio. be- zeichnet (um 250a). Über sein Verhältnis zuApollonios vgl. Wilcken, Arcb.f. P. VI 448.
M ivser, Papyrusgrammatik. II. 4
18 Artikel mit Präpositionalausdruck. $ 5.
oi rrapö tüjv oikovöuujv P;ir. 62 IV 17 (IIa). ö be Trapd aoü oök ecpn, bövaaöai örroboövai Grenf. II 14 (a) 19 (270 oder 233a). öttö KXixapxov xöv -rrapd Äo"K\r)Tridbou P. Graden w. 4 = SB 5680, 7 (229*). TeXeoxun xwi Trapd Aioböxou Hib. 58, 4 (245a). ApcreuqpBeT xun Trapd Tewxo? ebenda 74,2 (2503). xoö Trapd xüjv ßaai- Xixüjv -fpauuaxeujv ebenda 98, 15 (251a). 6 Trapd Xeuvou ebenda 101, 2 (261a). Vgl. 106, 6 (246a): 107, 6 (244a); 110, 81 (255a) etc. 'Epuia? ö rrapd TTaviaKou Grenf. II nr. 25—35 oft (103— 08"). Amh. 48, 17 (106a). BU 997 II 4 (103a); 998 1 3. 13; II 1. 7 (103a). bieTreniim- ue0a xoö? rrap' f]uujv (unsere Beamten) Amh. 31, 6. 16 (112a). Grenf. 1 35, 4 (99a). bid Aujpiwvo? xoö rrapä Zujrrupiujvo? Kai ÄTroMujvibou xoö rrapd Nikujvo? Petr. I 22 (2) 5 (257*). Trapövxo? Äpio"xd;>xou T0U Trapd Aiovuaobüjpou Petr. II 25 (i) = III 62 (a) 14 interlin. (IIP), bö? xun Trap' Ävxirrdxpou (dem Agenten des A.) Hib. 48. 10 (255a). auvTdEa? xol? rrapd öoö (deinen Unterbeamten) Hib. 66, 3 (228a). xol? rrapd xüjv oixoXöyujv Hib. 42, 4 (262a). 'Hpünbri? ö rrap' Äpvoöqno? (Unterbankbeamter) Lond. III nr. 1200 (p. 3) 12. 14 (192 oder 168a). ZuTvi? 6 rrapd TTaKoißio? xoö rrapd Aiovuoiou xoö ßaaiXiKOü Ypad(n)axeuj? ebenda nr. 1202 (p. 5) 4 (160— 59a); (p. 4) nr. 1201, 3 (160a). SB 4281 (Pap. Lond.) 2 (160— 59a). drroßidleaGai toö? rrapd xüjv iepewv Teb. I 6, 45 (140— 39a). xöv rrapd xoö dpxiqpuXaKixou Teb. 38, 16 (113a). xivö? xüjv rrapd OiXovaöxou 13, 10 (114a). 6 rrap' okovöiuou P. Meyer, Gr. T. Ostr. 73, 6 (II*). 6 rrapd xn,? ßa(o-iXiaoT|?) 1'e^- 86> 2& (II4f), ein nicht näher bestimmbarer Beamter der Königin Kleopatra; xoT? rrapd xfi? ßaaiXiaan? 210 descr. (107 — 6a). xoi? rrapd xoö oxpaxn.Yoö Teb. 121, 60 (94 oder 61a) etc.
2. Rechtsvertreter (vor Gericht). Formelhaft: M^xe eauxoö? erreXeörTeoBai urjxe äXXov imblva xüjv rrap' aöxüjv Grenf. I 11 col. 1, 21 (157a); II 25, 17 (103a); 26, 14 (103a) u. oft. xöv be rrupöv drroböxujo"av oi bebaveiauevoi AioaKOupibei f| xoi? rrap' aöxoö Rein. 8, 9. 15 (113a); 9, 18. 24. 26 (112a); 10, 16. 20. 22 (IIP); 16, 22. 28 (109a); 22, 6. 9 (107a); 26, 19. 26. (104*); 28, 29; 30, 5. 10 (Ilaf). In Kon- trakten = Partei, Genossen: erri xoö? rrap' aöxüjv Rein. 12, 8. 14 (IIP); 13, 12. 17 (110*). Teb. 105, 29. 32. 37 (I03a). Leid. O 26 (89a). xwv rrap' aöxüjv (Partei, Anhang) Tor. IV 20. 24 (117a). xoT? rrapd xoö Kouavoü Teb. 79, 55 (nach 148a).
3. Leute, Kriegsleute: xoö? rrap' rjuüjv rrpöc xf|i xr)pr)aei ö'vxa? ecpöveuaav ?. Cairo = W. Chr. 11 B 5 (123a). [ync] rjv drrö örroXötou KaxepYafaBfjvai) (= meliori- siert) örrö xujv rrapd TTxoXeiuaiou Teb. 60, 57 (118a). Die Kleruchen waren Soldaten.
4. Allgemein = Angehörige, Hausgenossen. Freunde: KaXüj? rroiriaei? rrapaKaXiöv (trösten) aauxöv Kai xoö? rrap' f),uiöv Revill. Mel. p. 295 = W. Chr. 10, 6 (131— 30a). oi rrap' nuiöv rrdvxe? Lips. I 104, 21 (96— 95a); Grenf. II 36, 9 (95a). oi rrap' luoö rrdvxe? Par. 51, 40 (Traumerzählung) = Angehörige (160*). darrdlou rrdvxa? xoö? rrap' r).uu>v Oxy. IV 805, 5 (5*). So wohl auch Teb. I 55, 4 KeKÖ]uiKe be p.oi ö Trapd ooö äuioc (dpxdßnv) a (II* f). In einem Privatbrief BGU VI 1300, 4 öfiaivov Kai aöxn, Kai f] ur|xnp Kai oi rrap' r)|uuiv rrdvxe? (III — IP).
oi rrapd xiva einmal = Nachbarn, Anwohner: xoi? rrapd xrjv Xiuvnv (Möris- see) Lille 5, 5. 39 ,260 — 59aj: vgl. ebenda 5. 27 ei? xrjv rrapd xi^v Xiuvnv (sc. -ff)v). oi rrepi xiva:
1. räumlich: rrapd xüjv rrepi Kdvwrrov (von den in der (legend v. K. beschäf- tigten Arbeitern) Petr. III 130, 6 (IIP), xujv rrepi 'Oxeapuüjxnv (sc. vouöv) PSI V 510, 7 (254*). xüjv rrepi xd Meuvöveia Tor. V 5 (177 oder 165*).
2. Kollegen, Anhang, Parteigenossen: xoö? rrepi xöv 'Eaxielov (Kollegen, sc. oi rrßö? xfp auvxdEei) Teb. I 30, 27 (115a). Ebenso oi rrepi xöv Apöxuuva Grenf. I in. 17 (174a). xoö? Tcepi [xöv Oox]opxa!ov = die Partei des Th. Grenf. I 11 col. 1, 14 (153a). oi rrepi xöv "Qpov (Parteigenossen des H. im Hermiasprozeß) Tor. 1 3, 19. 27; 4, 12. 16. 35; 6, 5. 30; 7, 16; 8, 1. 7. 14; 9, 9; 10, 3 (116a). Par. 15, 34. 36. 70 (120*). SB 4512, 70 (Erbstreit) (167—134*). Kai fif] erreXeöaeaGai uV]t' aöxöv ArroXXujviov unb' dXXov unbdva örrep aöxoö im xoö, rrepi xöv Yevxüjvaiv (Parteigänger) Tor. IV 19. 24 (117a). ai Ttepi ArroXXuuviav (Apollonia u. ihre Schwester als Prozessierende)
§ 5. Artikel mit Präpositionalausdruck. 19
Grenf. J 21, 16 (126a). xr|v uev x^ptfov toi? rrepi ättoWöiviov (Pachtgenossen, Mit- glieder einer Pachtgenossenschafl mit Ap. an der Spitze) TrapabeiEai, iüoax be toö? TT€pi töv Kouavöv £xeiv T,lv (TTTÖpmov Tcti. 79, 57 (nach 148"). toö? irepi Adu.iv PSI V 500, 3 (257a i.
3. Beamte, Begleiter, Untergebene, Truppen : tüjv Ttepi Aeivuuva (Beamte) PSI IV 321, 5 (274a). tüjv rrepi ättoXXujviov töv öioiKirn'iv Cair. Zen. 3, 4. 15. 21 (258a). toi? trepi t^v Aaobiwjv Petr. II 45 = W. Chr. 1 col. 2, 7; 9 emßoriÖriodvTUJv tüjv irepi töv TTu8a-föpav (Truppen) (um 246a). tüjv Trepi Auaiuaxov (Begleiter) Petr. I 22 (1) 3 (249a). oi Trepi Maif.iaXov Petr! II 13 (16) 11 (258 -53a). oi irepi aöXnv (Hofbeamte) SB 1568 (Inschr.) 7 (IIa).
ö Tipö tivo; = Vorgänger (im Amt): Ypdcpouaiv oi irpö f|u.üjv Teb. I 61 (b) 384 (118 — 17a) = 72, 388 (114 — 13a). toö? irpö^rjuäiv pr| ä.Trn.vTr|Kevai eiri Tr)v yeiufi- Yiav 61 (b) 410 = 72, 421. üttö tujv rrpö f|uüjv Teb. 73, 6 (113 — lla). üttö toö Tipö toö r]uujv eiriGTÖrou (von dem Vorgänger unseres Vorgängers in der Vorstand- schaft) Tor. I 7, 34; 9, 23 (116a). Vgl. Roßberg 12.
ö Trpö? tivi = Verwalter, Beamter, Aufseher, Vorsteher, Be- fehlshaber (Kuhring 17; Roßberg 12): toö Trpö? Tf)i äy opa v ou f ai Grenf. 110,7 (174a). Leid. N 115 (103a). 6 Trpö? Tr|i dvaYpaqpf|i Beamter für amtliche Aufzeichnung Lond. III S. XXIV Nr. 664 (99— 98a). ö Tipö? Tai? dvaKpi(aean Beamter, der die Vor- prüfung der Prozeßpapiere vornimmt Teb. I 86, 1. 3 (IIa*). Pr eisigke, Fachw.s.v. u. SB 1568 (IIa). tiFiv Trpö? Tai? YP^MMOiTeiai? (Kanzleibeamte) Teb. 130, 18(115a). ö Tipö? tuji YP«qpiuJi Buchnngsver merke unter demotischen Urkunden (Turin) SB 4506. 4507 (unb. ptol.). toö Trpö? Tf)i be pu.aTn.pou (Ledersteuer) Petr. III 32 (d) 3 (IIP); II 32 (1) 42 (197 oder 173a). ö Trpö? rf\i biaGe^ei BGU VI 1219, 31 (IIa). toö Trpö? tx\\ bioiKrjaei (Verwaltungsminister) Hib. 109,3. 10(247 — 46a). tujv Trpö? Tf|i e'XaiKn.i Par. 25, 4 (um 163). Lond. I nr. 31 (p. 15) 3 (162a). 6 Tipö? tüji t\ai- oup-fiwi PSIIV438, 5(IIIam). Theb. Bk. (Pap. Par.)Xal (ISO3), toö Trap' ävtikXc'ou? irpö? Tf|i e'EayuJYrii toö cjitou Petr. II 20, 2 (252a). tujv Trpö? Tf|t öeparreiai toö lapd-mo? Kai Tf|? 'laio? Par. 31, 6 (163a). -rrapä tüjv Trpö? toT? GrjaaupoT? (Verwalter der Getreidemagazine) Hib. 117, 1 (239 oder 214a). Eleph. 10, 3 (223a). Kd- OTopo? toö auYYevoö? Kai Trpö? tüji ibiuji Xöywi Or.gr. 188, 1; 189, 2 (57a). 6 Trpö? toT? iepol? Or. gr. 51, 26 (239a). ö Trpö? Tfp otKovopiai tüjv äpYupiKüJv Tor. V 8; VI 9; VII 4 (177 — 165a). öttö tujv Trpö? Tai«; TTpaYM-aTeiai? (Verwal- tungsbeamte) Par. 63 = Petr. III Einl. p. 20, 25; p. 30, 134: p. 32, 157 (164a). Par. 22, 27 (um 165a). Leid. B 2, 19; 3, 8 (164a). Par. 39, 13 (161a). Teb. I 5, 160. 179 (118a); 30, 17 (115a) etc. toö? -rrpö? Tai? aiToXoYiai? Kai dvTiYpacpeiai? Teb. 15, 85 (118a). toö Trpö? Tf|i OTpaTivfiai BU (III) 992 I 10 (162a). ö Trpö? Tfp auv- TdEei tüjv KaToiKwv (Beamter, der mit Zuweisung der Katökenlehen zu tun hat) Teb. I 30, 6 (115a); 61 (b) 269 (118a); 79, 88 (nach 148a); 239 descr. (Ilaf). BGU VI 1221, 63 (IIa); Wilck. Ostr. 320, 4 (unb. ptol.). toö Trpö? Tai? auvTdEeoiv Rein. 7, 29 (141a). tüji Trpö? toi? au v[TdYM-]a aiv(?) Straßb. II 105, 5 (IIP), tüjv Trpö? toic, TeXcuviai? (Zollbeamte) Par. 61, 9 (156a). oi Trpö? Tfji (TeTdpTn.0 tüjv äXieujv Wilck. Ostr. 1029, 2 (136— 35a). toö ttpö? xf|i (e'KTtii) Cair. Zen. 62, 3: ebenda 21 oi ■npöc, Tf|i eKTm (240a). 6 Ttpöc; Tf|i TOTTOYpauuaTeiai P. Louvre = W. Chr. 167, 8 (131a). tüji Trpö? xf|i x o p n. y i « i tüjv eXecpdvTwv (Befehlshaber der zum Einfangen von Kriegselefanten errichteten Station) Hib. 110, 79 (nach 255a). toö? tipöc, xpeiai? (die Beamten) Teb. I 5, 255 (118a); 7, 2 (114a). tüjv Trpö? Tfji ujvf|i (Steuerpachtge- sellschaft) Lond. III nr. 1201 (p. 4) 2 (161a); nr. 1202 (p. 5) 2 (160— 59a). BU (III) 999 II 2 (99a). Grenf. II 32, 12 (101a). SB 4281 (Pap. Lond.) 1 (160— 59a). Allgemein: toi? tt p ö ? t o ö t o i ? = den betreffenden Beamten Teb. I 27, 109 (113a).
6 üttö Tiva = der Untergebene: <pr|o"i be Kai utt dXXuuv tivujv äbiKelaBai tüjv öttö ae Cair. Zen. 50, 7 (249a). Vgl. PSI IV 384, 2 (248a). TrdvTa? toö? öttö ti'iv ßaatXeiav Par. 61, 6 (156a). Teb. I 5, 2 (118a). Voller Ausdruck toi? üttö tiiv ßaoi-
2*
20 Wegfall des Substantivs. § 6.
Xeiav xaaaopevoic; Kanop. Dekr. 13 (237); Kosettastein 10 (196a). Formelhaft xüjv oüttuj ücp' f|f epöva1) BGU VI 1262, 6 (216a); 1265, 8 (214a); 1274, 17 (218a); 1276, 6 (215a). Frankf. I Nr. 1, 7. 58 (214a); Nr. 4, 8 (216a).
Anmerkung 1. Präpositionalausdrücke mit substantiviertem Infinitiv kom- men nicht vor.
Anmerkung 2. Vereinzelte Beispiele für attributiv gebrauchte Präpositions- adverbien: BGU VI 1211, 4 xou<; euu? NauKpdxeuuc (die bis N. ansässigen Diony- 80sdiener); 6 xouq o' eudviu NauKpdxeuuc; (IIIaf)-
[IL KEHLEN DES NOMEN REGENS IN ATTRIBUTIV ZUSAMMEN- GESETZTEN AUSDRÜCKEN 2).
§ 6> Gelegentlicher Wegfall des Substantivs mit naheliegender Ergänzung aus Zusammenhang und Situation.
Kaum fühlbar, wenn auch etwas ungewöhnlich, ist der Ausfall von ävGpujirog und yuvP Hib. 59, 3 äiröaxeiXov upö? r\aä<; xnv irapaboBeiadv aoi exouaav xö KXe^rnpov eXaiov Kai xöv trapabövxa aoi äTröaxeiXov (245a). — Lond. I nr. 19 (p. 16) 2 ff. xrpö<; xpv irpoKeiuevi-jv ävaqpopäv . . ävevevKdvxujv xüjv irapd oou YP<*P- paxewv . . . pexabe'boxai ppiv exouöa (sc. ävacpopd, aus dem Vorhergehenden zu er- gänzen) OTTOYpaqpnv (161a). — Ebenso kann evxeuHn; als selbstverständlich wegfallen Lond. I nr. 35 (p. 24) 4 erceboKd (sie) aoi xpv irapä xou ßaaiXeuj? eoqppaYiöpe'vr|v uepi xüjv bibupüjv (sc. evxeutiv, was dem Ideenkreis des Schreibers naheliegt) = nr. 24 (p. 26) 4 (161a); dagegen nr. 21 (p. 13) 7 steht im gleichen Fall evxeuuv (162a). - Ähnlich fehlt uiröpvvipa Cair. Zen. 63, 8 direaxaXKa pev aoi xö ävxi'Ypaqpov xoö boG^vxoc fpaiv (sc. inrop vp y axo?) irapä KXewvoq (239a). — Vat. C= UPZ 51,12 öpoiwc; be Kai xpv Yivopevpv (sc. auvxaHiv) eK xou Äo"K\n.Tneiou d-rrobouvai (16P). Zeile 6 aüvxativ weit entfernt. — Teb. 1 27, 52 xou? ^irixnbdou? Kaxaaxpaa«; irpöc, raic, Kaxä Küjppv (sc. xpeiai?, d. h. Ämtern, aus dem Vorhergehenden verständlich) Kai Trapü xüjv ev tKaöxni (sc. k üj p p i) qpuXaKixüJv Xaßuüv xeipoYpaqpia? (113a). — Hai. 1, 224 ff. ö be KaXeadpevo; ypaq)^xuj xpv papxupiav eic; TTivdKtov, 6 be KXp0eic pap- xupeixuJ ^rri xfp dpxfp . . . , äXXpv be (sc. papxupiav) pp papxupeixu» (IIP). — Grenf. I 21, 9 (126a) üjv Y^ixovec vö(xou) \pi\oi (sc. xöiroi, was erst aus xött[ocj nnXö]cj der folgenden Zeile zu entnehmen ist). Ebenso ist es nicht auffällig, wenn Teb. 1 81, 10 nur dXXou steht, da 3 dX(Xou) xö(ttou) vorausgeht und 16 folgt (IIaf). — Un- gewöhnlich, aber immerhin verständlich ist Amh. 43, 11 (173a) eicj xpv ZoKvoTraiou. da vorher 6 und nachher 17 der volle Ausdruck mit vp öo cj steht. — Petr. II 45 = W. Chr. 1 col. 2, 23 xüjv be iepewv Kai äpxövxuuv . . xpv eVi xöv Xipeva auvavxpadvxwv (um 246a): öböv wäre leicht zu ergänzen, kann aber, wie auch "Wilcken vermutet, ebensogut in der Lücke nach ouvavxpodvxujv verloren sein, wie man col. 3, 23 liest eic; xiqv irpö [xp; uüXpcj öböv. — Nachdem Tel). I 61 (b) 5 und 24 (118a) der volle Ausdruck xpej Kaxä qpüXXov y e uj p e x p i a c , d.h. des nach Fruchtarten angelegten Vermessungsbuchs, gebraucht ist, hat der Verfasser des Katasters 225 nur im xpej Kaxä qpuXXov geschric-
J) Zur Sache vgl. P.M. Meyer zu llamb. 26,13.
2) Krüger § 43, 3. Kühner-Gerth I 265 ff. Brugmann-Thumb 473 (Er- gänzung des Substantivuni aus der Situation). Gildersleeve Syut, I § 32—35. Schmid Attic. IV 106. Blaß-Debr. N.T. § 241.
§ 7. Nominalellipsen. 21
hon: dal.» übrigens der gekürzte Ausdruck auch an sich geläufig war. beweis! 78, 4 (110 — 8a), wo gleich im Eingang des Berichts ^exö. xn,v mxd cpöXXov und 25, 12 bid xfjc K«xd qpöXXov (117*) steht. - - [m Zusammenhang mit anderen Ölsorlen wird Rev. I.. 39, 6 fortgefahren Ko\oKuv8ivou (sc. ^Xa(ou) xnv dpxdßnv, xoö ck xoö Xivou arrep- uaroq (258a). — Solche Fälle liehen sich noch in großer Zahl anführen.
§ 7. Gewohnheitsmäßige Nominalellipsen.
* Manche vielgebra uclil en Nomina, die in bestimmten attributiver!
Verbindungen geläufig sind, werden im Zusammenhang der Rede gewoh n-
heitsmäßig weggelassen (Nominalellipse).
a) gen er. masc.
dox pd^aXoq (Knöchel): bopKabeouc; (= bopKabeiouc;, Rehknöchel, wie sie zum Spielen gebraucht werden) PSI IV 331. 2; verso bopKabewv (257/6a); 444, 2 (IIP). Vgl. Polyb. 26, Kl, 9; Herond. 3, 63 bopKdai rraiZeiv.
Xöyoc;: ^invieToc; = Monatsbericht < ioodsp. 7, 7 (119 — 18a). dvacpepeaGw (ö xPHMa- tiomö?, der Bericht) eV eoxaxov toö pnvieiou (sc. Xöyou, nach anderer Auffassung sub- stantiviertes Neutrum) P. Lonvre = W. Chr. 167, 3 (131a). ouxoq be TTpocBnaexai ev xoi? unvieioii; (Mpnatsjournalen) tö Kaö' ev Par. 62 = Rev. L. App. I col. 2, 6; 8, 11 (IP). Zum späteren junviaioq in derselben Bedeutung vgl. Preisigke, Fachwörter s. v. und Wilcken Ostr. I 641. In einem Flurbericht Gurob 26 (a) 2 xüjv ev xün KXripouxiKÜJi (in der Kleruchenliste) ; (b) 6 üjv oüx eupioKouev ev xwt KXnpouxiKim (IIP). Vgl. auch oben § 1 S. 2 Note 2 (ev xwi axpaxiwxiKun). emXaßujv -rrapa t<üv TpaTreZiTüjv . . x[d] TftTrxuiKÖxa eiq tö ev ättöXXujvos rröXei iepöv, öuoiwc be Kai toO eisue^expriudvou aixou (sc. Xöfov) -rrapa tüjv -rrpöc; xoic; Gnaaupoic; Eleph. 10, 1-ff. (223a). Gemeint sind Abrechnungen über Geld- und Naturalabgaben, weshalb Rubensohn auch xd TreTTTUjKÖTa in xiöv -rreTTTUJKÖTUJv (sc. Xöyov) ändern möchte; doch kann auch xd TferrxujKuxa im obigen Sinn verstanden werden, während freilich nachher die etwas harte Ergänzung von Xöyov nötig ist. Diese Ellipse kommt auch sonst im Tabellenstil nicht selten vor (worüber unten § 8 S. 25).
|ur|v: £w<; xoö eveaxüjxot; Eleph. 10, 14; 11, 3 (223a). irpö rf\q beK(hr\q ia- [xauevou] Rev. L. 16, 4; 18, 11 (258a).
vouöi; fällt in den Gaubezeichnungen gewöhnlich weg: z. B. ev xuji Äpoivoixm Lille 4, 25 (218a). xoö TTepiGrißc«; Lond. I nr. 3 (p. 46) 8. 42 (146a). ev xiiu TTepi- er)ßa<; Lond. II nr. 401 (p. 13) 8 (116— IP). Beispiele zahllos, vouö? steht selten dabei: xöv laixnv vouöv Hib. 27, 31 (301 — 240a). xoö 'HpaKXeoTroXixou vouoö Hib. 80, 9 (250a). xoö Äpmvoixou voiuoö Magd. 42, 2 (22P). Das Adjektiv ist hier in dem Maße substantiviert, daß sogar ein neues Attribut dazu treten kann: xoö uixpoö Aio-rroXixou Or. gr. 184, 4 (74a). Aus dem Zusammenhang ergibt sich die Ergänzung Teb. I 5, 262 dvdYeiv eVi xd dTrobebeiYi^va ev eKdoxoic; (sc. vouoiq) dpxeTa (118a).
olvoq: xoö Xiou PSI IV 438, 21 (IIP); aber 413, 13 oivou fj Aeaßiou fj Xiou (IIP); 428, 71 oivou Xiou (IIP); ebenda 23 oivou Kvibiou = 31. 110; VI 594, 21 nur paXaKoö (IIP).
o\roq fällt nicht bloß in zahlreichen Rechnungen, sondern auch im Kontext manchmal w eg in der Verbindung mit dTopaoxö«; (frumentum emptum ) und cp 0 p 1 k ö q , so Petr. II 20 col. II 5 und 8 dtrö xoö aYopaoxoö Kai xoö cpopmoö (252a). dyopaaxoö in Rechnungen: Petr. II 30 (a) 12. 19 (IIP); 48, 7. 16 (186a); III 100 (b) oft (IIP); 113, 5. P. Gradenw. 5, 5 (230— 29l). PSI VI 609, 4 (IIP).
xdpixoq (Pökelfleisch) ist zu ergänzen PSI VI 620, 11 Buoxvxtov xpnoföv (IIP). Vgl. ebenda IV 413, 24 dSopev öuiv criraubaTov xdpixov (IIP).
22 Nominalellipsen. § 7.
Über den Wegfall von utö?, das durch den Gen. poss. ersetzt wird, vgl. die Lehre vom Artikel.
b) gener. femin.
ßouXn: oi öttö auvKXnxou (Senatoren) Teb. I 33 = W. Chr. 3, 4 (112a); upöq tt]v aüvxXriTOv Teb. 5, 196 (118a).
Y f| oder xwpa fällt regelmäßig weg bei Attributen des zur Bodenkultur be- stimmten Landes, wie äßpoxo?, &Xu.upi<;, äuTre\TTi<;, dcmopoq, ßacnXiKri, dcrrrapiuevn., ibiÖKTriTO? iepd, iepeuxiKn., Kaxdßpoxo?, KaxoiKiKr], KXrjpcuxiKr], SuXikh., tuXm«;. an.- aafiiTii;, airöpiiuoq, x^pöo? ete. 1). KaxaKeK\uau.evr| Kai Kexepcmju^vri Teb. I 5, 94 (118a) etc. Tf|<; Kpoxujvoqpöpou Petr. II 32 (2) = III 32 g (a.) 12 (IIIa). f\ buvaxr) airapfjvai Magd. 3, 5 (221a). xfc dv rf|i Onßaibi dTravxXnxrK Rev. L. 24, 7 (258a). <!k rf\c, Trapeiuevn.«; Hib. 53. 5 (246a). eic, xrjv £v xuh bpuuüjt Lille 5, 13. 17 (260—59*). auö xnq uirapxoüari^ aüxuh Goodsp. 6, 4 (129a). Auch iv xfp Yevoßdaxioi; PSI IV 422, 25 (IBP). Tf\c, im xou ßaoiXdw«; (vom Königsland) Teb. I 61 (a) 146 (118a). Tri? iv xwi iub (frei) = von dem im 44. Jahre bebauten Land Teb. I 60, 123 = 61
(a) 99 (118a). öanv av aixotpopnauj PSI IV 400, 7 (IIP). Auch Lond. III Nr. 1207 (p. 17) 19 (99a) ist wohl hinter dem Eigennamen yh zu substituieren. Stehend wie im Klassischen r] oixouu^vn. (Welt), z. B. PSI V 541, 7 (IIIa). i'y ibia bedeutet die- jenige Gemeinde, in der man heimatberechtigt ist (vgl. Wilcken, Grdz. 26 f.): Tor. VIII 27 eic, xäq ibiac, auxwv |uexoiKia6n.vai (119a).
Tp a muri: n. irepiuexpoq (Umfang) Lille 1 recto 4 (259a).
b^ainrj (Bündel) ist wohl als Maßeinheit zu ergänzen beim Heu Cair. Zen. 63, 24 (239a) xöpxou (■iT€vxaKic;uupiwv), 26 (bwbeKaKiqiuüpiai).
biKr\: r] Zpryioc, BGU (III) 1004, 4 (IIP). Titel: vjjeubowapxupiou (sc. bkai) = Prozesse wegen falscher Zeugenaussagen Hai. 1, 24; ebenda 40 ^tti xnv i|jeubouapxup{ou ;
VOll T] xou \\). blKTl 49 (IIP).
b i cp 9 i p a : unXujxn = Schaffell Teb. I 38, 22 (113a) 2).
eopxn.: xpiexiipiq Kai ducpiexrjpi«; (ein alle 3 und jedes andere Jahr gefeiertes Fest) Or. gr. 51, 26 (239a).
rjudpa wird beim Datum fast immer weggelassen: z. B. ärrö eirxaKaibeKdxn.? Kanop. Dekr. 58 (236a). ättö Ivö.ty\(; Hib. 72, 6 (241a). irpö xr\c, beKdxns Rev. L. 16, 4; 18, 11 (258a). xpixni &r' eücdbi Eleph. 5, 17 (284a). xf|i ^Tnoücni Petr. III 56
(b) 12 (nach 260a). xf|i eTrouivni Hai. 1, 30 (IIP), xfp <?veoTüjrm Tor. XIII 20 (147a). xf|i uaxepatai Rev. L. 20, 9 (258a). xfp eqpaüpiov Hamb. I Nr. 27, 4 (250a); 13 eic, xrjv on.aepov. Aber Lille 15, 2 x?|i ^Traüpiov riuepai (nach 265a). dird xfjc; oriMepov Lond. I Nr. 3 (p. 46) 26 (146a). ewe — |i^xpi xn<; or\uepov Par. 35, 5; 37, 5. 9 (163a). — Trpoeeo-uia (sc. nuepa) Verjährungstermin Tor. I 4, 31; 7, 26 (116a). - eübia= heiterer Tag, übertragen glückliche Lage: Rosettastein 41 xn.v Arruirrov eic, eübiav äyafelv (196a). Über diesen poetischen Ausdruck vgl. Bd. I S. 28.
6piE: TToXiäq exwv Par. 51, 26 (160a) 3).
6u-f dxrip: über den Ersatz durch den Gen. poss. wird unter der Lehre vom Artikel gehandelt.
KU)u.ri: £v thi ÄKüjpew<; (ÄKibpiot;) gleich im Anfang einer Eingabe Rein. 7, 3; 22 <[k Tffc Ä. (141a); 8, 13 (113a); 9, 21 (112a) etc. irepi xrjv xüjv naoxocpöpuuv Hib. 87, 6 (256a). iv Tfji AiGwvoq Rein. 17, 11 (109a).
uepiq (Distrikt): stehend in r\ Grißair, z. B. Magd. 11, 2 (221a). Rev. L. 24, 7 (258a). Hib. 110, 80. 85 (nach 258a) passim.
u o T p a : besonders häufig bei Steuern und Abgaben. ^expr)ötu Kai xr)v riuioXiav
*) Zur Erklärung dieser Kunstausdrücke vgl. Preisigke, Fachwörter S. 431
2) Bisher Philemon bei Poll. 10, 176. 181 u. Schol. Ar. Vesp. 670. Suid. Hesych. LXX. N. T. Pallad. Hist. Laus. p. 73, 24 Butler; id. vit, Ioann. Chrys. 7 p. 24 Migne.
3) So allgemein griechisch: vgl. Schmid Attic. I 133; IV 219.
§ 7. Nominalellipsen. 2H
Teb. 111, 10 (116a): nichl wie man früher gemeint = V/o, sondern nur 5<)%, die freilich zum Ganzen geschlagen V/o ergeben, also = 50%iger Zuschlag. Ebenso xrjv f)|utoXü/.v dcpiKevai Grenf. II 31, 17 (104a); xrjv cpepvnv aöv xf|i n.uioXiai Par. 13, 15 (um 157:')- Leid. A 15 (150a). xexupxrjv P. Heidelb. - Preis. Samm. 5865, i (116»). Plural xe- xdprai; Gurob 10, 4 (Illil). xn.v e'Kxn.v Rev. L. 24, 5. 12; beKdxn.v 24, 9 (258a). f| ei- Koaxri (5%ige Verkehrssteuer) sehr oft, z. B. Petr. 11 11 (2) 4 (IIP). BU (III) 92 II 11 (162a) etc. £vnr\ Kai bexdxri (duöiuoipa) Petr. III 53, 45; ebenda 71 xpuaoxoixr) (IIP), xnv (4triKoaxr)v) Eleph. 20, Gl (223:l). xnv (eKaxoaxnv) Kai (biaKoaioaxnv) Hib. (1(3. 1 (228a) etc.
vaü?: n ^Xe<pavTr|TÖ? Petr. II 40 (a) 22. 2« (260a). 6aXauriTÖ? PSI IV 332, 1". 16 (257a): eine prächtig ausgestattete, mit Zimmer versehene Gondel. Vgl. Strabo XVII 800; Ath. V 204o. ai \\Qr]foi Petr. II 13 (18a) 6 (258— 53a); 14 (P) 3. 8 (IIP). Cair. Zen. 30, 6(255a). xüjv TTpoqaYurfibuuv Petr. III 107 (a)2; (d) col. 1,1 (IIP). cpuXaKic (Waehtschiff) Par. 63 = Petr. III Ehrl. p. 20, 22 xüjv eiri xüjv qpuXaKibwv xexaf- p.e'vuuv (164a).
6b 6c,: vgl. unter § 8 Anhang 8. 27.
oiKia: xd? ibiac, Kai xd itpd dvoiKoboueiv Teb. I 5, 152 (118a). Oft beim Genit. possessiv, in Kontrakten: olq Y£iT0V£S dtrö «aev dTrr|XiüJxou Ziooüxou xoö Zevvr)aio? (sc. oiKia) Petr. III 1 = I 21 col. 2, 8 (237a); ebenso Leid. N col. 2, 10 (103a) etc. In einer Besitzdeklaration Petr. II 41, 10 TTexoaiptoq xoö xapixeuxou xf|c; oüon.c; upö«; UTTn.Xiojxr|v (sc. oiKiac;) aüXr) (IIP). Ob in der Verbindung eic, ^eujuexpou iropeüea6ai Petr. II 11 (2) 3 (IIIani) gerade oiKia oder nicht richtiger ein allgemeiner Begriff (Lokal) zu supplieren ist, bleibt fraglich. Vgl. Krüger § 43, 3, 6.
irepioboi;: r\ "ixev0r|f.iepoq (Fünftagewerk) Petr. III 78, 13 (IIP). xr|<; (xe- xp)n,!u(epou) Hib. 116, 5 (nach 245a). xpei? bexnM^pou? (3 zehntägige Perioden, die einen Monat ausmachen) Petr. III 134, 3 (IIP). tr\<; Ttpüjxn.«; bexn^pou Hib. 53, 2 (246a). Petr. III 121 (b) col. 2, 1. 9. 14. 19 (IIP). f\ bi'unvo.; PSI IV 380, 6 (249a); 421, 2; 423, 9; fj xexpdunvo? 408, 9 (IIP), n «dunvoq Lond. INr. 17 (p. 10) 15 (162a). xfj? Trpdjxriq eKSaiuevou (sie) Wilck. Ostr. 336; xf|<; bei xepa? (eEaunvou) Ostr. 1339 (259 — 58a). jf\q \enxep\vf\i; eEaiunvou (Winterhalbjahr) Par. 62 IV 5 (IP). xrujXoöiuev xdc; üjvd? eic, buubeKdunvov1) Par. 62 I 2 (IIa). xpiaKovxaexr|pt<; Rosettast. 2 (196a).
rrpö^obot;: vgl. oben S. 11 Note 1.
öuYTPoiqpri (Vertragsurkunde): äTroaxaaiou (sc. auYYpa<pn.v), d. h. eine Tra- ditions- oder besser Abstands-, Verzichturkunde) eYpdujaxo Grenf. I 11 col. 2, 19 = col. 1, 20 (153a). Olme Ellipse avrrpa<pt\ dTroaxaaiou Hib. 96, 3 (259a). PSI VI 551, 9 (272a). bioiuoXoYeixai . . . Trepi xoö 6n.aeo~6ai amr\i auvoiKiaiou (sc. ouYYP«9nv) ?ar-
13, 9 (c. 157a). dve-rreiaev xöv uiöv auYYpd^aaOai aöxf|i baveiou (o"i)YYP«<Pnv) Magd.
14, 4 (22P). Über Ausfall von auYYP«<Pn mi Tabellenstil s. unten § 8 S. 2tf.
x^xv1: Kaxd xd eTTion.|ua xf|<; iepdq YP<WaTlKrK (die Zeichen der heiligen Schreibweise) Kanop. Dekr. 64 (236a).
xoirapxia: xoirdpxn? Trte xdxuj Hib. 44 verso (253a). Ik xfj<; irpö; f]Xiov BGU VI 1230, 12 (257a); aber 1232, 6. 16 xnv ttPö<; riXiov xoirapxiav (III/IP).
vq: xoKd? (Mutterschwein) PSI IV 379, 21 (250a).
Xeip : beEidv [boö<;] Petr. II 45 = W. Chr. Nr. 1 col. 1, 19 (246a). Vollständig xf|<; auxfiq beStät xeipi e,Triauaaa,uevr| Magd. 24, 6 (218).
XXalva: xüjv aupiuiv utrep xnv GKnvnv ouawv Hib. 38, 7 (252— 51a). xd? Gvpioc, Hib. 51, 3 (245a). irpöc; xd«; ew; lueaopn. aupiac; Hai. 13, 4 (IIP). Vgl. Hesych. öupia- f\ iraxeTa x^diva, njoi duö xn<; aiaupvr|<; r\ öxi iv KatTTraboKiai yivtjai, oüxoi be Züpoi. Poll. 7, 61. 69.
ujvri (Steuer, Pacht): in sehr vielen Verbindungen, wie dXiKr], e'Xawn., vixpiKri;
x) Könnte auch Neutrum sein, wie z. B. Lond. I 41 verso = UPZ 58, 7 xoö eirraunvou (16P).
24 Nominalellipsen.
* '•
oiviKn Gurob 15, 5 (IIP); Tropcpupuoi Tob. 18= W. Chr. 2, 31 (um 201a); wky] PSI IV 384, 2 (248a); xaXicieCa SB 5729. 10 (209a). Lond. III Nr. 1200 (p. 2) 13. 16 (192 oder 16Sa); buubei<axa\Kia Hib. 112, 41 (nach 260a); bwbexabpaxMia PSI VI 619, 2 (IIP). I Jber bepuaxripä, £uxr|pd, ixOmipd. öeovnpd, xapixnpd, xapxripd vgl. Bd. I 449.
wpa: Kctxd Oepeiav (zur Sommerszeit) Teb. I 27, 60 (113a). eweivf|<; (zur Mor- genstunde) Petr. II 45 = W. Chr. 1 col. 2, 21 (um 246a). Hib. 110, 109 (255a), nachdem wiederholt der volle Ausdruck üjpa? eu>eivr|<; vorausgegangen ist. xf|i beuxepou xf|c vvktöc, PSI IV 391, 4 (241a) = in der 2. Nachtstunde, r) ibpaia (sc. dipa) die Erntezeit Frankf. I Nr. 7, 3 exoi]uoi<; eivai irpöc; xr\v ibpaifav] (nach 218a).
c) gener. neutr.
e'Xcuov: Petr. II 34 (b) 6 jiöbivov Rosenöl, 7 qpoivixivov Palmöl, 8 'Epexpixöv Ol aus Eretria, 9 xt'iXivov Bockshornöl, 10 |uüpo"ivov Myrrhenöl, 11 aoüaivov Lüienöl (IIP). Vgl. oben §6 S. 21.
£xo <;: PSI IV 420, 5 eiuc xou i<;iövxo? (sc. erovq) (IIP). Frankf I Nr. 5. 11 dTToypdcpouai ei? xö eßbouov (242a). ST. 1093 (Ostr.) eic xö äuXov = fürs letzte Jahr (unl). ptol.).
iepöv fehlt in vielen Ausdrücken wie ÄvoußieTov, ättoMujvicTov, ÄGKXn.TneTov, Äoxapxieiov 'laitiov, Zapcmieiov etc., wofür Belege Bd. T S. 92. Dazu xö TTxoXe- uaiov SB 1164, 6 (IP). Gurob 22, 10 Mi8patov, 22 Äcp pobi a i o v. 37 "Ep- paTov, 43 ZaxMieTov, 45 NecpOmteTov (IIP).
Kpiac,: xi'-jv xi|ur]v xwv xoipeiwv Magd. 4, 8 (221a). Aber Kpea X'ivna (sie) Par. 54, 14 (163a).
Mepo«;: in Bruchzahlen wie xö xpixov, xexapxov, r)uiö\iov, d-mbeicaxov etc. passim. Vgl. oben S. 2c.
vöuioua: .uvaiciot (= 8 Golddrachmen, Edgar) Lille 15, 1 (242a); Cair. Zen. 59, 1. 14 (IIPm); ebenda 3 r>pvmov. Par. 10, 10' (145a). Geläufig xö bi'xctXKov ('. übole) z. B. SB 5729, 9; 10 xpiuußoXov (209a); ebenso PSI VI 682, 11 (IIP), xpi'xpuaa (Goldpentadrachmen, Edgar) Cair. Zen. 5, 13 (257a); 59, 6. 16. 21; xoO xpixpüoou 8. 17 (IIPm); ebenda 3 u. 14 Trevxn.Kovxdbpaxiim (4 Golddrachmen, Edgar).
ttXoiov: kovxujxöv Hib. 39, 4 (265a). PSI VI 551, 1 (272a) *) ; ebenda iv xüji upYupoTrpoiuvuji, xuji riMioXiuji (sc. ttXoiuji). & 0ixnjoü xivoc; ötvairXeovxoq (ohne irXoiou) Cair. Zen. 6, 2 (257a). xö Kaatumxöv ebenda 46, 8 (250a) (hergestellt Ann. d. serv. des Ant. de 1' Eg. XX p. 22, 8) ist eine besondere Art v. Nilbot. x^iayujYÖv (ein Schiff mit 1000 Mann oder Las'ten) PSI IV 437, 5 (247a).
tt o x n p i o v : uoXüßbiva Par. 37, 39 (163a). Aus der gl derzeitigen Dublef t e 35, 28 ersieht man, daß Troxrpict zu ergänzen ist; ebenso 37, 45 (163a).
Trpößaxa: Äpdßia PSI IV 377, 14 (250?); 429, 17 (um 240a).
x £ X o q, (Zoll, Abgabe) wird bei einem Attribut regelmäßig weggelassen : xö dXonxixöv Teb. 148, 17 (nach 113a). xö iaxpiKÖv Hib. 102, 2. 8 (248a); 103, 9 (23P). xö cpuXaxixi- köv (Polizeitaxe) Petr. II 39 (e) 2; 3 XeixoupYixöv, 4 IaxpiKÖv, 11 xwiuaxixöv; col. 5, 4 oikovo|uiköv (IIP). arxouexpixöv Hib. 110, 14; 23. 24. 26 Ypaupaxixöv. 30 boxiua- oxiköv (Prüfungsgebühr) (nach 274a). Hierher gehören auch evvöuiov (Weidesteuer), e-rrapoüpiov (Arurensteuer), äYopotvö|uiov u.v.a. Wörter, die Bd. I 430 f. aufgeführt sind. —Auch im Plural xd dXixd Petr. II 4 (11) 3 (258a). PSI IV 388, 1 ff. oft (244a).' TropB- piKd BGU VI 1400—1408 (Ostr.) (zwischen 110— 100a). mxd Straßb. II 112, 7 (IP).
übuup: eepjLxöv in einem Ausgabenverzeichnis Hib. 121, 22. 27. 36 (251 — 50a); Sakk. 147 (IIP) vermutlich = Badewasser. Magd. 33, 3 ei^eveYKa? Geppoö räq dpu- xaivac (221a). Vgl. Aristoph. nub. 1044 eepjuüh XoOaöai; Eecl"^. 216 ßdurouai 6tp- pun. Gildersleeve Synt. I § 38.
a) Andere nehmen eine maskuline Substantivbildung kovtujtöi; an, so Reil, Ge- werbe im heilenist. Ägypten 89. Gemeint ist eine besondere, mit Stangen fortbewegte Art von Fischerbot, wie es Diod. Sic, XIX 22 erwähnt.
§ 8. Nominalellipsen. 25
§ 8. Nomimilellipscn im Tabellenstil.
Die Kürze des Tabellenstils hat noch zu weiteren Ellipsen geführt, die im Kontext der Rede kaum verständlich wären. Übrigens ist die Er- gänzung nicht überall ganz sicher. In der Breviloquenz können bei attri- butiven Verbindungen folgende Nomina fehlen:
a) gener. masc.
KAripoc Ackerlos: In Katastern ei< toö »TTxoXepaiou Hib. 52, 26 (nach 245a). £k toö Kubpeou? 53, 14. 19 (246a). PSI V 508, 12. II. L6 (257a). dq xoö? irepi Yüxiv (für die in der Umgebung von Ps. gelegenen Lose) Hib. 117, 8; 9 toö KuX- Xiaxpdxou (sc. K\ripou). 11. 12 etc. (23!) oder 214a). öiuoXoYei iiieiuexpriaOai €k xüjv uepi ttöXiv dpxdßac Xl^a< P- Cairo = Arch. II 80, 5 (227a). ev xoTq irepi Boüßaoxov Petr. III 7G recto col. 2, 5 (222a). de, xöv Mdaovo? Hib. 118, 2 ff. u. oft (nach 250a); 112. 48. 53. 55. 90 (nach 260a). Lille 2, 6 (IIP), üttö xoO (Ttpöxepov) 'HXiobwpou Tel». I 61 (a) 14. 15. 16. 20 (118a). Selten der volle Ausdruck: e'jxiv xö eVtpöpiov xoö ÄttoX- Xwviou K\)'pou (irupujv) xv Hib. 119, 1 (nach 260a). In der Breviloquenz einer Auf- schrift Tel). I 106, l e\ua9ujae xöv eau(xoö), dagegen im Text 8 xöv eauxoö KXfipov (101a).
Kpiö? ist wohl zu ergänzen in einer Rechnung PSI VI 553, 2 xopiac (260a). In einer dtTOYpaqpri Xeiac Frankf. 1 Nr. 5, 17 xöuioi büo, wie es scheint, in bezug auf Schweine.
Xö -f o<; (vgl. oben § 7): Titel eines Abschnitts in einer Kornrechnung aXXo<; Kaxa- Xp'naeujq (sc. Xöyoc) Teb. I 72, 315 (114 -13a) = Gl (b) 305 (118 — 17aj. Petr. III 76 recto (Flurliste) kommt wiederholt der Ausdruck £v be xoji xoö xe>( ) vor, womit im Gegensatz zum vorliegenden Bericht ein Ansatz von amtlicher Seite gemeint zu sein scheint. Ob xei(piöxoö) oder xei(piöpoö) anzunehmen ist, bleibt fraglich; zu er- gänzen ist dahinter wohl \6fvjv. col. 2, 4. 9. 11; col. 3, 5; col. 4, 2. 6 (222a). In der Formel ev xüji xoö xei(piapoö) r\ aöxr) col. 2, 11 ist wohl xiu.r] zu supplieren.
Tifixui; kann wie andere Maß- und Münzangaben (vgl. unten dpxdßn, opaxMri) gelegentlich fehlen, wenn es der Zusammenhang ergibt: so Or. gr. 176, 9 xöttoi; ou |nt- xpa vöxou im ßoppäv \j (sc. xrnxeiq), Xißö<; eV dTTr|Xiujxi-|v (Zahl u. Maß ausge- fallen); dagegen in der Parallelstelle 178, 9 un pexpa vöxou exri ßoppäv Trr)x(eiO ib, Xißö? eV dTrnXuüxnv Trnx(ei<;) Kß (96a); ebenso Teb. II 280, 7 (126:\>.
xö-iroq (Bezirk): SB 1178a (Holztafel) xoö xoTrapxncravxoq xöv Trepi 0r|- ßaq xöirov (IIP); aber 1178b bloß Töv -rrepi 0n.ßaq. Ebenso Nr. 3937 und 38, 9/10 (25P).
Xixujv: PSI IV 341, 7 axiorovq (256a). BGU VI 1300, 23 wpoKucpdvxou? ß (III— IP).
X p ö v o <; scheint zu Grunde zu liegen Teb. I 60, 28 (118a) ev toxc, drrö xoö p (exou?) im Vergleich mit 61 (b) 208 (118a) = 72, 129 (114a) ev xoT? duö xoö ]ü (exouq) xpövoi?. Also auch 116, 27 ev to(i?) ßa(oiX^uj<;) irapoucua«; (sc. xpövoi?) (IIaf).
b) gen er. fem.
d p x d ß rj und b p a x PH (selten xdXavxov, worüber unten) können in Rechnungen, wo es der Zusammenhang ergibt, fehlen, z. B. Hib. 87, 4 (256a) exeiv . . aireppa eic, xö X (exo<;) Tiupoö eßbounKOvxa ivvia fjiauau xexapxov Kai Kpi6f|? xpidKovxa xpet^ xexapxov (sc. dpxdßaq); ebenso 117 4 x^wpuiv de, öire'ppa öXupiöv p\r\ (sc. dpxdßai) (239 — 214a); .118, 2 ff. (nach 250a). PSI VI 598, 4 (xiMa?) pev Kai (Tpiaicoaiaq) KpiGiöv (sc. dpxdßa«;) euepexpnKeiv i]br\ (IIP). In den Ostraka von Wilcken zähle ich unter 74 Fällen 14 mit dpxdßn. (4 mal ausgeschrieben), 60 ohne dpxdßn- Auch bpaxun. fehlt dort 50 mal ganz; in anderen Fällen tritt eine Sigle ein; nur 3 mal voll ausgeschrieben: 1361 bpaxudq xpiaKoaia«; (105-4a); 1535 = 1536 bpaxud? xpiqxiXiaq (II«1)- Im Kon- text einer Steuerquittung SB 5729, 10 xaXKiaiaq xeraapac (sc. bpax.uäc) ößoXöv (209a).
26 Nominalellipsen. § 8.
£ s
Auch Cair. Zen. 5, 5 (257a) ist wohl bebeYuai Ik (xpudou) M Z = 57 000 Drachmen aufzufassen (Edgar). Ebenso PSI V 510, 5 öttux; euireGuiaiv ai £ ai ev tüji Teün ävaqpepöinevai (256a).
b w p e et (vom König geschenktes Land, vgl. W i 1 c k e n , Grundz. 284) wird als im Zusammenhang verständlich weggelassen in einer Mostrechnung PSI V 544, 4 ck tx\c, ÄTToMwviou (IIla); aber 511, 4 rr)v buipedv ty\v ÄiroWuuviou (253a); 518, 1 Ik Tf|<; ÄTToXXmviou bcupeä? (251a).
auYTPCfpn kann im Kontext (vgl. ob. S. 23), noch häufiger in Über- oder Unterschriften ausfallen: Rein. 16, 48 in der Subskription TTToXfuaioi; exw Kupiav; im Kontext 45 be[büJKau]ev Kupiav TTToXeuaiun (109a). Ebenso 22, 34. 35 (107a); 23, 32. 34 (105a); 34,2/3 (llaf)- PSI IV 429, 5 xnv irpöc; AioqKoupibiyv (sc. auYYpaqpnv. wie Z. 9 zeigt) (IIP).
c) gener. neutr.
exqpöpiov (Pachtzins in Ackerfrucht): In einer Flurtabelle ai Tim ueiZovi (sc. eKcpopiun) äpoupai BGU VI 1216, 65. 85; Gegensatz 109 ai tüji IXdaaw (110a).
ipdTiov: dvGivöv (buntes Kleid) Tebt. I 182 descr. (II»»). Vgl. Band I S. 93,1. PSI IV 341, 7 YuvaiK6u* ; ebenda TrapaTrn.xn, d. h. weite Frauengewänder mit . purpurnem Saum (256a). Vgl. Machon bei Ath. XIII 582 d.; Poll. 4, 118. 120. KOKKiva, evyrXckeia BGU VI 1300, 24 (III— IIa).
k e p d u i o v wird bei Aufzählung verschiedener Weingefäße, die zugleich als Flüssigkeitsmaße gelten (Wilcken, Arch. f. P. VI 400), häufig weggelassen: PSI IV 428, 17. 105 XTov; daneben auch Kep(duiov) XTov 3, xepduiov Kvibiov 31. 108, Kep. Aeu- Kdbiov 114 (IIP); V 517, 2 Grißamd? (251a); 535, 6 bloß XTa, 28 biXeaßia XeuKd, 29 = 43 Adaßia AiGiöiria, 42 XTa, 47 rjuixTa, 48 KopaKn.aiov (IIP). Ebenso XTov ganz alleinstehend in einer Liste VI 553, 6 (260a).
uerpov: bidqpopov dvr|XujTiKuJi (sc. ueTpwi) Petr. III 129 (a) 3; (b) 8 (IIP). Hib. 174, 3 ff. (nach 250a) *).
EüXov ist wohl zu ergänzen bei tö t?\c, KXivrn; evnXaTov (Bettrahmen) PSI VI 616, 17 (IIP), wenn man nicht förmliche Substantivierung des Adjektivs annehmen will. Sicher bei ouxauiviva (Sykomorenholz) Cair. Zen. 45, 1 (250a), wie der Zu- sammenhang ergibt.
o üj |li a (Person) ist in einer Reihe tabellarischer Aufzeichnungen zu ergänzen Lille 10 frgm. 1 — 4 (IIP): frgm. 1, 4 dpoevi(Kd) Kai XaiKd TeGpauueva (erwachsene Zivilpersonen im Gegensatz zu königlichen Lehen trägern), 5 Gn.Xui<d, 7 Xancd; frgm. 2 TeGpauueva dpaeviKd, GrjXuKd etc.; frgm. 3 dpaeviKd (12 mal), ebenso frgm. 4. Auch im Kontext eines amtlichen Schreibens Straßb. II 93, 3 ff. (120a) TrapdoTriaov tok; oitoXöyok; npöc, Trjv im toüc; öpuoui; [auYKO|u]ibr|v toö o(tou -trdvTa Td ev toT<; KaTd ai töttok; XaiKd [TeGpauueva]. In einer Tabelle Petr. III 93 col. VII 11 dpaeviKd, 12 GnXuxd (IIP). Ebenso Gurob 27 (Personenverzeichnis nach Wohnsitzen) 1 ff. abwechselnd dpaeviKd — 6r)XuKd; erst bei der Schlußsummierung COl. 2 TÜJV töttujv a üj u a t a (IIP).
TdXavTov ist zu ergänzen Wilcken Ostr. 1528, wird aber in Siglenform nach- geholt: xciXkoO ev (YiveTai) (TaX.) a (122a).
Anhang. Unsichere und zweifelhafte Fälle von Nominal ellipsen.
Unsicher ist die Ergänzung eines Nomen bei Adverbialwendungen wie b i d Kevf|<; [Thuk. Eur. Ar. Hat.] PSI IV 434, 9 (261a); Hib. 66, 5 (228a). — kot' ibiav Ür. gr. 51, 9 (239a); 737, 7 (IP). — eT beuTe"paq (zum zweitenmal) PSI IV 440, 11
]) Zur Sache vgl. die Bemerkungen der llerausg. zu Hib. 174, 2 sowie Hultsch, Arch. II T 426 2!).
§ 8. Nommalellipsen. 27
(IIP); VI 561, 2 (256a). Straßb. II 100, 22 (IIa). - niv xaxiaxriv (6&öv?) Petr. II 42 (b) 4 (IIP). PSI IV 383, 5 (248a); 423, 26; 424, 4 (IIP); V 484, 8 (258a); VI 561, 9 (256a); 585, 6 (IIP). Magd. 11, 14 (221a). - Ob man bei f]^ta-(wföq (Abzugsröhre) Petr. 114 (11) 1 (255a) und r\ vbpujujfö<; (Wasserleitung) Lille 1 recto 12 (259— 258a) überhaupt noch einen Supplementbegriff wie biuipuS oder bböq empfunden hat, bleibt dahingestellt. — Bei der Lokalbezeichnung e*v xF)i 'EX\n.viKf|i Cair. Zen. 7 = PSI IV 435, 7 (257a) ist wohl TröXei („in the Greek town or quarter") zu ergänzen. Cair. Zen. 9, 4 und 19 ist Trpu|uvr|xiKr|, ebenso 13 und 27 trpunpaxiKri durch einen Begriff wie oxe^r), OKr\v^, der in der verlorene» Z. 1 stehen konnte, zu erklären (25 7a). — In der Verbindung euv eveYKni Tpixoiuov Par. 49 = Witk. ep. pr.2 Nr. 38, 13 (164 — 158a) scheint mit xpixopov eine dreiteilige Eingabe gemeint zu sein, wobei man an evxeuSiv oder üiröiavriua denken kann. — Eine Traumerzählung Leid. U col. 1 1 trägt die Aufschrift TTexrjaioc; iepwYXiKpou (sie) irpöc, NeKTovaßuüi xöv ßaaiXe"a (IP): K\f|0"ic; oder f.i€xdTre|nvpi<;, woran Lee man s denkt, wird schwerlich zu ergänzen sein, da dies nur für den Anfang paßt. Wenn überhaupt eine Ellipse anzunehmen ist und der Genitiv nicht selbständige Bedeutung hat, wie oft in Unterschriften und zusammen- fassenden Inhaltsangaben1), so ist ein allgemeiner Begriff wie „Erzählung, Geschichte" zu ergänzen.
x) Dieser Genitiv des Personen- und Sachbetreffs, von dem in der Kasuslehre gehan- delt werden muß, spielt in den Papp, eine sehr ausgedehnte Rolle, nicht bloß in der Ge- richts- und Gesetzessprache bei Bußen, Strafen, Steueransätzen, Wertangaben, sondern insbesondere auch in Briefsubskriptionen aus der Hand des Empfängers mit kurzer Angabe des Inhalts eines Schriftstücks: von Personen z. B. PSI VI 602 verso (IIP) 0i\üjxou (Name des Brief Schreibers) d. h. Ph. betreffend; ebenso 622 verso (IIP) Kpd- xwvoc;. Ganz analog zu obiger Überschrift im Leid. U ist z. B. PSI IV 435 verso ZwiXou -rrepi lapd-rrioc; (258a); V 486 verso Äbbaiou -rrepi xwv xwiudTuuv (258a). Häufiger freilich steht der Nominativ, z. B. V 488 verso App.au; -rrepi xüjv xojpdTUJv (258a); ähnlich 491 (258a), 500—505 (257a) u. oft. Stehend in solchen Fällen ist der Genitiv des Sachbetreffs: z. B. PSI IV 324 verso aixou xipüuv d. h. Kornpreise betreffend (261a); 321 verso 'Eqpdppoaxoi; bopxabeuuv (257a); 345 verso Kpixiai; cna- qpu\f|<; qpuXdKuuv (256a); 358 verso Köppcrro«; Kpöxaivo? (252a); 366 verso Aä|ui<; ßoö<; Kai öwp.axo<; (250a); 374 verso Ar||ur]xpioc; ttXoiou (250a); 433 verso Eü^uttoXoi; öKÖpbou, 434 xpuYnoeuj; (261a) etc. Natürlich wechselt damit -rrepi m. Genit., z. B. 326 verso Äpxeuibuupos -rrepi xüjv dpYupuj|Lidxujv (26la); 329 verso Äuüvxai; -rrepi xof> [LiaYeipou xou d-rrobpdvxoq (258a) etc.
28 Genera nominum. § 9, la.
ZWEITES KAPITEL.
ANALYTISCHER TEIL.
BEDEUTUNG UND GEBRAUCH DER EINZELNEN SE-
MASIOLOGISCH-AÜTONOMKN STAMMFORMEN VON
NOMEN UND YERBÜM.
I. DAS NOMEN.
§ 9. Genera1).
1. Bezeichnungen für geschlechtlich differenzierte Lebewesen zeigen
a) keinen Unterschied in Stamm und Endung und werden nur
durch Masculinum oder Femininum des Artikels oder eines attributiven
Adjektivs, manchmal auch durch den Zusatz von dpcrr|v, üpcreviKÖc;, 0fj\uc;
oder 9r)\uKÖc; sexuell bestimmt: sogenannte Epicoena (Kühner-Blass
I p. 360 A. 4).
ai'5 (Ziege) ist selbstverständlich ein Femininum, z. B. Hib. 120, 2 inrap- Xouatliv arfüjv Kai xpdYUJv ; 4 f. (arfeO XeuKai, ueXaivai. iruppai, -rroiKiXai, a-rröbiai (250a). PSI IV 346, 2 xd xe Tipößaxa Kai xd; aTja«; (255a). ö a'iS (Geisbock) schon Hom. Od. £ 106. Aber sonderbarer Weise begegnet das Masc. als yevoc; ^ttikoivov Hib. 37, 6. 15 (235a) alya? (Geisen) baaeT? büo. £paeva (Bock) Kai GV)\eav (Ziege). Vgl. Oxy. Pap. I 74. — i] apKtoi; (Sternbild): Eud. 7, 17 r?\q luncpdt; ctpKrou; ebenda 6, 7. 32 ai apKtoi (II* m). — f) ßoö<; bedeutet bald speziell ,die Kuh', bald allgemein ,Rind\ so meist im Plural: Leid. C (p. 119) col. 2, 26 üjur)v |ue ßoöv eivai . . ujbeivouo~a(v) (163a). Par. 58, 4 xiqv ßoöv (154a); ebenso Grenf. I 21, 13 (126a). xd? ßou? (Rinder) Petr.
II 32 g (b) 3 (IIP). Geschlechtlich differenziert xoik; ßou; PSI VI 643 4 (IIP) 2). — töv Vttttov Petr. III 12 = I 11, 9 (235a); Grenf. I 21,3 (126a) — beidemal Reit- pferd eines Soldaten, xrjv ittttov (Stute) Grenf. I 43, 5 (IIaf). xd? nnrou? PSI IV 377, 8(2b(ß). Cair. Zen. 54 (d) 1 (246a). — xf|<; ku vö q PSI VI 584, 26 (IIPm). - tou övou Hib. 34, 3 (243a); tuji övun Petr. III 140 (a) 2 (IIP); töv övov Hib. 73, 2. 13; 6 tou övou (243— 42a). övou; xoT<; dvaKouioaaiv PSI IV 332, 19 (257a) etc. Trjv övov Petr. II 42 (b) 2 (242a). Magd. 16, 4 (221a). Grenf. II 14 (a) 10 (270— 233a). ai f)|aiovoi (pap. rnuiovuu) Cair. Zen. 45, 2 (251a). xr]v r)|Liiovov (nachträglich ge-
x) Krüger § 21. Brugmann-Thumb 416.
2) Nach einer brieflichen Mitteilung von Smyly bietet ein unpubliziertes Fragment der Petrie Pap. (a) xou<; Mevv^oj ßöie?, (b) ßöie? xdc; veuoudvac;.
§ 9, 1 b— c. Geschlecht der Lebewesen. 29
ändert in tö i'huöviov) ebenda 54 (d) 3 (246a). tüc n.uiövou<; PSI IV 351, in (25 !•' ). - dp - viGa; \euKd.c (Hühner?) Tebt. I L12, 27 (112»). Ebenso Diogenian. [1150 s. v. ß'oüq £ßbouo<;. A. Wilhelm, Jahresh. d. österr. arch. Inst. 9, 278. Im Neugr. r\ öpviGa = Henne. — ttcu<; = Sklave und Sklavin: in einer Subjektsdeklaration Lille 27 (IIIa) werden unter der Aufschrift imibec 7 ff. zunächst 11 Sklaven, dann 2 Sklavinnen und dann wieder 3 Sklaven aufgezählt. — f\ Tpocpöc; (Amme, nirgends 6 xpcupoc) Bull, corr. hell. XVIII p. 146 (240»). SB 1980 (Weihinschrift) 1 (60— 59a). — n uq (Mutter- schwein) Magd. 4,4 (222a); vc, tokö? Frankf. 1 Nr. 5, L6 (242a). — tovc, xnv«? Cair. Zen. 42, 7 (252a). Xnvaq oiT€UT[d]s P.Grad. 2, 9 (225a).
Über f\ Qeöc, vgl. Band 1 S. 254. Als weitere Belege für die alte Formel Oeoi TTdvreq Kai Träaai sind beizufügen Eleph. 23, 13 (223a). SB 3444 (IIIa). Or. gr. 132, 12 (130a). Dagegen Beoüq ndvrac, Kai eedq irdaa? P. Grad. = SB 5680, 6 (229a).
Differenzierung durch 6f|\u?. dpanv etc. ist nicht selten. Von Kühen: ßöeq 6r|\6iai PSI VI 577, 17 (248a). Im Pferderegister Petr. II 35 (a) col. 1, 3. 5 Tropöav 0n.iXetav), 7 Truppdv lyaKabiaoav Gr)(Xeiav , 18 ttuj(Xo<;) 6n.(Xeta) ttu pd; col. 3, 9 TTpaiToßöXov On(Xeiav). 17 XtuKÖv dpo(eva) etc. (244— 240a). Von Eseln: rr\v övov xnv GnXeiav Kai töv ctYptov PSI IV 406, 40 (IIP), övouq 6nXeia<; Lille 8, 8 (IIP), ovo? 9n(Xeia) Petr. III 98, 6. 15. 20; 101, 14. 17 (IIP), övujv er.Xeuüv P. Grad. Nr. 10 (a) 36; (b) 14 (215a). Einen bunten Wechsel der Geschlechter zeigt ein Vogelverzeichnis PSI VI 569, 3 ff. : öpviOa dpoeva Kai dbeXcpn;v aütoö, dXXoi; öpvit Kai dbeXqpn. aüxoö, uXXoq dpor|v Kai toütou dbeXqpn;. dXXoc; dpcn;v Kai 6r|Xeiai (253 — 52a). Von Schafen: TrpößaTov 9f|Xu (= olc) Hib. 36, 1. 5. 7 (229a). irpäßara Xq (iL v) epjevec (substantiviert = Männchen, d. h. Widder) r\, dpveq \j, imobicpöepa rjuiKoupa i£ (auffallendes Schwan- ken der Genera) Hib. 32, 10 (246a). — Ähnliche Substantivierung Oxy. (IV) 744, 8 (2a) edv iroXXd ttoXXüjv? (vgl. Witk. ep. pr.2 Nr. 72 u. Fr. Pf ister, Berl. phil. Wchschr. 1913, 926, sowie unten § 1 1 Anfang, Fuünote 2) xeon;, ddv rj((v)) d p o~ f. v o v (ein Knabe), dqpeq (laß leben), ^dv fj((v)) 0n,Xea (ein Mädchen), eKßa\e (setze aus). Über adjuara 6r|XuKd — dpaeviKd vgl. unter d; über arra epaeva Kai 8i]Xeiav oben.
b) Unterscheidung der Geschlechter durch Artikel und Stamm.
dbeXqpö^-dbeXcpr) passün. oq dv dfKoAn1 dirö boüXour)boüXri<; dbiKeiaöai Lille 29 col. 1, 29 (IIP), ddv ö boOXo? fj f\ boüXn TtardEni Hai. 1, 196 (IIP m). tt a t b i a k n v boüXnv Petr. 112= III 9, 11 (237a). 6 iratno t?|c; TraibiaKr)? Artem. 12 (IVa) nicht im Sinn von Sklavin, sondern einfach = junges Mädchen, n. -rraibioKr) (Sklavin) Grenf. I 43, 3 (IP). Giss. I Heft 1 Nr. 2 col. 1, 13 (173a). Hamb. I Nr. 28, 6 (11**). PSI IV 406, 6. 25 (IIP); V 485, 20 (258a); VI 564, 4 (255a); 601, 12; 623, 17; 667, 5 (IIP), ö iratbio~KO<; kommt in den ptol. Pap. nicht vor 1). • — A £ c. i v a als Eigenname auf einem Grabstein SB 310 (unb. ptol.); A&xiva A^ovto«; ebenda 3435 (früh-ptol.).
c) Eine verschiedene "Wurzel tritt zur sexuellen Differenzierung
ein (abgesehen von den geläufigen Wörtern dvtip — Y^vn., Ttatrip — (unrrip,
uiö',, — OuTarnp) in folgenden vereinzelten Fällen:
irpößaTa Xn. (ujv) epaeveq n, äpveq if Hib. 32, 10 (246a). xaöpoq als Stern- bild begegnet Hib. 27, 67 (301-246a). xpd-foc auf Inschriften; Preis. Samm. Nr. 285. 287 (unb. ptol.).
*) Zu iraibifjKO?, — Ki-j vgl. E. Fränkel, Zur griech. Wortbildung, Glotta I (1909) 286, 1: TratbioKOC bei Xen. Hell. V 4, 32; Pol. 31, 4, 9. uatbiaKn. Herodot 1 93; Xen. Anab. IV 3, 11; Lysias; Isaios; [Dem.] adv. Neaer. 18; Polybios. Das Wort bedeutet zunächst einfach „junger Bursche, junges Mädchen", dann „Dirne, Sklavin'* (so gleich bei Herod. und Isaios 6, 19).
30 Genera nominum. §9, Id.
d) Neutrale Allgemeinformen dienen zur Bezeichnung ge- schlechtlich differenzierter Lebewesen (nicht erwähnt sind deminutive Neutra, in denen meist schon der Stamm das Geschlecht bezeichnet).
avbpttTTobov (männlicher Sklave) Hib. 29, 1. 4. 6. 8 (nach 265a). Lille 29 col. 2, 30 (IIP). — Für , junges Schaf, Lamm' ohne Rücksicht auf das Geschlecht be- gegnet Gurob 22, 3. 15. 34 (IIP) dpvov, wofür der ungebildete Schreiber 40 und 42 die bisher unbekannte Form apr\c, (äpn.? ?) einsetzt1). Auf Inschriften von Attika, z. B. CIA I 4, 22 (Va), Kreta, Kos findet sich der ebenfalls seltene Nominativ dpn.v, worüber Herwerden lex. suppl. s. v. und B. A. 7, 11 dpnv tö tou Trpoßdxou etyovov. — tö -rruib iköv (der Geliebte): un. el^crnn Mevexpärei YuvaiK1 ä\\r)v e'ireiadYeaOai M1°e TraWaKrjv unbe iraibiKÖv exeiv Genf. 21 + Oxf. + Monac. 4 (IP). Giss. I 1 col. 1, 21 (173a). Teb. I 104, 19 (92a). — Bei den überaus häufigen Wörtern iraibiov, ttoi- bdpiov, t e" k v o v läßt sich in den seltensten Fällen das Geschlecht aus dem Zu- sammenhang erkennen: Vat. A 4 (172a) ist tö Tmibiov o~ou nach 11 f. ein Knabe, weil 12 mit biaaeauuKuTa aüxöv fortgefahren wird; von demselben Sohn der Isias ist die. Rede Lond. I nr. 42 (p. 30) 5 und 15 mit tö iraibiov aou (168a). Männlich gemeint ist auch tö TTCubdpiov Par. 49, 31 (164 — 58a), weil damit der Bruder des Angeredeten bezeichnet ist. Das weibliche Geschlecht steht sicher Giss. I 1 col. 1, 13 tö Tauxr)<;
TTüiibiov üttotitOiov, fu övoua [ ] (173a) und Strack, Ptol. Inschr. Arch. III 128
Nr. 4 Eipnvn.i (sie) t^kvov, iroMd xdipe (145a). — In der Verbindung Tai? xopa- aioi? BGU VI 1291, 5 (II — P) zeigt sich im Widerspruch mit dem grammatischen Geschlecht d s vielleicht unbewußte Streben nach sexueller Unterscheidung, wiewohl Kopdaiov stets ein weibliches Wesen bezeichnet. Ähnlich zu beurteilen ist PSI VI 618, 37 tö -rraibdpiov £pwT(üj)|nevoc; (IIP). — • irpößaTov( Schaf) ist Allgemeinform und muß (vgl. oben S.29c) durch 6f|\u oderdpaev sexuell bestimmt werden. — toi? Xoipibioi? Magd. 4, 5 (222a) bezeichnet ohne Geschlechtsdifferenzierung , junge Schweine'.
aüjua bedeutet bald (freie) Person bald Sklave, differenziert gelegentlich durch dpaeviKÖv oder OnXuxöv.
a) Die allgemeine Bedeutung „Person" ist anzunehmen Lille I 25, 17 tou? ä\ie\q Kai toü? vauirriYoü?, oujfiaTa ib; ebenso 35. 39. 43. 47 (IIP), -rrapä tüjv 'loubaiujv Kai tüjv E\\r)vujv eKÜaTou owuaTO? (pro Person) ^uibpaxMov) Petr. 1 Introd. p. 43 = W. Chr. 55, 6 (IIP). In einer Subjektsdeklaration bei Mahaff y Bull, corr. hell. XVIII (1894) 145 = W. Chr. 198 werden 15 „Personen" aufgezählt: (yiveTai) aüj(uaTa) le (240 — 39a). Ebenso bei Steuerfassionen, z. B. PSI V 493, 2 aXiKri? aui- udTuuv (258a). Im Sinn von „Passagiere, Reisende" in einer Rechnung Petr. III 107 (a) 9 XoKeuj? o"ujud((ua))Twv, ebenso 11. 33; (d) col. 1, 7; (e) 20. 26 (IIP), cnbnara epaeviKd in der Censusliste Petr. III 59 (b) 1 (IIP) jedenfalls freie Leute. Ebenso diTÖ tüjv e'KTiBe^evwv öujwviujv (Gehältern) cpuAaKiTÜjv Kai ^cpöbujv tüjv ev KaTa\oxio"|uüji auj^TUJv pie (115 Personen) Petr. III 93 recto col. 7, 22 (IIP). Tä evxö? rToovuü- tt6uj<; diroÖvnaKovTa o~dj|uaTa (Personen, schließlich Leichen) Tor. VIII 30 (119a) usw.
ß) Die Bedeutung „Sklave" liegt vor: Grenf. II 14 (a) 12 ei? Tnv Tpoqpriv tüjv irepi €>£ öi'»|udTUJv (270 oder 233a). PSI IV 353, 9 niTei j.ie Td Trevre adiuaTa (254a); 359, 3. 9 tö 0üj|ua (252a); 406, 18 aüj|na 6n\uKÖv (IIP); VI 602, 2 awuaTiujv tüjv diro- XUjpnadvTUJv (IIP); 648, 2 (IIP). Petr. II Introd. p. 23 = III 7, 13 Td imdpxovTa
aibtaaTa GnAura (Sklavinnen) TTapGeviov Mupivrjv, epaeviKd | ] (237a). Kai tö
oüjua bi, ei o"uveiAn.qpa?, irapdbo? ZeuqpGeT Hib. 54, 20 (nach 245a). Trepi tüjv dva- Kexu)pr|KÖTUjv (entlaufenen) aujjudTUJv Hib. 71, 5 (245a). |ur|6evi eleoTW auuuaTa ttoj- AeTv Lille 29 col. 1, 13 (IIP), dirö tüjv oiKeTiKüjv aujudTUjv b, ujv övöuaTa Mupoivtrv
1) Statt äjpvoi? Tiaiv in dem verstümmelten P. Magd. 21, 2 (221a) liest Wilcken Arch. IV 53 Juevoi? Tiaiv. Der Dativ [dpjvdaiv steht fest Frankf. I Nr. 5, 3 (241a).
§ 9, le. Neutrale Eigennamen. 31
Kai xaüxr|<; [QvfaT^pa'r], xä be Xonrä 0n,\uK& ß, ai<; övoiuu Eipr)vr|v kui Ä|utt^\iov Grenf. I 21, 6 (126a). tiüv oik€tikwv ouuMdxujv Lond. II n. 401 (p. 13) 9 (116— IIP). Auf Sklavensteuer bezieht sich nach G. P laumann Kaxaßa\eTv £[i<do*xou] öuj- luaxo; (bpaxuäc) k P Grad. 1, 13 (IIP). U. Wilcken in d. Einleitung zu P. Grad. 1 (Sitzungsber. d. Heidelb. Akad. Phil.-histor. Kl. 1914, 15. Abh.) denkt an Sklaven- handel.
Y) Ob freie Leute oder Sklaven mit oihuara geraeint sind, ist zweifelhaft bei Erwähnung von Arbeiten in Massenbetrieben (wie im Dienste des Architekten Kleon bei Bauten, Steinbrüchen u. dgl.), weil hiezu sowohlvSklaven (Strafgefangene) als Freie verwendet wurden1). Petr. 114 (2) 3 Ttepi xoö Tr\r|6ou<; tüjv 0wudxujv (255a); eben- so 5. 11 ff., wo nicht zu entscheiden ist, ob die mehrfach genannten Trcnbdpia aumaxa junge Sklaven oder freie Knaben sind. Ebenda 4 (9) 4 dpYoöuev bi& xö firj £x£,v o"ut,uaxa (255a); 4 (10) = 13 (3) 4 üjcrxe Kivbuveöei biaqpujvfiaai xi xüjv awiudxujv (255a). irX^ova aujuaxa Petr. II 13 (4) 9; öttujc; ötv diroax^Wutiuev aüjua (einen Mann), ö KaxaaK[dnj]ai (Wilcken) 13 (5)1 (IIP). Vgl. II 39 (b) 3. 12. 14 (IIP); III 40; 43 (2) verso col. 3, 2 ^qp' du ^pYdxai xqv rjuipav öüjuaai p (mit 100 Arbeitern) ^pYa£ou^vou xoö oüj|uaxo<; (jeder Mann) duui\ia y (245a). TTpoc\oYi£ö|ueva aujiuaxa (schwerlich Sklaven) Par. 66 = Petr. III Append. col. 1, 5 (IIP). — Von der sexuellen Bedeutung des Wortes aujucc (auuudxiov) = Leiche kann in diesem Zusammenhang abgesehen werden, da hier ein sächlicher Begriff vorschwebt. — Über die Ellipse von adjua (Person) S. 26.
Anmerkung 1. Mehr semasiologisch als syntaktisch von Bedeutung ist die von H. Bretzl , Botanische Forschungen des Alexanderzugs 36 M. und nach ihm von W. Ordner t (in Wesselys Stud. z. Pal. u. Pap. IV 107) gemachte Beobachtung, daß ütto£üyiov im Hellenistischen durchaus = Esel ist, während Thukydides und Xenophon das Wort ohne Unterschied mit ßoü<; und ovo; gleichsetzen. Bei Aristoteles ist die Beschränkung auf „Esel" schon vorbereitet, seitTheophrastos durchgedrungen. Vgl. auch A. Deißmann, Bibelstud. 159. Die Gleichung ütto&jyiov = övoq ist aus mehreren Stellen direkt zu entnehmen: Grenf. II 14 (a) 10 xrjv ö'vov, aber in der Unterschrift irepi uttoIuyiou (270 oder 233a). Hib. 73 wird 2 mit xöv dvov, 6 xoö ö'vou, 9 xö uttoZuyiov, 13 xöv övov dasselbe Tier bezeichnet (243 — 42a); ebenso Hib. 34, 3 xö ötto£öyiov f| xtfatyv xoö övou (243— 42a). ßoö? f| ütto£üyiov f| irpößaxov Petr. III 26 = II 22, 5 (IIP). öuo\o- Yei • • • exeiv (tu) bdovxa uiro&rfioK; xaxä auiußoXov Petr. II 25 (d) 7 (225a). Alex. Botti Nr. 6 = Arch. I 174, 10 (IIP). üttoIuyiojv Trevxn.Kovxa ^cpeaxrjKÖTUJv Lille 13, 2 (244— 43a). dv uttoZuyiuji Petr. II 4 (6) 8 (um 255a). [eäv bi'] üttoZajyiujv dtaxOrp (ö oixoq) Petr. II 20 col. 2 = W. Chr. 166, 12 (252a). exuu dtrö <popdxpou (für Träger- lohn) OttoIuyiuiv Petr. II 33 (a) 3 (IIP). Y<Vou<; üttoZuyiujv v (50 Eselsladungen) Petr. II 37 = III 44 (2) verso 2 (c) 5 (um 240a). xö y«P 6yujyiov xoö üttoZuyiou Petr. III 41 verso 7 (IIIa). öTroZuYia Kai adxKOuc; PSI IV 359, 6, aber 7 xöv övov Kai adKKouq (252a); V 499, 3 (257a); 527, 4. 14 (IIIam): 534, 3. 9 (IIP). KaxdYexai bi utto- Zuyiojv Teb. I 92, 13 (II* f)- Seit der Kaiserzeit kommt das Wort nicht mehr vor, ovo«; herrscht wieder allein.
e) Neutrale Eigennamen (meist in Koseform) bezeichnen teils Hetären und Sklavinnen, teils freie Frauen. Manchmal ist die Ent- scheidung unmöglich 2).
2) Vgl. Wilcken Ostr. I 436 und 682, 1. Die freien Steinhauer werden manchmal ausdrücklich als e\eufiepo\axö|uoi bezeichnet, so Petr. II 13 (1) = III 42 (C) 12, 1 — 2 (255a); III p. 105 (IIPm). K. Fitzler, Steinbrüche 30 u.ö. Fr. Oertel, Die Liturgie S.18. Schubart, Einf. i. d. Papk. 466.
2) Brugmann-Thumb 417 f. M. Lamb er tz, Die griech. Sklavennamen. Wiener Gymn. Progr. I 1907, II 1908. Copalle, De servorum graecorum nominibus. Marburg Diss. 1909.
• te Genera nominum. § !). 2a — b.
a) Sklavinnen und Dirnen: 'Äßpov Lille 27, 9; ebenda 8 'Ep-Ttöpiov (IIP). AuireXiov (Irenf. I 21, 7 (126a). 'EXdqpiov lüpa (eine syrische Dirne, wie es. scheint Freigelassene) Eleph. 3, 2; 4, 2 (284— 83a). Vgl. Lambertz II (1908)12. TTapOeviov Petr. II Introd. p. 23 = III 7, 13 (237a).
ß) Freie Frauen: Ämuuuvdpiv 'Hpihbou darr) SB 4528 Weihung auf Stein (IIP). Boibiov Petr. III 58 (a) 4 (IIP). TopTÖviov Lille 17, 6 (IIP). Nucdpiov Grenf. I 21, 12 (126a); Lond. II nr. 401 (p. 13) 6 (116— IIP). AttoUujvio? Auuujviou küi Tiuökiov KpiaiXdou (Frau dos Apollonios) Or. gr. 83, 5 (221 — 05a). Xupixiov Teb. I 82, 5 (115a).
-f) Unsicher: BoußdXiov Hib. HS, 85 (schwerlich Sklavin); ebenso 80 ITuov (bei Lambertz II 10 Sklavenname) (nach 250a). Sicher bezeichnet IT(.iov eine freie Frau Cair. Zen. 56, 3 Avxircaxpot; Kai Xiiuov f|iEiouv dirobouvai aüxotc; xüv uiöv aüxüjv (245a).
Anmerkung 2. Ob ITpößaTov Teb. I L80 descr. (92 oder 59a) männlicher oder weiblicher Spitzname ist, läßt sich bei der fragmentarischen Publikation des Stückes nicht entscheiden; nach dem Zusammenhang eher männlich, da alle anderen Namen daneben männlich sind.
2. Bei leblosen Gegenständen lassen sich, abgesehen von den Formengruppen, die in der Formenlehre besprochen sind, einzelne Bc- deutungsgruppen unterscheiden, in denen eines der 3 genera insgemein vorherrscht.
a) Männlich sind alle Völkernamen. Monate (ur|v), Flüsse (rroTauo«;) und Winde (dveuos), zum Teil wohl unter dem Einfluß mytho- logischer Vorstell ungen und Personifikationen.
b) Weiblieh sind:
a) die Länder- und Insel na inen, Städte und Dörfer.
Ausnahmen: xö 'Aßaxov (sc. iepöv?) eine kleine Nilinsel bei Philä, z. B. xüjv <?v xwi Aßdruji Kai OiXai? iepüjv Or. gr. 111, 19 (nach 163aj; 137, 3; 138, 3; 139, 3 (alle 146 — 116a). Einige ägyptische Dorfnamen, die auf a auslauten, werden als neutr. plur. flektiert: KepKeaoöxou -ujv; Morrbu;Xa, -ujv; '0£üpuYXa COEöpuYXa); ^ap- ßaiöa; ebenso semitische Ortsnamen wie Buixdvctxa, 'Paßßaxduuava (Belege unter Numeri § 10 I 5b.
ß) die meisten Bäume und Sträucher (ihr Holz und was daraus gemacht wird); auch viele Nutzpflanzen.
r\ ap.TT€\o<;; xpc'voq (Hartriegel, Hartriegelstecken); vdpöoc; (Staude,' aus der Nardenöl bereitet wird) PSI VI 628, 8 (IIP); pdXo<; (Reisig) BUU VI 1466 (Ostr.) 4 (P). ouKdiuivo«; (Maulbeerfeigenbaum). Belege für die genannten Bäume und Sträucher auf -oc Bd. 1 41. 261 f. ikdav (puxeüovxa Hai. 1, 98 (IIP). Über eXda = Olive vgl. unten § 10 113. irepa^a (eine ägypt. Baumart) s. Bd. I 82. baqpvi? (Lorbeer) Tai r. Zen. 21. 3 (256a). av k f| (Feigenbaum): PSI V499, 6 Kpdbac; xüjv 0ukwv (257a ).
Ausnahmen: 6 Kiaaöq Epheu (Bd. I 223); 6 qpoTviE (Dattelpalme): PSI III 171, 39 xoüc; ^v auxün qpofviKa? (IIaf). Über ai qpoiviK€<; (Datteln) s. unten. Xißavo«;. in klassischer Sprache = Weihrauchbaum, bedeutet , Weihrauch' PSI VI 628, 5 (IIP). Das Geschlecht ist nicht zu erkennen. Sonst Xißavuuxöq = Weih- rauch, so P. Sakk. VII 49 (IIP); wohl auch PSI VI 678, 8 \ißavuj(xö?) (IIP). Ob Hib. 121, 54 (251a) Xißa[voq] oder Xißa[viuxöc] zu ergänzen ist, bleibt zweifelhaft 1).
') Vgl. Lobeck Phryn. p. 187. Phrynich. Rutherford p. 273. Ps.-Herodian, De impropria dictione [Nauck, Lex. Vindob.] p. 316, 14 6 Xefujv Xißavov di<upoXoT€T.
§ 9, 2c. Geschlecht der Pflanzen. 33
Nutzpflanzen gen. fem. sind n. a. ßüßXoq, eigentlich die Papyrusstaude, dann das daraus bereitete Schreibmaterial (Bd.I261); fof(\>ki<; Rübe (Bd. I _Jl)PSI V537, 15 (IIP) nach vol. VI Add. et Corrig. p. XVII, mit der Nebenform fiiTTuX [<; ffib. 121, 55 (251a);Z€d = Z€id Dinkel (Bd. [67); BpibaE Lattich (Bd. I 22); Kvfj-
koc; Safflor (Bd. 1261); Ko\ÖKUv6a, koXükuvOo:, ko\6kuvtu und koXü- kivto<; Kürbis (Bd. I 101, wo die Belegstelle für KoXÜKivxoq nicht Teb. I 231, sondern L31 heißen muß)1); Kpdußn Kohl (Bd. 1190) Hib. 121, 30. 50 (251a); KpiGr) passim; Kaydvr] eine Kohlart (Bd. I 191); nnxwv Mohn Alex. Botti 4 = SB 4305, 7 (IIP?). PSI VI 571, 22. 25; 598, 15 (IIP); öXupct2) passim (Bd. I 12); t?\\ic, Bockshornklee (Bd. I 266). *
Diesen stehen nicht wenige Bodengewächse mascul. gen. gegenüber, wie upuKoc; (eine Hülsenfrucht, s. Index zu Tebt. 1); ^p^ßivOoi; Kichererbse (Bd. I 81); Kpi- Gö-rrupog Gerstenweizen (Bd. 1468)3); Kpöxujv (ricinus, Rev. L. passim); opoßoc; Erbse (Bd. 1 61); -rr iaoq (Erbsenart) z. B. BGU VI 1495 (Ostr.)4. 27 (IIP). Tebt, I 9, 11. 17 (119a). trupöq, pdqpavoi;, cpaKÖ?, (pdan.Xo<;, wofür die Indices zu Rev. L. u. Teb. I eine Menge Belegstellen bieten.
Das Geschlecht des ägyptischen Lehnworts Ttdirupoc; ist aus den ptol. Texten nicht ersichtlich (vgl. Bd. I 37). — de, xöv \ivov Rev. L. 87, 3 ist auffallend gegenüber der regelmäßigen neutralen Form tö Xivov, die z. B. Rev. L. 103, 6 vor- liegt; sonst ist nur der Genit. an mehreren Stellen des Steuergesetzes erhalten. Ebenso xöv Xivov xöv kcxx' ^viauxöv Par. 22, 28 (c. 165a)4). — oixuov (TrecpuxeuKÖxac) PSI IV 434, 2 (26P) gehört doch wohl zu ö oikuoc; (Gurke), nicht zu xö oi'kuov (Gurkenkern).
c) Neutra sind gewöhnlich die Früchte der Bäume und des Erd- bodens.
a) Baumfrüchte: duÜYÖaXa (Mandeln) PSI VI 553, 10(260*). xdpua(Nüsse) PSI IV 428,49. 65; 430, 9k. ßaaiXucd (IIP). Leid. C (p. 93) col. 4, 4 (164a). aÜKa. . uf)Xa napivd (Quitten) Petr. III 53 (m) 5 (263a). ouko PSI VI 554, 24. 30 (259a). Dagegen f] eXaia (Olive) Hib. I 49, 8. 12 (nach 257a). PSI IV 428. 17. 21. 76. 105. 108; 430, 2; V 535, 27. 52; VI 553, 9; 594, 11 (IIP). Auch €Xdn Sakk. 24 (IIP) in einem Ausgabenverzeichnis neben dpxoi, tvka etc. wird schwerlich (wie Egg er, Journal d. sav. 1873, 98 meint) Olivenöl, sondern kollektiv Oliven bezeichnen 5J. iaxdq (getrocknete Feige), s. Bd. I S. 29. poid (Granate), s. Bd. I 15. podc PSI VI 569, 3 (253a). ai (poiviKeq (Datteln) Hai. 7, 3 (232a). Leid. C (p. 93) col. 4. 16 (164a). Teb. I 112 Introd. 12 (112' ).
ß) Bodengemüse und Gewürzfrüchte gen. neutr. sind z. B. ävr)O"0ov Dill PSI IV 422, 28 (IIP); Kdpbauov Kresse Straßb. II 102, 8 (IIP); KÖpiov Ko- riander (Bd. I 432); Kpöuuuov Zwiebel (Bd. I 218); über Xivov s. oben unter b;
2) Zur Orthographie vgl. Phryn. 457 L = 401 R koXökuvöot r)udpxn.xcu r\ £o- Xdxr) ouXXaßr) biä xou ,0a' Xetou^vri, b^ov bid xoö ,xn'j üj<; Ä6r)vaioi. Arkad. HO. 6 Schm KoXÖKuvxa (n. Äxxiküj? koXoküvxh). Vgl. Solmsen Beiträge (1909) 263. — Weitere Belege: KoXÜKuv9a PSI IV 402, 5. 11 (IIP); 434,8 (26P); koXoküvxcx? VI 553, 14 (260a).
2) Nach den neuesten Forschungen nicht Durrah oder Spelt, sondern Emmer. Vgl. UPZ I S. 178, 8.
3) Kerne besondere Pflanzengattung scheint ßwXöirupoq Alex. Botti Nr. 6 = \V. Chr. 198, zu bedeuten, sondern ., Weizen, der mit Erde vermischt ist". Wachsmuth übersetzt „Kloßweizen'". Ebenda 11. 13. 20 KpiBÖTrupoc; (240a).
4) Vielleicht bedeutet ö Xivo? , Flachs', xö Xivov , Leinsame'? Vgl. Thesaur. gr. s. v. - xü Xiva BGU VI 1252, 10 und 27 = Garne, Jagdnetze (1P).
s) vuvei b' <?Xaia fifovev PSI IV 438, 8 (IIP) scheint zu bedeuten: jetzt hat die Olivenernte stattgefunden.
Mayser, Paj>yrusgrammatik. II. 3
34 Numeri. § 10.
|Lictpa6pov Fenchel (Bd. I 188); f.ieXdv9eiov Schwarzkümmel (Bd. I 75), auch Straßb. 11 102. 8 (IIP); öairpiov eine Bohnenart (Bd. I 82); aeöx\ov (aeuxXiov) Mangold (Bd. I 416); of\0 o^iov Frucht der Sesampflanze (Bd. I 41) Rev. L. 41, 15. 26; 42, 3; 43, 13. 19; 57, 10 etc. (259a). Hamb. I Nr. 24, 12 (222a); aKöpbo v Knoblauch (Bd. I 146). Vgl. auch KÖpöeov eßbare Wurzel des Lotos (Bd. I 82). — Ausländische Gewürze: diu kümmelartiges Gewürz (Bd. I 36); Ktvvd|uuj|uov Zimt (Bd. I 40) PSI VI 628, 8 (IIP); kü^ivov Kümmel (ebendort); nupov (Bd. I 40f.) PSI VI 628, 8 (IIP) und Grenf. 130 col. 5, 2 (II/P); Treiirepi (sie) Pfeffer und aivaxn Senf (Bd. I 43). auch Straßb. II 102, 0 (IIP).
§ 10. Numeri *),
Vorbemerkung. Der Dual ist vollkommen untergegangen. Über das Schwinden der Unterscheidung zwischen Dualität und Pluralität im Gebrauch von exepo?, £xd- xepoc im Vergleich mit dXXoc;, exetaxo«; u. dgl. vgl. die Pronominallehre. Moulton. Einl. 86 f . Witkowski. Bericht über d. Lit. der Koine, Burs. Jhrsber. Bd. 15!' (1912) 224.
A. DER PLURAL.
Der Plural steht abweichend vom gewöhnlichen numerischen Ge- brauch in folgenden Fällen:
1. bei Stoffnamen, um teils die Vielheit und Massigkeit im Gegen- satz zum einzelnen Stück, teils die Gliederung nach Einzelformen und Arten zum Ausdruck zu bringen 2 ).
a) äXec, (Salz, im Gegensatz zu ä\<; Salzkorn) Sakk. 16. 94 (IIP); dXüüv dpxdßa?) i PSI VI 567, 3; aber 8 oi dXa exovxeq (254a). — eiKoaxf)^ epeutv, 1'20 für Wolle (zu ipta) Hib. 115. 20 (nach 250a). Vgl. Strab. XV 694 xede ipemq. Sonst xd (epia PSI IV 368, 47. 53 (250a); 399, 6; 429, 14; 431, 4 (IIP); VI 605, 3. 4 ei'pia (ionisch?); xüjv ^piuuv 631, 14 (IIP), xä MiXnaia epia Cair. Zen. 24, 2 (255a). — Kp^a (Fleisch, dagegen xpdac = Stück Fleisch) Sakk. verso (IIP). Kpeüjv Petr. III 140 (a) 8 (IIP). PSI IV 428, 9. 10. 20. 77. 79; 444, 2 (IIP). Kpeüjv <!Xaq>ewv VI 594, 15 (IIP), xd Xomd xpea Gurob 1, 14 (III"). xnv€a KP^a (Gänsefleisch) Par. 53, 11 (163a). Leid. C (p. 93) col. 4. 10 (um 160a). xpea xnvna Par. 54, 14. 45. 68. 72 (163a). — EüXa (Brennholz, dagegen EüXov = Holzscheit) Sakk. 9. 14. 20. 25. 37. 47. 55. 83. 92. 102. 123. 131. 140. 146 (IIP). Hib. 121, 22. 32. 34. 51 (nach 260*). Petr. 114 (11) 5 (255a); III 49, 8. 16. 20. 21. 23 ; 137 col. 1, 13; 139 (a) col. 2, 4; (b) col. 2, 15; 140 (a) 3. 5 (IIP). Wess. Stud. Pal. IV 56 col. 1 (IIP), cpöpexpov EüXwv Par. 60 (bis) = W. Chr. 30. 7 (um 200a). ei<; rnv [biaxo|iu]bnv xüjv EüXujv Lille 25, 3 (IIP). xou<; xexocpöxat; xüjv ibiwv EüXa Teb. I 5, 205 (118a) etc. Dagegen xd imdpxovxa SüXa Xpnaxä Xß = die 32 Holzscheite Hib. 82, 27 (239a). GKdcpr) £eax[wv] EüXiuv (eine Mulde polierter Hölzer) P. Gradenwitz 9, 5 (225a). EüXa = Schiffsbauholz PSI IV 382, 5. 18 (248a). — Trixupa (Kleie) PSI VI 601, 7 (IIP). — ubaxa (Wassermassen): ^xXüovxo; xd ev xf|i eauxoö fnl übaxa Teb. I 49, 5 (113a); 54, 16 (86!l). So noch bei Malalas, vgl. Wolf. St. z. M. II (1912) 29.
b) Auf einzelne Arten und Formen bezieht sich möglicherweise der Plural in Fällen wie: xn.<; biayinpi? t üj v oiviuv (Weinsorten oder des Weinquantums?)
V) Krüger §44. Kühner-Gerth I 15ff. Brugmann-Thumb 421 ff. Blaß- Debr. N.T. § 139—142. Gildersleeve Synt. I § 42 ff . Wackernagel, Vorlesungen I 73 ff.
2) Kühner-Gerth 1 15, 2. Bnigmanii-Thii mb 422.5. Gildersleeve i§ 47. Wackernagel, Vorlesungen I 96.
§ 10. Der Plural bei abstrakten Begriffen. •'!;>
Ostr. Berol. P. 10987 aus Apollinopolis Magna bei "W. Schubart, Pap.gr. Berol. Nr.8b = SB 4631 (106a). Ebenso BGU VI 1409 (Ostr.) 2 (110<9a); 1 HO, 2 (109a). Ähnlich PSI VI 666, 7 waxe |un,0^v aoi biacpujvf|crai xüjv oivapiaiv; 18 tu oivdpia ÜTrep- te)KuaKev(IIIa). — diröaxeiXov bi nulv Kai rupouq Hib. 54, 23 (um 245il). Vgl. Krüger zu Xen. An. II 4, 28. -- dYbebou^vwv oirc p ^citujv (Samensorten, Sämereien) Petr. III 76 recto col. 3, 1 (224a). — Bei Getreidesorten, namentlich bei der An- gabe abgemessener Teile davon, steht bald der Singular bald der Plural, doch herrscht der letztere vor. Z.B. vaöXov xüjv irupüjv Kai KpiGwv Hib. 110, 18; aber 12 £\aßov bl Kai Kpi6r|v (nach 270*). Trupüjv büo (dpxdßac;) Hib. 105, 5 (228a). KpiGai ebenda 121, 54 (nach 260*). dpxdßa? b KpiGoirOpinv Petr. I 29, 10 (IIP). KpiGwv (dpx.) le Magd. 1, 13; 25, 3 und verso (221a). PSI VI 598, 4; 681, 11 (IIP); dagegen tä? <p (dpxdßac;) TP]? KpiGfjq 571, 3 (252a). ayovxa un (48 Artaben) irupüjv Petr. II 40 (a) 21 (223a). Grenf. I 18, 12 (132a). Teb. I 57, 5 (114a). tu rrupiota PSI VI 611, 2 (IIP). Dagegen im Singular rrupöv dYopdoai Grenf. II 36, 18 (95il). dfopdo-ai Kpi6f|<; (gen. part.) Grenf. II 38, 18 (um 56a). cpaKoO dpxdßac; burxiXiac; Lille 24, 2. 7 (IIP).
Oft wechselt der Numerus in demselben Stück: Petr. III 76 recto col. 2, 1 Kpi- Oorcüpou (sc. dpxdßai), 9 öXupiltv ; col. 3. 4 qpaKWv, 7 KpiGüJv, 8 öXupuJv etc. (223a): ebenso 78, 14 KpiGoirüpou (IIP); 83 col. 3, 1 KptGn«;, 7 ÖXupOuv (IIP). Weitaus in den meisten Fällen sind die Formen abgekürzt oder durch Siglen ersetzt. - Während aKÖpbov (Knoblauch) in Küchenrechnungen meist im Singular notiert wird, z. B. Petr. III 137 I 12; Sakk. verso 3 (IIP); Tebt, I 70, 40 (IIP), ist in einer PSI IV 332 (257a) erwähnten Expedition zur Gewinnung größerer Knoblauchmengen und wohl auch verschiedener Sorten Z. 6. 7. 9 von xd o"KÖpba, 24 eic; diröxpivpiv öKÖpoujv die Rede; ebenso 433, 1 (261a); 428, 1. 85 (IIP).
2. Der Plural bei abstrakten Begriffen bezeichnet entweder die einzelnen Phasen und Äußerungen einer Tätigkeit oder Eigen- schaften und Zustände einer Mehrheit1).
a) Tätigkeit: xdc; büaetc Kai dvaxoAdc; tüjv daxpuuv Hib. 27, 45 (Ka- lender 301—240*). dir' dvaxoXwv eiri büaeiq Inschr. auf einer Sonnenuhr Preis. Samm. 358, 2 (IIP), de, xdc dTroöxoXdc (für verschiedene Sendungen) PSI IV 433,2; aber 8 dEia dirooxo\n.c; von einer Sendung (26P). eic; xdc; ev ÄXeSav- bpeiai biaee'aeic; (Verkaufsgelegenheiten) Rev. L. 53, 19 (258a). ai oiKovouiai (Abmachungen, Verfügungen) dKupai laxujaav Petr. III 20 recto col. 4, 9 (IIP). exepac oiKOvouiat; (andere Entscheidungen, Maßnahmen) irapaxiGeoGai Tor. I 9. 2 (116a). irpöc; xd? Kapueiaq (Nutznießungen) Petr. III 53 (p) 5 (IIP). Eleph. 14. 12 (223*). Teb. I 5, 66. 68 (118a); 6, 23. 34 (140— 139a). öaoi av evKaXiiümv irepi aixapxiwv Kai aixouexpiwv Kai Trapaxpaqpüjv (wegen der Soldbezüge in Geld oder Natu- ralien und wegen Fällen von falschen Berechnungen) Hai. 1, 159 (IIP), irpo^expouiuevwv eic, xdc; KaGdpaeic; Teb. 192, 9 (LI*1); dagegen von einem bestimmten Einzelfall irpoc;pexpeixiu eic; xrjv d-rroKdGapaiv Rev. L. 39, 10 (258a). ö irpöc; xait; auvxdteaiv P. Rein. 7, 29 (14P); sonst -rrpöe; xf|i cruvxdHei xüjv KaxoiKUJv (mit Zuweisung der Katökenlehen beschäftigt), z. B. Tebt. I 30, 6 (115a); 61 (b) 269 (118a); 79, 88 (148a) 2). €vcpaviO|LiüJv Trepf xivw v irapaXoYeidjv (Fälle von Unterschlagung )
!) Krüger §40, 3, 1—5. Kühner-Gerth I 16, 3. Brugmann-Thumb 422, 4. Blaß-Debr. N.T. §142. Winer-Schmiedel §27, 4 d. Gildersleeve Synt. I § 42 — 45. Schmid Attic. I 168. 234; II 62; IV 608 (bei den Atticisten oft aus Hiatusrücksichten |. Rehdantz, Ind. z. Demosth. s. v. Plural (reiche Beispielsammlung).
2) Offenbar wird durch den Plural ö irpöc; xaic; auvxdEeaiv eine zentrale Behörde bezeichnet, während der Singular gewöhnlich von einer einzelnen Unterbehörde ge- hraucht wird.
3*
36 Numeri. § 10.
Amh. 33, 13 (nach 157a). uepi biao"eiöy.üjv Kai TrapaXofeidJv (Fälle von Er- pressung und Betrug) Par. 61, 9 (156a). ir\r)v xüjv cpövoic; 6Kouoioi<; Kai iepo- auXtai; evexouevwv Teb. I 5, 5 (118a); ebenda 85 aixoXoYiat Kai dvxi- Ypacpelai, 217 xdc; Kpiaeiq, 226 xd? TrpdSei? (Zwangsvollstreckungen); 102x0«; ottikök; |Liia0uJöeiq (118a). xd? p-eYioxac; i>,uiv xdpixa? exop.ev Teb. 124, 7. 21 (nach 118a). xoi? xdpnac, xeioaöi xoKrp SB 5628 (poet. Grabschrift) 6 (IIa). xdc; xüjv iepujv Zwiuiv aeixaYUJYiai; e'KrcXn.püJO'ai Teb. I 57, 10 (114a). Xüxvwv äqpai Teb. I 88, 12 (115 — 14:l). k a ü ö e i q Xuxvujv e'mxeXoövxecj Inschr. v. Batn-Herit = W. Chr. 70, 10 (57 — 56a). öxav ai e'Eobelai xüjv Xonrüjv Gewv Yivwvxai Kanop. Dekr. 60 (236a). bid irep^epeuDv (Umdrehungen) xujv ^qpetfit; Inschr. einer Sonnenuhr SB 358, 1 (IIP), eic, räc, xaqpdcj aüxüjv Rosettastein 32 (196a). bid xdcj n.H.üjv TTapaKXt'iaeic (Ermahnungen) Grenf. I 32, 7 (102a). xoTcj Trpoc/rexaYpevoicj irepi Kpaxt'icreujv (Besitzergreifungen) Tor. I 9, 28 (116a). xaTq e'iriiueXeiaic; (wiederholte Akte der Fürsorge) BGU VI 1212, 8 (spätptol.). üttö itoXXüjv trpo- iröoeujv (infolge wiederholten Vortrinkens) poet. Ostrak. Rein. A 4 (Ia). iropeTa bedeutet alles, was zum Transport gehört: Petr. II 99 (d) 19. 21 (IIP). PSI VI 569, 11 (253a). Tebt. I 5, 196 (118a); 112, 72 (112a); 121, 50 (94 od. 61a). Tropeiov kol- lektiv Cair. Zen. 22, 3 (256a).
Überführung eines nomen abstr. in die Bedeutung der Tätigkeit liegt zugrunde bei docpdXeiai (Sicherungsurkunden, Garantien) BGU VI 1255, 13 (spätptol.). Teb. I 27, 58 (113a). Im Singular: e"xo|iiev ^ap' aüxujv xrjv dacpdXeav (sie) P. Gradenwitz 8, 17 (223a). BGU VI 1246, 21 (IIP). Vgl. Preisigke, Fachw. s. v. Sogar ein kon- kretes Wort nimmt die Bedeutung eines nomen actionis an und wird in dieser Be- deutung in den Plural gesetzt: bid xö evexeoBai Xrjaic; (Beutemacherei) Teb. I 5, 5 (118a). Daß übrigens Xeia schon im Singular diese abstrakte Bedeutung haben kann, beweist SB 4638, 17 evoxoi övxe? qpujpai (der Überführung) Xeiacj (nach 147 oder im1)1).
b) Eigenschaften und Zustände einer Mehrheit: xd TrXn.6n. xf|c; ff\c Kai xd nf]KY\ xüjv axoiviujv Lille 1 verso 13 (259a). xoiq u.eY^6eo"i Kai xoicj irdxeaiv (von verschiedenen Gegenständen) PSI VI 601, 5 (IIP). Vgl. Kühner- Ger th 1 19 Anm. 3. Gildersleeve I §42. xd xe uexpa Kai dEiac; (Wertangabe verschiedener Gegenstände) dvevefKeiv Tebt. I 14, 11. 20 (114a). xd? xip.de; (Preisansätze in mehreren Fällen) PSI IV 322, 2 und verso xi|uüjv (266 oder 257a); ebenso 325, 2 (261a); aber 333, 11 xnv xiun.v xouxwv (267a). ovv£$r\ dßpoxiaic; TrepnreTTxujK^vai xouej xqv xwpav KaxoiKoüvxac; Kanop. Dekr. 15 (236a). edv be xivec; dx^Xeiai (Fälle v. Steuerfreiheit) bibuivxai Par. 62 col. 6, 16. 19 (164a). dYvon,- ,u a t a — KaxaYvuJöp-axa, d.h. Fälle von unbewußten Vergehen und Verurteilungen Teb. I 124, 24 (cf. 5, 3); 29 xoücj fejovöraq ev d9exr)|uao"iv Kai TrpocjXoYi- (a p. o i cj ? ) , d. h. Kleruchen, deren Ackerlose kassiert oder bestritten ( ? ) sind (nach 118a).
A n in e r k u n g 1 . In einer nicht geringen Anzahl von Fällen ist der Pluralgebrauch bei abstrakten Substantiven darauf zurückzuführen, daß das Wort schon im Singular eine konkrete Bedeutimg angenommen hat oder doch voraussetzen läßt: z. B. x d ? k x r| o" e i c; eiTKpepövxujv (wenn sie ihre Besitznachweise beibringen) Par. 15, 61 (120*). Tor. I 7, 20 (116a); vgl. ebenda 6, 2 uV|xe biaYpacpn.v (Bankquittung über Steuerentrichtung) iar)xe dXXryv Kxfiaiv emep^povroe;. SB 4512, 80 xöv beairö^ovra xüjv Kxno"eujv, 85 aiq exei Kxn.aecnv (167— 134a); 4638, 10 xd? 7TpoKxn,öeicj dTrnveYKavxo (IP). Vgl. Preisigke, Fachw. s. v. — Ka8' aej ercoelaO' dv Mepcpei -irapouaia? (Besuche) Par. 26, 18 (163— 62a); ebenso Or. gr. 139, 9 uapouaiaq atjxoic; iroieiaeai, d. h. den Aufwand für amtliche Besuche bestreiten (146— 116a). irapouoia im Singular = vor-
1) In der konkreten Bedeutung , Weidevieh' begegnet Xeia in der Verbindung cpu(XaKixiKÖv) Xeiac = Beitrag zum Gehalt der Viehhirten P. Gradenwitz 6 col. II 6. 11 (223a).
§ 10. Der Plural bei abstrakten Begriffen. 37
übergehende Anwesenheit; dann konkret = Verpflegungsgeld für einen Beamten- besuch: so P. Grad. 2, 6 (225a); BGU VI 1233, 5 (IIa); 1495 (Ostr.) 2. 25 (IIP); Petr. II 39 (e) 18; (8) 24 (IIP). — tu aeiauaxa (die erpreßten Summen) Tobt. I 41, 21 (nach 119a). — daxoXia i (Geschäfte) PSI VI 652, 2 (IIP). — dbiKiai (Straftaten, Delikte) Hai. 1, 194 (IIP), weil schon im Singular die konkrete; Bedeutung anzunehmen ist. — xP€lctl1) bedeutet .oft Dienste, Gefälligkeiten (gegenüber xPe»a Gebrauch, Bedürfnis), so in der stehenden Phrase XP6^ Trapexeaöai z- B. Magd. 14, 13 (221a); BU 1006, 9 (IIP); Grenf. I 46, 3 (IIa) etc. xd<; xpeia? dTnxeXoöaiv Lond. I Nr. 22 (p. 8) 27 (164a). Dagegen eis fdc; ibiac, xPeia" = für persönliche Bedürfnisse Tel). I 5, 254 (11 8a). — Wenn ÜYopai Marktwaren, Naturalien, Lebensmittel bedeutet, wie Grenf. I 42 = W. Chr. 447, 17 (IP), so wird ein Lokalbegriff zur Bezeichnung der dort befindlichen Gegenstände benützt, wie umgekehrt die Waren für den Markt- platz (vgl. e'Xaiov, uöpov = ÖL, Myrrhenmarkt) 2). Ohne fühlbaren Grund wechseln die Numeri PSI IV 354, 4 exoiiudiüeiv df opd v (Naturalverpflegung, vgl. Wilcken Arch.
V 224) Kai xopxdauaxa (254?) und PSI IV 436, 5 xd ö iy d> v i a Kai x d <; äfop de, (248a) ;
V 504, 9 xoö övyioviou Kai xf)<; äfopäc, (257a). Lond. 23 = UPZ 14, 26 uexpn.- uaxa Kai öiywvia (158a); dagegen Wilck. Ostr. 1538 iueVpn.ua Kai öiyubviov (IP). — Von drroöKeur) (Soldatengepäck)3) bedeutet der Plural, wie es scheint, ,Troß' Par. 63 = Petr. III Einl. p. 26, 90 Kai xä<; diroaKeudi; xüjv dv xf|i iröXei -nrepi- öTTäv; p. 36, 199 irpoqpepöfievoi Kai xai? diroaKeuaiq aüxüjv exriYeYpdcpöai yr\v, 205 ujöxe Kai xdq diroaKeudi; xüjv dv xfjt xcöXei e'qpexpeuövxwv (sie) trapevoxXeiv, d. h. wohl die Leute, die von den in die Garnison nach Alexandria Kommandierten in der Heimat zurückgelassen sind, also identisch mit oi irap' auxtüv dTroXeXeiuuevoi eVi xüjv xöttujv p. 20, 24 (164a). Vgl. Dikaiomata S. 86 ff., wo oi ev xfp dTroo"Keuf|i (övxec;) Hai. 1, 128 ff. (IIP) als gleichbedeutend wie ai diroaKeuai erklärt wird. Der Sing. dTroo~Keur| = Hausrat Cair. Zen. 14, 9 xnv d-rroaKeunv aüxun dTraYaYeiv (256a).
Eine Verengerung der im abstractum liegenden Allgemeinbedeutung ist einge- treten und hat die Pluralbildung erleichtert in folgenden Fällen: dpYia = Ruhe; dp yia i = Ruhetage Petr. III 40 (a) col. 5, 12 (IIP). — dpxn = Anfang; dpxai = Anfangs- stadien, so in Kax' dpxdq Par. 26, 14 (163 — 62a). — yh = Land; fax = Land- stücke: tujv BU 993 III 10 (127a). Tor. I 2, 10 (116a); acc. Ta? Teb. I 6, 31 (140»); 5, 59 (118a). Vgl. dazu Allen, Class. Rev. 20, 290; 22, 181. — nXiou xpoirai (Sonnenwende) zu allen Zeiten t. t. der Astronomie, so Hib. 27, 120 (301 — 240a). Inschr. auf einer Sonnenuhr SB 358, 6 und 14 dtrö xeiuepivüjv xpornJüv dxri Oepivd«; xpoirdq (IIP). Vgl. Winer-Schmiedel §27, 4 a. — Am geläufigsten sind von jeher Kaipoi und xpövoi von Zeitperioden und Zeitabschnitten : ev xoiq Kaxd xn.v xapaxnv Kaipoic; Rosettastein 20 (196a). Kaxd be xoü<; aüxous Kaipoü«; Petr. II 45 = W. Chr. 1 col. 1, 23 (um 246a). i'va un. üaxepüjuev xoi? Kaipoii; PSI IV 432, 5 (IIP) von verschiedenen Terminen; dagegen 4 diri Kaipou von einem bestimmten Einzeltermin der Weizensaat. lv xoic, dvaYKaioxdxou; Kaipoi«; Par. 46, 7 (153a); Grenf. I 42, 5 (IP) etc. — xpövoq im Plur. nähert sich manchmal ziemlich stark der Bedeutung, Jahr', die das Wort in der späteren auvnöeia und im Neugr. hat4); da aber
x) Über xpeia = »öffentliche Funktion' vgl. Fr. Oertel, Liturgie 6.
2) D. Blythe Durham, The vocabulary of Menander (Dissert. of the Princeton University 1913) S. 57 gibt Belegstellen für diesen Sprachgebrauch.
3) Das Wort ist sehr beliebt bei Polybios, bei dem es G. Limberger, Nominal- bildung bei Pol. Diss. Tüb. 1923, 17 in 44 Fällen nachgewiesen hat.
4) Vgl. Schmid Attic. II 166; III 226. K. Dieterich, Rh. M. 59, 233. Wend- land, Berl. phil. W. 1904, 135. Spätere Belege: Memnon FHG III p. 557 c. 60, 1; Phoe- bamm. beiSyrian. p. 102, 13 R,; Pallad. Hist.Laus. p. 146, 17 Butler; Eumath. IV 17, 2; Le Bas, Voy. arch. III 116. 2477 (517 p. Chr.). Pap. Oxy. VII 1066, 24 (III p. C); 1667,
38 Komplexiver Plural. § 10.
exoq und eviautöi; (oft im engsten Zusammenhang mit xpövcx;) im vollen Gebrauche sind, tritt diese Bedeutung nirgends klar zu Tage. Beisp. dvaXoYiä>u.^vujv xujv Xpövwv dtrö uev xoö K€ (exouc) euu<; Tou vy (£xouc) [nicht tö vy (£xoc) wie .Mitteis Chr. n. 31] exwv k9 auvxpexeiv exn. -rrpöi; xd irn Tor. I 5, 30 (116a). xüjv ^Trdvuu XP0VLUV (während der früheren Perioden) Hib. 96, 6. 23 (259a). ew<; tüjv aüxujv xpövujv (was vorher bezeichnet war mit euu? xoö öyoöou exout;) Rosettastein 30 (196a). Oft iv xoic -rrpöxepov (oder eu.TrpoaOev) xpövoiq, aber immer in allgemeinem Sinn: Magd. 1, 11 (221a); Rosettastein 18 (196a); Par. 36, 12 (163a); Petr. III 20 = W. Chr. nr. 450 verso col. 2, 7 (IIP); Amh. II 30 = W. Chr. 9, 10 (169— 64a); Hib. 35, 8 (um 250a); PSI III 173, 5 (II*'); Frankf. I Nr. 7, 9 (nach 218a). eKKXnrot xpövoi (Ladungstermine) Rev. L. 18, 15; 21, 10 (258a). eiq tovc, oiutolk; XP0V0U? (auI die- selben Termine) Teb. 15, 10; 41 dTroXüeaÖai xüjv €U)q xoö vd (£xouc;) xP0VUJv (von den bis zum 51. Jahr fälligen Zinsraten) (118a).
3. Ein komplexiver Plural ist zu beobachten bei Appellativen.
die außer ihrer eigentlichen, im Singular liegenden Bedeutung noch eine
zweite, verwandte in sich vereinigen (vgl. Traxepec; = YQveTc;, Vater und
Mutter; Cereres = Ceres und Proserpina; Castores; Geböte;)1).
ueGev (= ,un.6ev) öqpiXeiv (sie) xoTc Kupioiq (den Majestäten) Lille 9, 22 (IIP). Ebenso ist wohl auch Petr. II 31 = III 53 (d) 9 xoT^ Kupion; aufzufassen (IIP). Häufig oi ßacnXeT<; = König u. Königin, Königshaus: öpKou? XaßeTv . . Kaxä xuiv ßacnXeujv ypaTTxoui; Par. 63 = Petr. III Einl. p. 20, 39 (164a). Gemeint sind hier die drei Kinder des Ptol. Epiphanes, die im 6. Jahr regieren, aüv be xf|i xüjv ßaen- Xeuuv (Königsfamilie) Kai rf|i o"(fj)i xüxni P- Cairo = W. Chr. 11 A col. 1, 17 (123a). dvaTre<pujvn.KÖxoc; bi' aüxn.? xoTq ßaaiXeöai (Soter II und Kleopatra III) Tor. I 5, 26; 7, 13 xüjv ]U€Yioxuuv ßaöiXewv dTToXeXuKÖxujv (116a). Ebenso ßaaiXeujv -rrpoqxaEdvxujv Teb. I 7. 1 (114a). eic, xöv ibiov Xö-fov xüjv ßamXeuuv Amh. 31, 1 (112a). tüjv eqpn- uepeuövxujv toic, ßacnXeüaiv ei<;aTYeXeujv Inschr. bei Preis. Samm. 5021, 7 (etwa IP). Ebenda 5827, 16 dvaBeivai üuüjv xüjv |U€Tiöxujv ßaoiXeuuv eiKÖvac: (69a). Stehender Ausdruck iepdq ßaaiXeöai dpyupiou bpaxudc; (vom königl. Bußgeld) Tor. IV 26 (117a); VIII 37 (119a). Grenf. II 25, 20; 26,20; 28,19 (103a); 30, 24 (102a); 33, 13 (100a). BU 998 II 11 (101a). P. Heidelb. = Preis. Samm. 5865, 16 (109a) etc. Vgl. Charito p. 106, 11 Hercher; Aristid. or. 50, 75 Keil (Rhein. Mus. 48, 76L); Menand. it. imb. p. 415, 6 Sp. ; Marc. Diac. vit. Porphyr, p. 49, 15 Bonn; s. übrigens schon Soph. Antig. 1172; Eur. I. T. 109; Med. 455. 594 (ßaaiXeiq); 875. 1299 (Koipavoi); 308. 453. 458. 607. 934, 113U. 1298 (xüpavvoi Herrscherhaus).
4. Ein aus mehreren Teilen zusammengesetztes Ganzes steht
häufig im Plural. Hierher gehören auch die (meist mehrtägigen) Feste2).
im<Lbe\Za xd ßXdßn. (eine Aufzählung der Verluste) Teb. I 50, 21 (112a). — f pdpuaxa = eTriaxoXn. Hib. 62, 11 (245a); 71, 8 (245a). Y^TPa(Pev nM*v OiXöEevo? bi' luv Kei<ö|uiKev n.uiv 'OpfTf); Tpau.udxujv W. Chr. 12 ( = Bull. corr. hell. 21, 141) 4 (88a). xd xfj? xpei«? Ypdu.iuaxa = Aktenstück Teb. I 10,6 (119a); = Vertrag P. Heidelb. u. Grenf. 1 17 = SB 4638, 15 (167 od. 136a). — TrXt'i 9)] häufig von großen Massen und Summen, die aus einzelnen Posten bestehen: kavd TrXr)ör| Lille 3, 76 (nach 241a). xd övouaxa Kai xd TrXr|6r| (Summen) Hib. 52, 5 (nach 245a). TrXn.9n aixou (Quantitäten)
29 (röm.); Lond. 11 Nr. 417 (p. 299) = A. Deissmann. Licht v. O.1 S. 149, 13 f. = Milligan, Selections from the greek Papyri Nr. 51 (346p): epptioBai ae euxouai ttoX- XoTc; XP°V °1?-
a) Kühner-Gerth I 18 Anm. 2. Brugmann-Thumb 424 Anm.
2) Winer-Schmiedel § 27, 4a u.b.
§ lü. Plural bei Festen und Ortsbezeichnungen. 39
Petr. II 20 eol. 2, 5; dagegen 7 ixuvoü xivo? TrXnOouc (252a). xd TrArjör] xujv ötto- (jxeWoiu^vujv (die Summen der unterschlagenen Abgaben) Teb. J 24, 51 (117;l); II 282,
4 (lliif)- Td "ir\r)6r| xüjv dTroaxaX^vxuuv (die einzelnen Abteilungen) PS! IV 346, 5 (255a). Trapa-fevo|u^vujv xüjv aöxuiv Tr\n.0il;v (Schar) P. Cairo = W. Chr. 11 A col.
1. 12 (123a). — Ein Plural zur Bezeichnung eines einzelnen (freilich aus Teilen zusam- mengesetzten) Gegenstandes scheint vorzuliegen, wenn xdvxiYP<x<pa von einer Abschrift gebraucht ist, wie INI». 71, 5 (245a); PS! [V 347, 3 (255a); Petr. II 1 (13) L;6,2; 13(9)5; (18b) 5. 20 (255;1). Vielleicht Duplikate einbegreifend?1) PS] VI 584, 30 (IIP) in der Verbindung ypdiyov u<}i xrepi xoüxujv dvxiypacpa bedeutet das Wort so viel als ,eine Antwort' = dvxiYpacpn.v.
Fest.' im Plural: xu Äpenvöeia Petr. 1111 (1) 4; 16, 13 (IIP). PS! IV 364,
5 (251a). Cair. Zen. 18 verso (IIP111). — xd BaaiXeia Kai TTxoXep.aTa Hai. 1, 262 ( IIP111). — xä p.tKpd B o ußd axia Kai xd pe-rdXa Boußdoxia Kanop. Dekr. 37 (236a). - xd yeveGXia xoö ßaatXew? PSI IV 347, 5. 11 (255a)f 436, 3 (258a); V 514. 9 (252a). Kanop. Dekr. 5 (236!l). Rosettast. 46 (196a). xf)? "\o\oq TeveOXu/. Hib. 27, 205 (301— 240*). - xoiq Aiovuaioi^ür. gr. 50, 0 (240;l); 51. 17 (23!)a). — xd «EpuaTa PSI IV 391, 24 (242a); V528, i)(IIPm). — 0 eabeXcpeiaPSI IV 431.3 (IIP). — xd KiKr|X\ia Kanop. Dekr. 64 (236a). — Mouaeia PSI V 528, 9 (IIP). — nxoXe uaieia ebenda IV 364, 3 (251a). — Zapairirioi? ( = lapameioi?) Tebt. I 119, 25 (105— 10P). - aeXriveirjoi? (= aeXnvieiou;) Leid. C (p. 118) col. 1, 14 (163a). — xd oxecpavn.- <pöpia PSI V 514, 2 (252a). — xd Zuuxripia Or. gr. 36, 5 (276:,j etc.
Singularisch : Das Fest der Trauer um Apis und Mnevis xoö Tre'v0ou<; xoö Ämo<; Par. 22, 24; 25, 29 (um 163a). xoö ixivQovq xoö Mvn/feio? Par. 55 (bis) 2 (159a). xö Tieveo? Lond. I Nr. 17 (p. lll) 14 (162a); Nr. 35 (p. 25) 28 (161a). Außer- dem wird eine Fünfjahrfeier, xö -rrevö exn. p ik 6 v (sie), erwähnt zum 25. Jahr des Euergetes auf einer Steuerliste P. Grad. 6 col. 2, 7 ; col. 3, 6 (223 — 2a).
5. Ortsbezeichnungen (Städte, Dörfer, Plätze) im Plural2).
a) Städte: In der Gaubezeichnung 6 irepi ©n.ßa<; hat sich der Name der ägyptischen Stadt in pluralischer Form erhalten Par. 66 = W. Chr. 385, 1 (IIP). Grenf. I 10, 7 (174a). Par. 15, 2 (120a); 7 = Mitt, Chr. 225, 2 (99a). Tor. I 1, 3; II 2 (116a); IV 2 (117a); VIII 2 (IUP) etc. — etfe) ZöXou? xoö? [KiXik(o]u<; Petr. II 45
= W. Chr. 1 col. 2, 3 (um 246a). — KdXuvba (in Karien): Cair. Zen. 54 (a) 8 dnö Ka- Xüvöujv; (c) 3 (246a).
b) Ägyptische Dörfer, Quartiere, Plätze sowie andere außerägyptische örtlichkeiten, bei denen vielfach die appellative Bedeutung hervortritt: ai Kdui- voi (Öfen) Petr. I 18 (1) 10 (237il); II 28 col. 4, 7; 10, 9 (IIP); III 43 (2) col. 4, 9 (246:1); 51, 2 (IIP). Wilck. Ostr. 1168, 2 (unb. ptol.). Magd. 28, 2 (218a). — xd Kcpd- ueia Grenf. 1 21, 15 (126il). Tor. VIII 17 (119a). Wilck. Ostr. 1208, 4 (unb. ptol.) etc. - xd KepKeaoöxa Petr. II 39 (a) 22; III 105 col. 1, 5. 7 (IIP111). KepKeaoüxwv Petr. II 28 col. 1, 24. 28; col. 2, 13. 19; col. 3, 14; col. 7, 23; col. 9, 37; III 66 (b) col.
2, 9; 67 (b) 9. 13; 93 verso col. 2, 15 (IIP). Magd. 23, 5 (221a); 26, 2 (218a). tv Kep- Keooüxoiq Petr. III 46 (5) 2 (IIP). Lille 7, 11 (IIP). — KecpaXai: Ik xr\c, £v Kccpa-
!) So allem nach Eleph. 15, 3 (223a).
2) Kühner-Gerth 118 Anm. 2. Gildersleeve Synt. I § 48 f. Winer-Schmie-
del § 27, 4a. Zum Gebrauch des Plurals bei Städtenamen macht Hatzidakis Idg. Forsch. 2, 413 die Bemerkung, daß man im Dialekt von Ikaria den Singular von der Stadt an sich, den Plural von der Stadt mit Umgebung gebrauche. So mag sich der Wechsel in Namen wie Orißn, und 0f|ßai, TTXdxaia und TTXaxaiat u. ä. erklären. Der Plural kann sich auch, wie bei Ä0f|vai, auf die Ober- und Unterstadt, überhaupt auf die Ver- einigung früher getrennter Stadtteile beziehen.
40 Lohnbezeichnungen im Plural. § 10
XaT? Xaxouiaq Hib. 71, 5 (245a). — KoTxai Petr. II 28 col. 1, 11; col. 2, 20; col. 3, 11; col. 8,16; III 66 (b) col. 2. 3: 117 k (IIP). PSI IV 395, 4 (241a). Dagegen Hamb. I Nr. 27, 4. 7. 10. 12 r\ Koixn (250a). — Kuirpavoa Cair. Zen. 54 (a) 2. 11 (246a). — MaTbiiJXa: MaYbuuXujv Petr. III 66 (b) col. 4, 12 (IIP). Teb. I 80,1; 81, 26; 82, 1 (115a). An der letztgenannten Stelle hat d. Pap. fälschlich MaYbdjXnv. — xd Meuvöveia (thebanischer Stadtteil bei den Menmonkolossen) Amh. 31, 7 (112a). Lond. I nr. 3 (p. 46) 9. 41 (146a). Tor. 1 1, 24; 2, 14. 24; 4, 29; 8, 10. 20 (116a); V 5 (177 od. 165a); VIII 7 (119»); XI 17 (177 od. 165a). Par. 15. 14 (120a); 5 col. 1, 5 (114a) etc. — xä 'OEüpuyxa ('OtöpuYXa) Magd. 21, 4. 7 (221a); 42 1. 2 (221a). Petr. II 10 (2) 3 (nach 240a); 28 col. 2, 15; col. 6, 22; col. 8, 18; col. 9, 30 (IIPm); III 66 (b) col. 2, 6; 87 (b) col. 2, 8 (IIP). 'OSupÜYXwv iröXu; Hib. 62, 15 (245a); 95, 5. 8 (256a); 168 descr. (nach 245a). -OaKoööaai (heute Teil Fäküs) PSI V543, 10 (IIP).1) - OapßcuGa Petr. III 112 (f) 2 (IIP). <J>apßai9ujv Petr. III 93 verso col. 2, 5; col. 3. 6 (IIP). Aber auch singularisch flektiert: £k OapßaiOou Petr. II 10 (1) 5 (nach 240a); 28 col. 2, 8. 27 (IIP). Magd. 13, 1 (218a). — cMXcn: ev $(- Xou<;Or. gr. 139, 4; 5 eiq xd? OiXaq (146 — 116a). — iv xoic; XnvoßoaKioi«; (ein Ort bei Diospolis parva) Grenf. I 42 = W. Chr. 447, 14 (IP).
TTriYai PSI IV 406, 12 (IIP) scheint ein Ort in Palästina zu sein; ebenso Baixd- vara (iv BaixavdToi?) = pjy rV2 PSI VI 594, 18 (IIP). Auch die arabische Stadt
'Paßßaxd|uuava2) wird PSI VI 616, 28 ev 'Paßßaxajuidvoic; als neutr. plur. flek- tiert (IIP).
c) Als appellative pluralische Ortsbezeichnung ist bemerkenswert oi kükXoi (der Auktionsplatz) Eleph. 14, 24 (223a). — Das neue Wort 6pKuuxr)pia (Eidesstätte) Hai. 1, 215: öuvüxuj 6 öpxuTöuevo? ev xf|i dYOpcU ^xri xoi<; öpKUJxnpioi<; (IIP"1) macht den Eindruck, daß diese Stätte entweder ausgedehnt war oder aus mehreren Teilen bestand, oder daß es mehrere solche Eidesstätten gab.
6. Lohnbezeich nungen stehen meist im Plural.
eußXrjGpa, r| tt r| x p a , öcpavxpa, cp ö p e 6 p a ■ — Belege Bd. I 445. <p 6 p e - 0pa auch Hib. 121, 39 (251— 250a). Dazu KdXXuvxpa PSI VI 625, 13 (IIP). Xüxpa (Lösegeld) SB 5865 (Verkaufsurkunde) 4 (109a). xpoqpeict (Verpflegungs- geld) Eleph. 3, 2 f = 4, 2 f und verso (284— 83a). — Dagegen öqjavipov PSI VI 599, 8 (IIP), cpöpexpov EuXwv Par. 60 (bis) = W. Chr. 30, 7; q>. xüjv äpxwv 18 (um 200»). Petr. III 129 (a) 21; (b) col. 2, 4. 8 (IIP). Fay. 18 (b) 6 (P). coro cpopexpou Petr. III 130, 1. 8 (IIP), cpöpexpov eXaiou Eevtxoü Theb. Bk. X (a) 5 (130a). Immer xö xdxepYov (Taglohn) Hib. 119, 4 (nach 260a); weitere Belege Bd. I 475.
7. Ein generalisierender Plural (rmeTc; statt e/füj) 3) tritt in amtlichen, seltener in privaten Korrespondenzen auf, wenn der Schreibende seinesgleichen (der Beamte sein Personal, der Privatmann seine Familie) mit einschließt. Oft findet jedoch ohne ersichtlichen psychologischen Grund in der Alltagsrede ein Wechsel zwischen den Numeri, ja nicht selten
1) Steph. Byz. p. 655: OdKouaa KüJun uexatu Aiyüttxou kxX. 'EKaxaux; be 0aKöeöaai Kai 0aKoe'o"0Cü<; cprjoi.
2) Steph. Byz. p. 542, 1 Mein: 'Paßßaxduuava, ttöXk; xf)<; öpeivf^ Äpaßiac;. Xc^- Yexai be oübexe'pwc.
3) Wiewohl in diesen Fallen der Pluralbegriff nicht an ein Nomen, sondern an ein L'ronomen bzw. an eine Verbalform geknüpft ist, erscheint es aus praktischen Gründen angezeigt, diesen Pluralgebrauch hier statt unter dem Pronomen oder Verbum abzuhandeln.
§ 10. Generalisierender Plural. 41
anakoluthische Konfundierung beider in einem Ausdruck statt. Von dem sog. Pluralis modestiae hissen sich kaum Spuren entdecken ').
Zu unterscheiden sind:
a) Amtliche und private Briefe, in denen der Schreibende konsequent den Plural oder Singular festhält: Hib. 39, 16n.|iuv ävev^YKaxe — von einem Beamten als Ver- treter seines Kollegiums (2G5a). Ebenso Hib. 40, 3 YeTP«(p«|uev (der Kanzleichef ) (261a); 41, 2 ÖTTeo"Td\Ka|uev, 9 7tpd<; niuäc, 16 r^Tv &TrÖ0T6i\ov (2Gla); 42, 6 irapa- beSö|ue6a, 9 biijöouev (260a); dagegen vom gleichen Verfasser im gleichen Zusammen- hang 43, 9 öcrröaTeiXöv uoi (260a). Der Singular festgehalten Hib. 48, 6 eüpiöKuj, 9 ÖTTÖöreiXöv pot, 13 i'vo pn. eTTiKw\üuju.ai (255a) und ebenso 49 (257a). Der Plural : Eleph. 11, 2 YeYpdqpaiuev (der Vorgesetzte) ^rriGTeiXai nuiv, 5f Tzi\x\\>ov r)|uTv, i'va |uri KUj\u(ojue9a . . . Ypdcpe piuTv • • • lva eibüj,uev (223a). Aus späterer Zeit vgl. die Korre- spondenz des Komogrammateus Menches Teb. I nr. 9 — 37 (IIaf), wobei zu bemerken ist, daß in streng amtlich gehaltenen Stücken wie Nr. 19 (114a), 22(112*), 23 (nachll9a), 24 (117a), 27 (113a), 28 (114a) der Plural konsequent festgehalten wird. Auch in den Ernteberichten spricht der Berichterstatter stets im Plural: Teb. 67, 43 (118 — 17a) dv- €i\n<pcmev = 61 (a) 206; 68, 55 (117— 16a). Vgl. Theb. Bk. I 2, 14 dvaqpdpouev (130a). In Privat briefen ist dies seltener der Fall: z. B. Hib. 54 = Witk. ep. pr.2 21, 2 r)(uiv, 9 Trapü b£ n,uüjv, 19 TT^uiyov n.uTv, 22 öttuji; biaKOuiom npiv (um 245a). Goodsp. 4 = Witk. ep. pr.2 51 spricht der Schreibende von sich stets im Plural; ob er damit seine Familie einschließt, ist aus dem Zusammenhang nicht zu erkennen, aber wahrscheinlich (IIai).
b) Zahlreicher sind die Fälle, in denen teils mit erkennbarer Absicht, teils (und dies fast gewöhnlich) unabsichtlich und unbewußt zwischen Singular und Plural gewechselt wird. Petr. II 11 (2) = Witk. ep. pr.2 Nr. 2, 2 schreibt Polykrates dppüjpeOa b£ Kai auroi mit Einschluß seines Bruders Philonides, ebenso 4 i'va qp^poj,uev -rr|v eiKoaxriv; wenn dagegen der Schreiber nur von sich redet, gebraucht er den Singular, so 2 yivujo"- k^ pe . . . ujiKovour|M^vov, 3 diroYeYpaPMai (IIP). Ebenso beziehen sich Petr. II 11 (1) = Ep. pr.2 Nr. 3 die Plurale auf die beiden Brüder, aber Y^TPCCP« 2 auf den Schreiber (IIP). Petr. III 42 G (9) 3 ff. (in einem sehr fragmentarisch erhaltenen Brief = Ep. pr.2 Nr. 10) dTre'0Ta\Kd ooi . . 8 [irpöq] rund? e-rriareWe, iroir|ffop€v y«P irdvTa (IIP): dabei ist nicht ersichtlich, ob der Schreiber beim Übergang zum Plural andere ein- schließt oder in bescheidenem Ton (?) von sich allein redet. Eleph. 9, 1 irapaYei- vou^vwv r)|uüjv (der Beamte mit seinem Stab), 6 ßouXöueGa öuv\a\f|oa', -rrepi d)v €TreöT6i\a (223a). Par. 32= Ep. pr.2 37, 5 au-röq b' ÜYiaivov, 7 äire\r|Xuea, 9 irepi ujv ^vexeiXaaGai (= 6e) uoi, 14 pn. buvaaöai |ue, 17 iu^ oük äTTobüj aoi, 18 im- xripu», 20 dir^xw, 23 äTröo"T€i\öv ,uoi, 30 ^uoü nroipaKÖ-roq, aber 31 öttuj? irpaivovTa«; üpä<; dffTT((Tr))aa uj u e 0 a (162a). Der Übergang in den Plural ist uns nicht verständlich und scheint auf Willkür zu beruhen. Ähnlich in einem Privatbrief des Menches an seinen Bruder Teb. I 55 = Ep. pr.2 53, 2 errei bieYvw<a, 4 xeKÖuixe uoi, aber 6 x«- piel Tr^ui|m<; n.ptv (IIaf). Teb. I 15 (amtl. Korrespondenz des Menches) 5 KareXa- ßov, aber 8 miv0avopevujv b' ripiiiv (vielleicht mit Einschluß seiner Beamten?), 16
x) Kühner-Gerth I 83 f. (plur. modestiae). Gildersleeve Synt. I §54(plur. modest.). Blaß-Debr. N. T. § 280 (vom schriftstellerischen Plural). Moulton Einl. 137 f. (derauf K. Dick, Der schriftstellerische Plural bei Paulus [1900] verweist und S. 138 sein Urteil dahin zusammenfaßt: „Unser Material läßt nicht erkennen, daß in der Alltags- rede irgend ein Unterschied zwischen den beiden Numeri bestand"). Ähnlich Winer- Schmiedel N. T. §22, 4: „Der Wechsel zwischen dem Sing, und dem Plural, in dem der Schreibendevonsich selbst spricht, läßt sich nicht auf Regeln zurückführen". W. Knö- del, Die Urbanitätsausdrücke bei Polybios S. 41 (Gebrauch des Pluralis modestiae). Wackernagel, Vorlesungen I 98 ff.
42 Pluralis maiestaticus. § 10.
üTreXdßo^ev (114a). Ahnlieh 13, 3 e'cpobeüovxöi; (liou, 9 eüpojaev (vielleicht seine Begleiter eingeschlossen?) (114a). Teb. 58 = Ep. pr.2 56 (llla) wird wiederholt zwischen r|,uetc; und iyih gewechselt ohne jeden ersichtlichen Grund. Geradezu auffallend ist der Wechsel in einem Brief an Zenon Cair. Zen. 28, 2 üYiaivov — bebüJKafaev, 3 erpaiya, 4 rjuiv — o!|uai — Xdßw|uev, 5 TrapaTroXoü|uai — buvd|ue0a (255a).
c) Ja es fehlt nicht an salopper, anakoluthischer Vermischung der beiden Numeri, was klar beweist, wie leicht sich die Vorstellung von Singular und Pural in diesem Falle konfundierte. Hib. 73, 15 ei jur) r)ppujaxn.o"a,uev, eiXn.qpeiv av (243a). Teb. I 26r 11 ff. övTi uoi e'v TTxoXef.iaibi . . . trpo^eTreaev t^juiv (114a). Eleph. 13, 7 xi äv aoi ttoioövxcc; xaPl^°i,urlv (223a). Par. 43 = Ep. pr.2 43, 2 £ppuj|uai be Kauxoi (154a). eYpdiyaiu^v o"oi . . ., öpüjvxe? be ae KaxapaGunoüvxa üji|ur|v betv Hib. 44, 1 ff. (253a). Kai Zapairiujv be ö ÜTrobioiKnxr)i (= rf\q) eireaxaXKev n,|uiv (der Schreiber schließt vielleicht seine ganze Kanzlei ein) bid xoö irpoKeiLievou üTTO|uvriu.axo<; e'TTiaKeijjd- uevov (er fühlt nur sich verantwortlich) öoa KaOnKet diroboüvai. avaqpepojaev Aöüp Lond. I nr. 17 (p. 11) 23 (162a). biaadqpn.o~öv |uoi, öttujc; TraporrevnBeic;, auv aoi -revö|uevo<;, irpdEumev xi Par. 42, 11 (156a). Der Wechsel ist psychologisch zu erklären: der Singular, der in den Partizipien ganz am Platz ist, erweitert sich zum Plural, der das gemeinsame Handeln bezeichnen soll. Ähnlich Schubart, Pap. gr. Berol. Nr. 6 a, b 2 eypaijjaf; rnulv Xaßövxa dvxixpaqpov . . bouvai xoT<; e-fKaXouueVoic (149 oder 137a). Vgl. auch Amh. 31, 5 ff., wo der Revisor Hermias in einem Bericht an den Kassendirektor zunächst von sich im Plural beginnt, emßdXXovxeq . . bieTretuijd- ue6a, aber 9 uexaireunjauevoi;, dann wieder Kai e,ireX8övxe<; . . Kai eYf.iexpr)o~avxe<; Kai aexaireiuHjduevoi — . Das verbum finitum (1. p. pl. ?) fehlt (112a).
Ans den angeführten Beispielen ergibt sich, daß zwar in amtlichen Korrespondenzen der Vorgesetzte an Untergebene, wenn er von sich redet, gerne den Plural gebraucht, daß aber im Stil privater Mitteilungen die beiden Numeri ziemlich unterschiedslos gebraucht werden, was auch auf den Amtsstil in vielen Fällen zurückwirkte.
Auch der sogenannte Pluralis maiestaticus der Herrscher und Auktoritätspersonen fällt unter diesen Gesichtspunkt, da auch diesem Sprachgebrauch die Zusammenfassung des Herrschers mit seiner Um- gebung („ich und meine Räte"), des obersten Beamten mit seinem Stab zugrunde liegt 1).
a) Von Herrschern: eüv |ur) xiaiv fnaeii; (Ptol. Philadelphos) eV övöuaxoc eTTiaxei\u),uev Petr. III 20 verso col. 3, 11 = W. Chr. 450 (262a). ßaaiXeü? TTxoXe- u.aioq xoie; axpaxnToi? • • • xaiP6lv* direöxdXKauev uluv xdvxi-fpaqpa xou TrpoYpdu- liiaxoc; Rev. L. 37, 6 (258a). Ebenso in einem königl. Erlaß Heidelb. = Preis. Samni. 5675, 2ÜTroxeeeiKaf.iev, 4eTreo"xd\Ka|aev, 6 "rrpo<;evex6r)0~öLieBa (184 — 83a). Amh. II 33, 28 ff. (Brief des Ptol. Philad. v. Jahr 258a). Or. gr. i. I 59 (Brief des Ptol. V., wahrsch. 188a). ßaoiXeü? TTxoXeuaioc; Atovuoiun xodp^tv. dTToXeXuKöxeg rrdvxa? . . . einxribeiov üireXdßoiuev eTvai biaaxeiXaaOai üutv irpovoeiaOai ib<; xoioüxajv KaKÜuv (Revillout) 7rpoc;evex9no~o|iie'vujv r)f.uv Par. 63, 13, 1 (164a). ßao~iXeü<; TTxoXe^aTo^ Ävxiöxum xaipeiv ' ^epi TH? oxa0|uoboo"iac; dKoüo^ev Hai. 1, 167 (IIIam). Im Steuergesetz des Philadelphos (259/8) steht wohl hinter den Pluralen, in denen geredet wird, niemand anders als der König: 53, 18 ü tto Ki-jpüE in |ue v, 1 9 X r\ vp 6 ,u e 0 a , 27 l x du |u e v ; 54, 1 tt p o k r| p ü 2 o u e v ; 57, 3 = 59, 2 u tu X o ö u e v;
1) Sasse, De numero plurali qui vocatur maiestatis. Wackernagel, Vor- lesungen 100 f. W. Schmid, Piniol. Wochschr. 1923, 478ff.
§ 10. Der Singular bei Zahlbegriffen. 48
ebenso 58, 0 = 60, 13. Ebenso in dem amtlichen Pachtausschreiben Eleph. II. 1 em
ToI<;be TTaiXoO,uev (223a), worauf die vom Staat gestellten Bedingungen folgen. Audi Par. 62 col. 1, 1 ist -rruj\oü|uev zu ergänzen. Vgl. Wilcken, einest. Einl. zu Nr. 340.
b) Von den obersten königlichen Beamten: Der Finanzminister Apollonios teilt ein königliches irpö^Tayua über die Befreiung von der Salzsteuer mit Hai. 1. 260 ff.: äqp ei Kd|iie v (wir verfügen die Befreiung) toü<; bibaaKti\ou<; tüjv ypc^ucxtiuv. KaödTrep ö ßaoi\eü<; uposTexaxev (III'""), wobei nicht bloß der Plural, hinter dem der König steht, sondern namentlich die YValü, des Wortes ärpievm bemerkenswert ist, das eigentlich Sache des Königs allein ist. — Der Minister in einer TrocpemYpacpn, Teb. I 61 (b) 275 eav be jun d-rrobeiEujai xPIMcriaiiiouc; irap' r)|uüjv (118 — 17a). — Der Gau- epistates Herakleides im Hermiasprozeß (Tor. I col. !), 26 ff.) spricht von sich als Vor- sitzender eines Kollegiums im Plural: K(rraKo\ou6n.aavTe<; Tai; carff paqpai; enrauev = wir haben uns . . . angeschlossen und das Urteil gefällt (117a).
Anmerkung 2. Dagegen werden Vorgesetzte, auch der König selbst (vgl. die zahlreichen Bittschriften) durchweg mit ov angeredet. Es findet sich in der ptolem. Zeit noch keine Spur des byzantinischen Servüismus, der sich in der Anrede uueT<; , tö üpexepov xpdxoc etc. äußerte. Der Plural begegnet übrigens vereinzelt schon in den Isokratesbriefen, vielleicht schon bei Solon, häufiger vom 5. christlichen Jahrhundert an, in der Literatur zuerst bei den Gazäern (Chorikios). Vgl. darüber Christ-Schmid, Griech. Literaturgesch. 6 11 954, 7 mit zahlreichen Belegen1).
B. DER SINGULAR.
Die Singularform hat zuweilen kollektiven Sinn und vertritt den Plural 2).
1. Bei Zahlbegriffen:!):
Es haben sich meist Beispiele mit distributivem Sinn erhalten : K<rrd be u u p i a v b^aun. v (für je 10 000 Bündel) Petr. III 41 verso 4; ebenso 7 koitü uupiav (sc. b£o- unv), 9 ujare Ka9iaTaa6ai Tnv uupiav (bpaxiuujv) Ka (so daß je 10 000 auf 21 Dr. kommen) (IIP), tö^i |uupiov (sc. xdpoiKa, Weinpfähle) PSI IV 393, 10. 28 = Add. et corrig. vol. VI p. XIII (242a). n'iv x^t«v be'o-o.n.v Oxy. (IV) 742 = Witk. ep. pr.2 70, 12 (2a). — Bei einer Grundzahl: Tr\iv6ou 'E = 5000 Ziegel Petr. III 46 (5) 3 (IIP). xdpaKo? KaXaf-iivou (Weinpfähle) faupidbe? xpei«; PSI IV 393, 6 (242a). Mit Grund- und distributiver Zahl: thv Ka6r)ipn.!iieV|V ttAivGov T t?\c, xiMaq = C (3000 Ziegel je 1000 zu 21/» Obolen) PSI V 546, 8 (IIP).
Anmerkung 3. In Rechnungen wird manchmal zur Vereinfachung des Ausdrucks der Singular als der nächstliegende Numerus gesetzt, auch wenn ein pluralisches Zahl- wort dabei steht: "rrebaaoc; (= ireraao«;) aibrjpou i (10 Eisenhüte) Par. 60 (bis) = W. Chr. 30, 19 (um 200a). öpruTo? ß (für zwei Wachteln) o, (d. h. 40 Drchm.) Tebt.
* 1) Wenn in einem amtlichen Schreiben Hib. 45 ein höherer Beamter seinen Unter- gebenen im Plural anspricht: 3 w<; äv Xdßnre Tiqv ^TtiaToXnv, TTapayiveaee, 6 |uera- ßd\r)o9e, 9 \e\oYeÜK(rre, 11 ireipäaGe, 13 ÜTToXi,uTrdveo~6e etc., so begreift er sicherlich unter dem angeredeten Lysimachos seine Gehilfen und Unterbeamten mit (257a). Cair. Zen. 24, 1 beginnt der Minister seinen Brief an seinen Untergebenen Zenon öpGüjc; erroiricraTe. d. h. du u. deine Beamten, fährt aber mit Beschränkung auf Zenon fort: Kai vöv be oüvraEov (255a).
*) Krüger § 44, 1. Kühner-Gerth 1 13, 1. Schmid Attic. I 87; II 35; III 46; IV 43. 611. Gildersleeve I § 56—58. Blaß-Debr. N. T. § 139.
3) Nach einem mehrzahlbezeichnenden Numerale schien es überflüssig zu sein, dem Nomen ein Pluralsuffix anzuhängen. Vgl. im Deutschen: 1000 Mark, Fuß, Pfund u. dgl. Paul, Prinz, d. Spr.3 250.
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44 Kollektiver Singular. § 10.
I 117, 21; vgl. 13 öpT[u(-foi;)] ie für eine Wachtel 15 Drclnn. (99a). Vielleicht ist auch in dem salopp geschriebenen Brief Grenf. II 38 = Witk. ep. pr.2 Nr. 66, 8 ff . (56a?) .ueXav oxaxripou ökxüj (Tinte für 8 Stateren) Kai 0f|v (= Beiov) oxaxripou irevxe (Schwefel für 5 St.) und 13 xripoö oxaxripou -n^vxe die Form axaxtpou als metaplasti- scher Gen. sing, zu OTcrrrip zu verstehen. Andere Erklärungen bei Grenf eil -Hunt und Witkowski. Vgl. auch Bd. I S. 288 Anm. 1.
2. Der Singular bezeichnet in generellem Sinn eine Menge von Individuen :
rr\v fpäoTiv xeXoüjuev tum iTTireT (der Reiterei) Cair. Zen. 54 (b) 8 (246a). oöbe xöu uüv exouidZovxai Gripeüeiv PSI IV 434, 17 (267a). f|KOÜaauev xöv uüv KaxaßeßpuuKevai töv atröpov Grenf. II 36, 15 (95a). In einer Rechnung für Schiffs- transport Petr. III 107 (e) 6 ix6üo<; (für Fische); ebenso 9 (IIP). YPÜxn<; (em kleiner Fisch) oirupk PSI IV 428, 4. 41. 48 (IIP); V 535, 38 o-qpnveujc (ein Fisch) Kepd.mov [aber VI 594. 13 acprjveujv xep.]; 39 köXou (eine Art Rentier, cf. Strabo VII p. 312) Kepd)uiov, 46 köXou riuiKdbiov (IIP). Y^cuKiaKou (ein bläulicher Fisch) Xotrdbia Cair. Zen. 15, 4 (256a).
3. Bei manchen Stoffbezeichnungen und aus mehreren Teilen bestehenden Gegenständen erweitert sich der Singular zu einem kollektiven Artbegriff.
r) äuireXoq der Weinstock erweitert sich zur Bedeutung Weinpflanzung, Reb- land: irecpüxeuxai be Kai f\ äuTreXot; Tiäaa Kai xä irepi rr\v dvabevbpdba (Baum- gut = al avabevbpdbet;) Petr. I 29, 4; 14 ty\v äuTreXov (IIP). duTreXou (äpoöpaq) Hib. 70 (b) 2 (nach 228a). PSI IV 429, 23 (IIP). Tebt, I 24, 3 (117a). — inawiövreq . . iv ßdpei (in Kähnen, zu Schiff) P. Cairo = W. Chr. 11 A col. 1, 21 (123a). Wilcken vermutet Verschreibung aus ßdpe(a)i. — ß X a o x ö q junge Rebschößlinge PSI VI 624, 8.
13 f. (IIP). — Tpduua (Buchstabe) = Schriftstück (Ypduuaxa) PSI VI 614, 16 ei' ti iiKei Tpduiua irapa aou (IIP). — &kdr\ in einer Rechnung P. Sakk. 24 (IIP) ist wohl = e'Xaiai (Oliven), jedenfalls so PSI IV 430, 1 (IIP) tö YiTapxa XaßeTv xf|<; e'Xaia«; (Olivenkerne). — f] KaXdun (Halm, Stroh) Hib. 19, 17 (222a). PSI IV 380, 6 (249a). xiunv KaXduou (Rohr) Petr. II 26, 6 = III 64 (a) 5, 6 = (6) 5, (238a). Oxy. (IV) 742 = Witk. ep. pr.2 70, 12 (2a). — Kepauov kuivöv (neues Geschirr) Hib. 54, 26 (um 245a). eaxw be ö Kepauo; Kepduia axeYvd (wasserdichte Gefäße) Rev. L. 32, 2. 8. 14. 16; yuuplc Kepduou 53, 21 (258a). Kepa|neöaai dirav xöv Kepauov PSI IV 420, 3 (IIP)1). — Kdpua (kleine Münze = Geld) PSI V 512, 13 (253a). ei' xi Kep p-axiov (einen Pfennig, d. h. einiges Geld) XeXoYeÜKaxe Hib. 45, 8 (257a). PSI IV 375, 5. 6. 13 (250a). - ei? SuXoKodav xr)? Ko-dbo; PSI IV 323, 4. 8 (265a). Hesych. Ko-rrdbe?- xä em- xeKoiuueva bevbpa. Hier kollektiv von mehreren angehauenen Bäumen, die zur övGpa- Keia bestimmt sind. — qpopuö; ei? xö Kpöuuuov (Zwiebelkorb) PSI IV 332, 13 {257»); dagegen Petr. III 140 (a) 6 Kpömaua (IIP). — irpoaxaxr)o[eiv] xoö Xöxvou xdjv iepiöv (Terapelbeleuchtung) Oxy. (XII) 1453, 15 (30— 29a); dagegen 17 xö ÜXaiov ei«; xoü<; Ka0' riuepav Xüxvout;. — xün xqv ttXivGov (Ziegelsteine) TrpoqdYovxi Petr. II 33 (a) 17; 14 (2) 12; (3) 2 (IIP). Häufig in Rechnungen: (büo uupidbec;) TrXivGou II 13 (14) 2 = III 42 E (3) Smyly (258— 53a); 12 (4) 3 (241a); 14 (1 b) 5 = III 46 (1) 18 (IIP). — xou«; -rrecpuxeuKÖxac; öikuov (Gurken) r| koXökuvxov (Kür- bisse) f| k p ö u u u o v PSI IV 434, 2 (261a). — oöbe OTreXhrexo a x a qp u X f\ v PSI IV 434.
14 (261a). axaqpuXfic; (puXdKuuv (Traubenwächter) ebenda IV 345 verso (256a). — ouBeic irap' duoö (paKf|v (Linsen) ÖYopdZei ebenda IV 402, 6. 11 (IIPm). Hib. 112, 77 (nach 260a) ist eine Steuer q>aK?\q erwähnt. — In einer Rechnung Straßb. II 102, 5 ff. (IIP) sind
*) ZumAccusat, masc. sing, änav = ÜTravxa vgl. Bd. I S. 199. Helbing, Sept. 51. Radermacher X. T. 76.
§ 11. Komparation. -*;>
Prüchte, Gemüse etc. neben der Preisangabe im Singular aufgezählt : 5 oökou, qxx-
koO, 6 ^p€ßiv0ou, 8 ".eXave^ou, xupbduou etc. — tou e i q qp 6 X \ o v (sc. iroriaiaou) von dei Wässerung der Ackerfrucht Teb. I 60, 29 (112*). uoxiZeiv eiq qpüXXov Teb. I 72, 362 (114— 3a); 105, 32 (103»). Zu dem stehenden Ausdruck (töi xaxu cpuXXov (Flurregister nach Fruchtarten) vgl. Bd. 1 S. 485 u. unten Anni. 6. — xa\KÖ? stellt im Sinn von „Geld" bald im Singular (kollektiv) wie PSI V 499, 4 \u\köv a-n-ooxeiXuc; (257a); IV 362, 21 Xaußdveiv töv xaXxöv (251a); Gurob 20, 1 6 \a\KOc, (III*), bald von ein- zelnen Kupfermünzen pluralisch : PS 1 V 525, 9 oaveiaducvo? \akKouq ; 520, 2(11 [a '" ). Par. 34, 4 (157a); 44, 3 (153a); 49, 19 (c. 160a). Hamburg. I Nr. 27, 15 (250a). PS! IV 326, 9 ibu-oXÖTei \xo\ xccXkoü? (261a) etc. — üjpaiou xep(d,uiov) ein Gefäß mit Früchten PSI VI 558, 7 (259a). Über ujpaia vgl. § 1 S. 6.
Anmerkung 4. Ein kollektiver Singular, der staatsrechtlich interessant erscheint, ist ^k toü ttoXitikoO v ö ,u o u in der Aufschrif t Hai. 1, 79, insofern dieser ttoXixixö? vöpoq alle vö,uoi iroXixixoi in sich schließt, Also ist ö ttoXitiköi; vöuo<; das einheit- liche Stadtgesetz von Alexandria, wie dies für einzelne ägyptische Städte überliefert ist. Vgl. Dittenb. Syll.2 nr. 426, 23. 46 ö ttoXitikö? vöuo? (das Stadtgesetz von Medeon ). Dasselbe besagt [ev toi? tto]Xixixoi<; vöuoi; Gurob 2, 44 = Petr. III 21 g = Mitt. Chr. 21, 46 (226— 25a) und xaxd toü? ttoXitikoO? vöuou? Tor. I 7, 9 (116a). Vgl. Dikai- omata S. 37. Preisigke, Fachwörter s. v. vö^o?.
Anmerkung 5. Daß im Rev. Pap. und sonst in Pachtverträgen von dem Pächter bald im Singular bald im Plural die Rede ist, erklärt Wilcken Ostr. I 545 f.f»550 aus dein Vorhandensein mehrerer nicht genannter Pächter (dpxüjvou), die er aber nicht mit Ziebarth als uexo/oi (Pachtgenossenschaft) verstehen möchte. Der Sinn ist wohl immer ,der eventuelle Pächter', gleichviel ob einer oder mehrere. Vgl. auch A. Steiner, Beitrag zur Interpretation des Steuergesetzes v. Ptol. Philadelphos (1910) S. 7 ff. Hauptstelle Eleph. 14, 1 oi dTopdaavxec, 12 ö Trpid,uevo? Xrpjjexai • • Tfj? be Yf|<; Kupieüaei, 17 xun äYopdaavn, 22 xupieüaoucnv (IIP). Im Rev. Pap. wechseln für Pächter die Ausdrücke ö äyopdaa? xf|v ujvtiv, ö r]Yopaxuj<;, 6 i^\a^v, exujv xrrv ujvnv, ö irptduevo? mit den entsprechenden Pluralen.
Anmerkung 6. Stehend ist der kollektive Singular in distributiven Ausdrücken mit Kaxd, wie xax' ävbpa (Mann für Mann), kcxx' ^via'jxöv (Jahr um Jahr), xax' exo?, Kaxd -f^voc, xaxä |uP|va. xaxd cpuXXov (nach Fruchtsorten), xaxä YewpYÖv (Bauer für Bauer), letzteres z. B. Rev. L. 30, 18 (258a); 36, 7 (263a); 43, 4 (259a); xaxä xeopaXf|V (Kopf für Kopf) Petr. II 6, 6 (255»). Genaueres darüber unter der Präposition xaxd.
§ 11, Komparation1).
Steigerungsformen kommen nur von Adjektiven und Adverbien
vor 2).
J) Krüger § 49. Kühner-Gerth I 20 ff. Blaß-Debrunne.r N.T. § 60—62. Moulton Einl. 121 ff. Radermacher N.T. 56 ff. Ziemer, Vergleichende Syntax der indog. Komparation. Berl. 1884. O. Schwab, Histor. Syntax der griech. Kom- paration in der ilass. Lit. = ßeitr. zur histor. Syntax der griech. Spr. herausg. v. M. Schanz Bd. IV, Heft 1—3. Würzb. 1893. 94. 95. H. Günter t. Zur Geschichte der griech. Gradationsbildung. Idg. Forsch. 27.
2) Nur in einem poetischen Zitat aus einem Isishymnus Par. 51, 24 (16Üa) und Leid. Ucol. 2, 19 (II«) begegnet eine durch den Genitiv, partit. desselben Begriffs ausgedrückte Steigerung eines Substantivum : eX9e poi 6eä 6eüjv (= höchste Göttin, vgl. TE> D,"11t£'n = das hohe Lied). Ähnlich bei den Tragikern xaxä xaxüuv, irövoi irövwv. Brug- mann-Thumb 449, 2. Kühner-Gerth I 21. 339. Äschyl. Suppl. 507. Lucill. A. P. XI 388, 2. 4. — Unter dem Gesichtspunkt dieser Steigerung nach Analogie vom
46 Der echte Komparativ. § 11.
A. Komparativ.
1. Der echte (vergleichende) Komparativ zur Bezeichnung vi ues höheren Grades einer Eigenschaft im Vergleich mit einem niedrigeren Grad derselben Eigenschaft hat sich in herkömmlicher Weise auch in den ptol. Pap. erhalten; doch beschränkt sich der Gebrauch vorwiegend auf eine verhältnismäßig geringe Zahl geläufiger Formen, wie uei£wv, ueiuuv (selten), rr\eiujv und eXdrjcrujv (beide häufig), rjffcrov, u.d\\ov, und ist mit Sicherheit fast nur in wirklich durchgeführten Vergleichungen mit dem Gen. comparat., r\ oder einem vergleichenden Präpositional- ausdruck (rrapd c. acc.) zu erkennen.
oubev euoi [e"axai ue]i£ov f\ öou irpoaxaTfioai Petr. II 13 (19) 4 (258 — 53a). r\ vvt ]uei£u)(f) Yiverai T?\q riuefjaq Hib. 27, 121 (300—240*). jLiiZioai ue- xpoic; irapä xä eü(axa6ua) Teb. I 5, 85 (118*). e'äv be u. e i o v a xä [e^qpöpia Y^vrjxai] Theb. Bank III 1, 13 (131a), unsicher, ob steigernd = .noch geringer' oder adversativ (s. u. 2) = ,weniger ergiebig als sonst'. irXeiuuv sehr häufig (Belege Bd. I S. 69. 299 ff.); doch fast ebenso oft in adversativem Sinn. Steigernd in folgenden Fällen: edv xic; TrXeiovc«; irX.riYn'; uiäq iraxdSm Hai. 1. 205 (IIP111), ou y<*P oxoXdlw ue"veiv trXeiova XP0V0V (noch länger) Hib. 55, 6 (250a). e'Eou.ev Kai irXe'ovi xöttuui änoxp^ouaQai Petr. II 13 (3) 8 (258 — 53<a). [e'äv be ävx]iXeYU)aiv ujc; ir X e o v r\ eXaaaov Yiv^fat (daß der Betrag größer oder kleiner sei) Rev. L. 28, 5; ebenso xoö -rrXeiovoq Kai xou ^Xäoaovo«; (das Plus oder Minus) 50, 12; 52, 11. 15 etc. (258a). e'vavxiov pr) eXaaaov r\ büo u.apTÜpwv Lille 29, 1, 31 (IIP). (uaaxiYoüaÖuu u.r| EXaaaov [eKaxöv irXr|Y*v] Hai. 1, 189 (IIP111). Weitere Belege für uXe'ov und eXaaaov vgl. unter Genit. comp., für fjxxov (f) aao v) Bd. I S. 223. — xi6e- u.evou<; irdvxa u.äXXo v f\ xä e-rrißdXXovxa xaic; KumoYpau.|iiaxeiai<; Teb. 124. 72 (117a). eireYvujKÖxei; ttoXXüji fjäXXov ei<; £Ttavlr\o\v Teb. 124, 6 (nach 118a) usw. — Verein- zelt stehende Komparative steigernder Art: xoüxou yivoJ-1£vou Trpo6uu.öxepo<; eaxai Kai euxPI^Töxepoi; (als bisher) PSI IV 361, 23 (251a). eaxuu xoüxou iraxuxe- p o v ebenda 364, 5 (251a). i'va jjly] üaxepov -rroXuxeXeax^pux; KaGiaxfjxai xä epYa PSI V 486, 11 (258a). eüwvöxepa (billiger) äTroböaBai Cair. Zen. 45, 7 (250*). ßa6ü- xepo v xou 6eu.eXiou Petr. III 43 (2) recto col. 4, 13 (245a). ävoiKobouf|aou ßeXxiouq xüjv irpouTrapxövxiuv ßuuuüjv Petr. II 12 (1) 15 = W. Chr. 449 (242a). Kaxabeeaxe- pav xou u.expiou (comparatio proportionalis, O. Schwab II 8) xiqv eTriYpaq>r)v Yevrp ef)vai Par. 63 = Petr. III EM. p. 24, 71 (164a). Xuaix eXeaxepov äTraXXdtei (vor-
TTiaxä TTiaxüJv, äpprix' äppnxuuv erklärt Fr. Pfister (Berl. Ph. Wochenschr. 1913 I 926) die noch immer dunkle Stelle Oxy. (IV) 744, 9 = Witk. ep. pr.2 Nr. 72 (la): eav TToXXä ttoXXüjv xe'Krjq folgendermaßen: wenn du, was zu viel ist unter dem vielen, mehr als viel ist, oder wovon es schon genug gibt, gebierst, nämlich ein Mädchen. Höchst zweifelhaft, schon wegen der erst nachher folgenden Disjunktion eäv fj((v)) äpaevov, äcpe<;, eäv b' rjj((v)) 8r)Xea, eKßaXe. Andere, ebenso wenig überzeugende Er- klärungen bei Witkowski a. a. O. Dem Sinn entspricht am ehesten die Auffassung von Wilamowitz (GGA 1904 p. 662): ,,Gott schütze Dich" = troXXä ttoXXüjv eüxoiuai oder „vom Guten das Beste" (wünsche ich). Ob nicht ffoXXaTTÖXXiuv = ättoXX-ÄttöX- Xujv zu verstehen ist, d. h. Reduplikationsbildung mit Wegfall der ersten unbetonten Silbe? Demnach wäre vielleicht auch latein. Pol eher zuApollon als zuPollux gehörig. — Oeöxaxe ßaaiXeu in einer Inschr. v. Batn Herit im Mus. Cairo 46086 (Lefebvre) Ann. 4L serv. des Ant. d'Eg. XIX p. 40, 16 (93a) = Beiötaxe.
^11,2. Der korrelative (adversative) Komparativ. 47
teilhafter ausfallen, davonkommen) Petr. II 20 = III col. 4, 8 (252a). edv ,ui'i ^tti tivujv dXXo ti XuaiTeXe'aTepov auvxujpn,6f|i ^l T*K "ttpdotvjc, Par. 62 = Rev. L. App. I col. 4, 8 (IIam), d. h. ein (noch) vorteilhafterer Kant. Aus der Poesie entlehnt er- scheint als Ehrentitel des Herrschers dvTiTrdXiuv utr^prepoi; Rosettastern 2 (196a); Pap. Monac. Archiv I 480 (221— 205*).
Dem steigernden Komparativ sind (nach (). Schwab Jl § 24) auch diejenigen Fälle zuzuweisen, in denen ein alleinstehender Komparativ ohne Nennung eines Bezie- hungsbegriffs in tadelndem Sinn einen allzuhohen Grad einer Eigenschaft bezeichnet: z. B. toüc; Tr\eiova<; („more tlian fcheir due") KapTreia? e'Eevn.vexu^vouc; Teb. I 5, 69. Voller Ausdruck ebenda 39 toüc; ty\v TrXeiun Yf|v exovrac; TrK KaÖr|Koüar)<; (118a). wv tu övöuaTa Kai t& öqpeiXöueva bid tö eTvai irXeiova (zu zahlreich) oük tKpivaiuev KCCTaxwpiöai Par. 26, 36 (163a). Ypdcpac; Trepi toö TrujXeiaöui tö eXaiov TrXeiovoq TiufK (zu teuer) Petr. II 38 (b) verso 1 = W. Chr. 300 (243— 42a). eav be ßpa- fcÜTepov -rrorf|i<; (zu langsam vorgehst), oauxöv ßXdvyeiq Hib. 55, 4 (250*). biä tö ßpabuTepov aÜTÖv Ypdqpeiv Wilck. Ostr. 757, 9 (106 — 105a); ßpabÜTepa ebenda 1027, 9 (unbest. ptol.). ei' aoi fiuwv tto Xu TeXe aiepo v (zu prächtig) tö Tpißibviov qpaive- t«i eivai PSI IV 418, 18 (IIP). £cm fäp H oiv\r\ e'XdTTUj(v) (zu klein) Cair. Zen. 31, 5 (254a).
Anmerkung 1. Maßbestimmende; bzw. gradsteigernde Zusätze beim Komparativ (O. Schwab III 1 ff. Kühner-Gerth I 25 ff.) kommen auffallend selten vor. a) €Ti = noch: ei Tive? ßoüXovTai en e'Xdaaova; (zu noch billigerem Preis) epyo- Aaßnaai Petr. II 13 (18b) 11 (258 — 53a). b) ttoXü und TroXXün : ttoXü Kpeiaaov Rosettast. 31 (196a). ttoXü udXXov Tor. VIII 65 (119a). Inschr. bei Preis. Samm. 5827, 17 (69a). ttoXXuji uei^uj PSI IV 435, 19 (258aj. ttoMüji udXXov Par. 26, 48 (163a). Teb. 124, 6 (nach 118a). Über TravTeXux; veüJTepoi (elativer Komparativ mit ver- stärkendem TravTeXdx;) vgl. unter 3.
2. Der korrelative (adversative) Komparativ (O. Schwab I 53 ff.) bezeichnet das Vorhandensein einer Eigenschaft im Vergleich zum kontradiktorischen Gegenteil (Gegensatz, nicht niedrigere Stufe schwebt vor). Dieser Gebrauch des Komparativs ist in allen drei Jahr- hunderten der Ptolemäerzeit in jeder Stilform sehr verbreitet.
e*auev TrpeaßÜTepoi (nicht mehr jung) Kai dbüvaToi PSI V 484, 7 [Edgar] (258a). oi TrpeaßÜTepoi bedeutet demnach ältere Leute, nicht im Gegensatz zu anderen alten Leuten, sondern zu den Jüngeren (oi veüiTepoi) : so in einer Ausgaben- berechnung für öffentliche Grabarbeiten Par. 66 = Petr. III Append. 21 ff. (IIP) TrpeaßÜTepoi oi Ta xümccra Kai TrepixujuaTa cpuXdaaovTeq, TrpeaßÜTepoi Kai äbü- vaToi Kai veüJTepoi (verschiedene Klassen der Deicharbeiter). Ähnlich Par. 60 (bis) = W. Chr. 30, 13 (um 200*) Kai toi<; TrpeaßuTepoic; im Gegensatz zu den Z. 10 ge- nannten veaviaKoi. Ebenso im Titel rovc, ck t?\c, Küj|iir|c TrpeaßuTepoix; Amh. II 30 = W. Chr. 9, 23 (169— 164a). Or. gr. 194, 3 (42a). oi vewrepoi (nach San Nicolö, Vereinswesen I 37 eine Jugendvereinigung) Kai oi äXXoi iroXiTai Or. gr. 48, 15 (278 oder 240a). Manchmal ist veüJTepoi = minderjährig, so Magd. 31, 6. 8 (218a); KaTa- cppovriaa; (sc. i\uujv) tuji veujTepaq dTroXeXei<p9ai P. Heidelb. = SB 4638 (IIa). Hierher gehören streng genommen auch appositioneile Altersbezeichnungen wie OoiviS rHpaKXerrou ö veujTepo? — TrpeaßÜTepo? Hib. 110, 62. 70 (nach 255a). Grenf. I 33, 11. 56 (103a). Giss. I 37 col. 2, 12 (134a). Par. 15, 24 (120a). Sakk. 2. 125. 133 (IIP). Lond. I Nr. 3 (p. 46) 15 (146a). Grenf. I 21, 9. 12(126a). Lond. II Nr. 401 (p. 13) 7 (116— IIP). Grenf. II 17, 7 (136a). Lond. III Nr. 883 (p. 22) 23 (88a) u. o. — dei tivo? em t ö ßeXTiov (Gegensatz ,,in schlimmem Sinn") TrpoqeTnvoouiuevou Teb. 127, 80 (113a). Umgekehrt toic; ^tti tö x£ip°v (»m ungünstigem Sinn") biaXaußdvouai tö -rrpö^TaTua Par. 63= Petr. III Einl. p. 28, 125 (164a); ebenda p. 26, 108 bavei-
48 Komparation. § 11.
ZoLievouq ueiZövuuv biaqpöpuuv (zu hohen, nicht niedrigen Zinsen); p. 34, 176 eu ßapurepai Keiuevo? eEouaiai (in einer höheren, d. h. nicht niedrigen Stellung befindlich). Ähnlich bi(ä tö) ,ue ev ßapuTepai dppuuaTiai Kia[6ai] Teb. 52, 10 (nach 114a). elc eauuTepöv (den Gegensatz bildet der tötto? e'EujTaTO? Z. 4) uie dTreppiqpGai Magd. 29, 10 (219a). euTeXecfTepa((v)) (sc. Opoia) = weniger wertvoll, geringwertig Par. 40, 22 (15Ga). Auch in der noch nicht genügend erklärten Stelle des Traumbe- richts Par. 51, 40 = Wilcken Arch. VI 206 (159a) dXXa (oder dXX' ä?) reöiiaiuui KaX- Xeio (= KaXXiuu) scheint es sich nicht um .bessere' Träume im Vergleich zu anderen guten, sondern um , günstige' im Vergleich zu ungünstigen zu handeln1), alxov uexa- Treuijmiuevoi tiliüjv |uei£övujv (um unverhältnismäßig hohen Preis) Kanop. Dekr. 56- ( 236a). bid tö iraX[ai]oTdpav (nicht mehr neu) rjbr| eivai xr)v XiGrpröv Petr. II 14, 1 = III 46 (1) 6 (IIIa). tüjv Trpö<; Tai? TTpayuareiaK; oiouevuuv e'Kacrrov aÜTUüv Y^wp- Ynaeiv eVi tö eXaaaov KeiqpdXaiov) d.h. mit der Verpflichtung zur Bezahlung der kleineren (nicht der größeren) Summe Par. 63 = Petr. III Einl. p. 20, 28. 34 (164a). ev toi«; eXdaaomv iepoic; (man unterschied größere Heiligtümer und kleinere Ka- pellen)2) Teb. 15, 70 (118a). o"ttöyyoi Tpaxeiq — äXXoi uaXaKUJTepoi PSI V 535, 20 (IIP): uaXaKUJTepoi nicht Steigerung, sondern Gegensatz zu Tpaxeic. In Steck- briefen vom körperlichen Signalement: eüjueY^'K LiaKpÖTepo? (hochgewachsen) Petr 114. 7 (237a). uP|Xa ueiluu (verhältnismäßig groß, nicht klein) Petr. I 21 = HI 1 col. 2. 15 (237a). tÜTö uetfu) Petr. III 8 (1) = I 17 (3) 5 (237a); I 20 = III 19 (b) 13 (225a). eXdao-w(v} (von kleiner Statur) Lond. III Nr. 879 (p. 8) 21. 22 (123a); Nr. 880 (p. 9) 10 (113a); Nr. 1204 (p. 11) 15 (113a). Straßb. II 85, 11 (113a).' Lips. II, 9 (104a) '). Besonders häufig steht -rrXeiujv, TrXeiovec; in adversativem Sinn = nicht wenig, mehrere, viele: z. B. eka£ov be Kai TrXeovei; (nicht wenige schätzten) PSI V 522. 2 (248a). TTpo<;Tre'TrTuuKe uoi Trapd TrXeiövujv (es. ist mir von verschiedenen Seiten, von mehr als einer Seite gemeldet worden) Petr. JI 38 (b) 1 (243a). ouvbpcmövTwv TrXeiövuuv (viele Leute) Lond. I Nr. 106 (p. 61) 20 (261 oder 223a). auvrrapövToc AnurjTpiou kcxi dXXujv ttXeiövwv Grenf. 1 11 col. 2, 12 (153a). e'E dXXuuv TrXeiövuuv töttuuv Kanop. Dekr. 17; ebenda 56 ev TrXeiocnv iepoic; (236a). dXXujv ^ttiy€YOvötuuv uXeövcuv Fay. 11, 19 (nach 115a). toic cpuXaKiTaic; Kai dXXoic nXeocnv (vielen anderen) eirebsiEauev Magd. 21, 6 (222a). rrjv eiq xöv ßacuXea eövoiav bid TrXeiövuuv (bei mehreren Gelegenheiten, wiederholt) ä-rrobebeiKTai Or. gr. 51, 5 (239;l). ev TrXeiocnv (vielfach) dbiKOÜneva.i Par. 22, 4 (c. I63a). r\ kuulu-| epr|uo<; bid tö TrXeiuu Xpövov litj ßeßpex8ai Lille I 26, 3 (IIP). PSI V 525, 3 TrXeiuu XP0V0V- 8 irXeiw (sie) iiuepa^ (IIP™). -rrXeova xpövov (längere Zeit) Petr. II 9 (2) 3 (241— 39a) «). jl' aGou- uevou? jäc, T€ Kai erepa ^ rri irXeiova xpövov Teb. I 6, 31 (140 — 39a). KeKpaTni'.ÖTuuv 6Tii TrXeiova (eine Reihe von Jahren) Par.15, 61 (120a). xPe'a? TrXeiouc; Trapexöuevoc Leid. H 11 (99a). ouXai TrXeiouc (mehrere Narben) ueTumun Petr. III 11, 5 (235a); cpaKot TrXeiouc, ebenda 16. 5 (235a). TrXiyfdc uoi eve'ßaXev Kai TrXeiouc (sogar mehrere) s)
x) Wilcken Anh. VI 21D faßt freilich KaXXeio im Sinn von ,noch schönere Träume1; doch ist der Zusammenhang keineswegs ganz klar.
2) Preisigke, Fachw. s. v. eAdacruuv erklärt „Heiligtümer zweiten Rangs". Otto, Priester II 1752.
3) Über die nicht annehmbare Vermutung von Mitteis z. St., daß der Schreiber an .,eAdo~auu f\ TrXeiuu = eAaaoövuuv f| TrXeiövuuv" gedacht haben könne, vgl. Wilcken Arch. IV 455.
4) Vgl. Kühner-Gerth I 636 f., wo von „Abschwächung des komparativen Sinns" bei -rrXeiuuv die Rede ist. Auch W. Knödel, die Urbanitätsausdrücke bei Polybios (Tü- bingen 1908) ptr. 32 ff. bespricht den Komparativ als ..einschränkende Ausdrucksform" bei Polybios.
5) Über die strafrechtliche Wichtigkeit der Frage, ob es sich um einen oder meh- rere Schläge handelt, vgl. Dikaiomata S. 116.
§ 11. Elativer Komparativ. 49
Petr. II 18 (1) = Mitt. Chr. 6, 9 (246a). Magd. 42 = Mitt. Chr. 8, 4 (221a).